J.D. Vance macht den Krieg für das Midterm-Ergebnis verantwortlich, Ari Fleischer wirft der Regierung vor, den Krieg nicht konsequent genug geführt zu haben
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Nach den Midterms verloren die Republikaner die Mehrheit in beiden Kongresskammern sowie mehrere Gouverneursämter. Vizepräsident J.D. Vance macht den Iran-Krieg für die Niederlage verantwortlich, während der frühere Bush-Pressesprecher Ari Fleischer die Regierung kritisiert, den Krieg nicht konsequent genug geführt zu haben.
Nach der Wahlniederlage der Republikaner ist ein Streit über die Folgen des Iran-Kriegs entbrannt. US-Vizepräsident J.D. Vance machte auf X den Krieg für das Ergebnis verantwortlich. Der frühere Pressesprecher von Präsident George W. Bush, Ari Fleischer, widersprach entschieden: Nicht der Angriff auf den Iran sei der Fehler gewesen, sondern der anschließende Waffenstillstand.
"Herr Vizepräsident, erlauben Sie mir bitte, eine andere Perspektive darzulegen", schrieb Fleischer in seiner Entgegnung. "Das Problem war nicht der Iran-Krieg. Es war der Waffenstillstand." Wer einen Krieg beginne, müsse ihn gewinnen und beenden – "andernfalls sollte man ihn nicht beginnen".
Der Meinungsforscher habe frühere Trump-Wähler gefragt, was sie zur Rückkehr bewegen würde. Nach Vances Darstellung entfielen fast alle Antworten auf vier Forderungen: "Den Krieg beenden", "sich auf Lebenshaltungskosten und Inflation konzentrieren", "Amerika an die erste Stelle setzen" und "unser Verhältnis zu Israel verändern". Einzelheiten zur Methodik oder zur Zahl der Befragten nannte Vance in seinem Beitrag nicht.
"Es wird viele interne Auseinandersetzungen und Diskussionen darüber geben, was passiert ist und warum das so ist", schrieb Vance. "Aber der eigentliche Grund für unsere Niederlage ist fast jedem klar."
"Der Grund für unsere Niederlage ist der Krieg", schrieb der Vizepräsident. Wer diesen dennoch für richtig halte, solle offen argumentieren, dass der Verlust des Senats für die nächsten sechs Jahre ein vertretbarer Preis gewesen sei. "Ob man zustimmt oder nicht, das ist wenigstens ehrlich."
Donald Trumps Republikaner verloren bei den Midterms die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses sowie etliche Gouverneursämter in den Bundesstaaten. Dass Wähler die Zwischenwahlen für eine Abrechnung mit der Politik des jeweiligen Präsidenten nutzen, ist üblich. Doch die Demokraten erzielten auch große Erfolge in Bundesstaaten, in denen sie zuvor über Jahrzehnte nicht hatten gewinnen können.
Fleischer fordert Sturz der iranischen Führung
Fleischer, der von 2001 bis 2003 im Weißen Haus arbeitete, hielt dagegen, die Regierung habe den Krieg nicht konsequent genug geführt. "Dieser Krieg hätte vor sechs Monaten vorbei sein müssen, mit einer weit geöffneten Straße von Hormus und fließendem Öl", schrieb er. Die zweite und dritte Führungsebene des Iran hätte ausgeschaltet werden müssen. Zudem hätten die USA prowestliche Kräfte unterstützen sollen, die die Führung hätten übernehmen können.
"Wir standen an der Schwelle zu einem neuen, friedlicheren Nahen Osten – und dann haben wir gezögert", behauptete Fleischer. Die USA hätten die Chance gehabt, dem Iran nicht nur Atomwaffen zu verwehren, sondern auch "den weltweit größten Unterstützer des Terrorismus loszuwerden".
AI outlook — possibilities, not facts
Es werden weitere interne Auseinandersetzungen innerhalb der Republikanischen Partei über die Verantwortung für die Wahlniederlage stattfinden.
Very likely · Within days
Die Debatte über die US-Iran-Politik und die Führung des Iran-Kriegs wird fortgesetzt.
Likely · Within weeks
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