AI-generated summary
Der Schmuggel von verbotenen Gegenständen wie Drogen und Mobiltelefonen in Gefängnisse ist ein anhaltendes Problem, das durch kreative Methoden wie das Verflüssigen von Drogen auf Papier oder die Nutzung von Smartwatches erschwert wird. In Rheinland-Pfalz steigen die Fallzahlen seit 2022 kontinuierlich an.
Drogen, Handys und andere verbotene Gegenstände werden immer wieder in Gefängnisse geschmuggelt. In Rheinland-Pfalz sind im laufenden Jahr bereits 138 Fälle bekannt geworden nach 220 im gesamten Vorjahr, wie aus einer Antwort des neuen Justizministers Helmut Martin (CDU) auf eine kleine Anfrage der Grünen hervorgeht.
2022 waren lediglich 93 Fälle registriert worden, 2023 waren es 118 und 2024 bereits 212. Die meisten Funde seien bei der Kontrolle von Postsendungen gemacht worden.
Schmuggel kann nicht völlig ausgeschlossen werden
«Trotz vielfältiger Sicherheitskontrollen kann das unerlaubte Einbringen von Gegenständen oder Substanzen durch Gefangene, Untergebrachte oder Dritte leider nicht gänzlich ausgeschlossen werden», stellt Martin fest. Als Beispiel nennt er etwa die für die Resozialisierung gewünschten Außenkontakte.
Mobiltelefone seien inzwischen zudem so klein, dass sie sich leicht verstecken ließen. Ihre Funktionen seien auch in anderen Geräten wie Smartwatches mitunter recht unauffällig integriert, beschreibt Martin die Schwierigkeiten.
Bestechungsskandal im Rheinbach streift Rheinland-Pfalz
Im Bestechungsskandal in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rheinbach in NRW sollen Häftlinge Bedienstete mit Einkaufsgutscheinen zum Beispiel für Online-Warenhäuser bestochen haben. Sieben aktiven JVA-Bediensteten und einer ehemaligen Bediensteten wird vorgeworfen, gegen Bezahlung Drogen und Handys in das Gefängnis geschmuggelt zu haben. Auch zahlreiche Inhaftierte und ehemalige Insassen stehen im Fokus der Ermittler. Von Durchsuchungen in mehreren Städten waren auch Wohnungen in den Landkreisen Mayen-Koblenz und Neuwied betroffen.
Einzelne Verfahren gab es auch in Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz wurden in den vergangenen Jahren vereinzelt auch JVA-Bedienstete des Schmuggels verdächtigt: 2022 und 2023 gab es deshalb je ein Verfahren, 2024 waren es fünf und 2025 zwei, wie aus der Antwort des Justizministeriums auf die Anfrage von Natalie Cramme-Hill (Grüne) hervorgeht.
Die strafrechtlichen und disziplinarischen Verfahren gingen unterschiedlich aus. Verurteilt und aus dem Dienst entfernt wurde 2022 ein Bediensteter. Mehrere strafrechtliche Verfahren wurden eingestellt, 2024 kam es auch zu einem Freispruch, wie es in der Antwort heißt.
Nach Ansicht von Cramme-Hill, der rechtspolitischen Sprecherin der jetzt oppositionellen Grünen, wächst in den rheinland-pfälzischen Strafanstalten «ein Problem», das die Sicherheit von Bediensteten und Gefangenen gleichermaßen betreffe. «Immer häufiger gelangen Drogen und andere Gegenstände wie Mobiltelefone von außen ins Gefängnis.»
Diesem Anstieg müsse das Land wirksam begegnen, forderte Cramme-Hill. Bisher werde aber nicht statistisch erfasst, auf welchen Wegen die betreffenden Gegenstände und Substanzen überhaupt in die Anstalten gelangten, also etwa per Briefpost oder beim Freigang. «Das ist ein entscheidendes Versäumnis, denn wer Schmuggel zielgenau unterbinden will, muss seine Wege kennen.»
Allgemeine Ansätze, dem Schmuggel zu begegnen, gebe es aber bereits. «Gerade Drogen scheinen die Justizvollzugsanstalten häufig per Briefpost zu erreichen.» Das Einrichten spezieller Räume für die digitale Kommunikation der Gefangenen könnte Briefpost in vielen Fällen überflüssig machen, meint die Grünen-Politikerin. «Das würde diesen Schmuggelweg erschweren. Das ist eine große Maßnahme, die sich langfristig aber auszahlen würde, gerade mit Blick auf moderne, an das digitale Zeitalter angepasste Justizvollzugsanstalten.»
