Schutzstatus in Deutschland: Asylklagen dauern wieder länger
Quick Look
- Die durchschnittliche Dauer von Asylklageverfahren beim BAMF ist im ersten Halbjahr 2025 auf 15,3 Monate gestiegen, nachdem sie in den Vorjahren gesunken war.
- In Sachsen beträgt die Wartezeit mit 20,4 Monaten am längsten, während sie in Rheinland-Pfalz nur 9,2 Monate beträgt.
- Bundesweit waren am 15.
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Why It Matters
Die durchschnittliche Dauer von Asylklageverfahren beim BAMF war von 26,5 Monaten im Jahr 2021 auf 16,7 Monate im Jahr 2024 gesunken. Für das Jahr 2024 hatte die Bundesregierung ursprünglich eine durchschnittliche Dauer von 14,3 Monaten ausgewiesen, wobei die Daten für Dezember fehlten.
Die Dauer von Klageverfahren zu Asylentscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat wieder zugenommen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Demnach dauerten sie im ersten Halbjahr dieses Jahres im Durchschnitt 15,3 Monate.
In den vergangenen Jahren war die Dauer noch zurückgegangen. Nach einer durchschnittlichen Verfahrensdauer von 26,5 Monaten im Jahr 2021 dauerten sie 2024 im Schnitt 16,7 Monate. Für das vergangene hatte die Bundesregierung eine durchschnittliche Dauer von 14,3 Monaten ausgewiesen, die Daten für Dezember lagen dabei nicht vor.
Längste Wartezeit in Sachsen
Ein Grund dafür, dass es länger dauert, ist die deutliche Zunahme der Zahl von Asylklagen. Zudem kann auch Einfluss haben, ob am jeweils zuständigen Gericht besonders viele Klagen von Menschen aus bestimmten Herkunftsländern eingehen, bei denen die Entscheidung über den Schutzstatus schwierig ist.
Darauf wies auch die Linken-Abgeordnete Clara Bünger hin. 2025 wurden demnach vermehrt Geflüchtete aus Ländern abgelehnt, in denen sich die Menschenrechtslage eher verschlechtert habe. "Das betraf etwa die Herkunftsländer Iran, Russland, Afghanistan und die Türkei", sagte sie. Etwa jeder zweite überprüfte Asylbescheid zum Herkunftsland Iran sei dann von den Gerichten korrigiert worden.
Die Zeitspanne ist dabei von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. In Sachsen ist die Verfahrensdauer mit durchschnittlich 20,4 Monaten am längsten. In Rheinland-Pfalz ist sie dagegen nur halb so lang: Hier warteten Menschen im Schnitt 9,2 Monate.
Zum Stichtag 15. August waren bundesweit 196.315 Asylklagen anhängig.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die durchschnittliche Verfahrensdauer für Asylklagen wird im zweiten Halbjahr 2025 weiter steigen, wenn die Klagezahlen weiterhin zunehmen.
Possible · Within months
Open Questions
- Wie wird die Bundesregierung auf die steigenden Verfahrensdauern reagieren?
- Welche konkreten Maßnahmen werden ergriffen, um die Wartezeiten in Sachsen zu reduzieren?
- Wie unterscheiden sich die Verfahrensdauern in anderen Bundesländern?
- Welche Auswirkungen haben die langen Verfahrensdauern auf die integrierung von Flüchtlingen?