Ausbildung, Durchsuchungen, Hunde und Technik gegen Schmuggel
Die Themen Schmuggel und Korruptionsbekämpfung spielten bei der Aus- und Fortbildung der Bediensteten eine große Rolle, sagt Justizminister Martin. Dazu gehöre auch das Verbot der Annahme von Belohnungen, Geschenken und sonstigen Vorteilen.
Besucher sowie die Inhaftierten, ihre Zellen und Gegenstände würden regelmäßig durchsucht. Die Gefängnisse seien zudem durch «optisch-elektronische Einrichtungen» geschützt, vor allem um Überwürfe von Drogen oder anderen verbotenen Gegenständen auf das Anstaltsgelände zu verhindern. Die Freistundenhöfe würden deshalb auch regelmäßig überprüft. Drogen- und Datenspürhunde würden auf Anforderung eingesetzt. Auch Urinkontrollen gibt es.
Der Schmuggel von Handys könne mit Hilfe von Detektionsgeräten erkannt werden, erläutert der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Strafvollzug BSBD, Stefan Wagner. Störsender seien dafür auch hilfreich und in Rheinland-Pfalz auch schon getestet worden. Problematisch seien sie aber, wenn sie auch außerhalb der Mauern, in der Nachbarschaft der JVA, wirkten.
Störsender könnten aber noch gegen ein ganz anderes Problem helfen: Drohnen, die gezielt an Fenster gelenkt und innerhalb kürzester Zeit etwas abwerfen könnten, wie Wagner sagt.
Über Landesgrenzen hinaus beachtetes Drogendetektionsverfahren
Bei Drogen hätten es die Bediensteten mit immer neuen Substanzen zu tun, beschreibt Wagner das Problem. Der Einsatz von Drogendetektionsgeräten sei im Briefverkehr bei Neuen Psychoaktiven Stoffen (NPS) aber ein guter Weg.
Diese Drogen würden verflüssigt auf Papier oder Papierschnipseln geschmuggelt, erläuterte Wagner. «Kinderbilder werden oft dafür missbraucht.» Das beträufelte Papier werde zerschnitten, in Zigaretten gerollt und geraucht.
Die Zusammensetzung der NPS ändere sich allerdings ständig. «Wir laufen da immer einen Tick hinterher, sind aber verdammt nah dran.» Dabei sei die Datenbank des Landeskriminalamts sehr hilfreich. «Dieses Verfahren aus Rheinland-Pfalz ist international wegweisend und viel beachtet», erläutert Minister Martin.
Beim Durchsuchen der Zellen wirkten sich zwei Entwicklungen problematisch aus. «Wir sind personell an der Grenze und viele Stellen sind nicht besetzt», sagte Wagner. Und die Gefängnisse seien «rappelvoll».
AI outlook — possibilities, not facts
Das Land wird spezielle Räume für die digitale Kommunikation von Gefangenen einrichten, um den Schmuggel über Briefpost zu reduzieren.
Possible · Within months
Der Einsatz von Störsendern zur Drohnenabwehr wird in Rheinland-Pfalz weiter getestet und möglicherweise ausgeweitet.
Likely · Within weeks
In the trial before the Cologne regional court, the verdict is expected on Tuesday against a 36-year-old and her 62-year-old mother, who are charged with attempted incitement to murder. According to the indictment, in September 2025 they planned to have the daughter's husband killed during custody disputes. A restaurateur in Mallorca instead informed the husband, who then filed a complaint.

Five people died and five others were injured after an Amazon cargo plane crashed at Miami Airport. Investigators have secured the black boxes and will bring them to the NTSB for evaluation. The recovery of the bodies initially takes priority over examining the accident site.
A passenger was killed in an accident involving two cars on the L3150 near Fritzlar. The driver suffered serious injuries and the two occupants of the other car suffered minor injuries. The circumstances of the accident are still unclear.
Two drivers collided head-on on the L146 between Reinsfeld and Holzerath. The 63-year-old lost control in a left-hand bend, was trapped and taken to hospital by helicopter. Her life is still in danger due to multiple injuries. The 43-year-old is no longer in acute danger. The route was closed for six hours.

The Mannheim regional court has approved the prosecution's indictment against the singer Xavier Naidoo for sedition in one case, while five other charges were rejected due to a lack of suspicion. Naidoo is accused of spreading anti-Semitic and Holocaust-denying content on Telegram between December 2020 and April 2021.
A court in Oslo has extended the pre-trial detention of Norwegian Queen Mette-Marit's eldest son, Marius Borg Høiby, by four weeks. Høiby was sentenced to four years in prison in June for two counts of rape and plans to appeal the verdict. He remains under electronic surveillance at Gut Skaugum.