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BackSerena und Venus Williams erleben emotionales Doppel-Comeback bei den US Open
Serena und Venus Williams erleben emotionales Doppel-Comeback bei den US Open
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Süddeutsche Zeitung1 hour agoSports2 min readGermanyView translation

Serena und Venus Williams erleben emotionales Doppel-Comeback bei den US Open

Quick Look

  • Serena und Venus Williams traten erstmals seit vier Jahren wieder als Doppel bei den US Open an, verloren jedoch gegen Maya Joint und Chan Hao-ching.
  • Trotz der Niederlage erzeugte ihr Auftritt enorme Aufmerksamkeit, zog 23.000 Zuschauer ins Arthur Ashe Stadium und löste eine besondere Atmosphäre aus, die an frühere Erfolge erinnerte.
  • Die Schwestern vermeiden die Pressekonferenz nach dem Match, was ihren anhaltenden Ehrgeiz unterstreicht.

AI-generated summary

Why It Matters

Serena und Venus Williams hatten sich vor vier Jahren bei den US Open als Doppel verabschiedet. Serena zog sich anschließend ins Privatleben zurück, während Venus weiter auf der WTA Tour spielte. Beide haben zahlreiche Grand-Slam-Titel gewonnen und sind Ikonen des Tennis sowie Aktivistinnen für soziale Gerechtigkeit.

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Und ja, das alles waren sie zeit ihres Lebens, davon kündete ihre einmalige Vita, und jetzt, an diesem Freitagabend in New York, auch ein einzelnes Tennismatch. Es handelte sich zwar, so die drögen Fakten, nur um eine Partie in der ersten Runde im Doppelwettbewerb der Frauen bei den US Open. Aber was dann alles passierte, erzählte auch im großen Kontext viel darüber, was Persönlichkeiten mit Aura auslösen können, wenn sie an der richtigen Stelle ihres Amtes walten.

Eine Selbstverständlichkeit war es jedenfalls nicht, dass da Serena und Venus Williams zusammen eine Einheit bildeten. Vor vier Jahren hatten sie sich bei den US Open verabschiedet als Duo. Serena, 23-malige Grand-Slam-Siegerin im Einzel und eine Ikone, als Sportlerin, aber auch als Kämpferin für Frauenrechte, gegen Rassismus und Diskriminierung, zog sich daraufhin ins Privatleben zurück. Sie agierte als Geschäftsfrau, kümmerte sich um ihre Familie und ihre beiden Töchter Alexis Olympia, 8, und Adira, 2. Venus, die sieben Grand-Slam-Titel im Einzel errang, machte weiter auf der höchsten Tennis-Profiserie, der WTA Tour, sie konnte nie loslassen, bis heute nicht. Dass sie immer noch zu Einsätzen kommt, auch als 618. der Weltrangliste, liegt daran, dass sie eben Venus ist und ständig Wildcards bekommt. Turniere sagen ihr zu, dass sie in Hauptfeldern spielen darf. Ihr Name zieht.

Wenn eine Williams auf den Platz geht, löst das immer etwas aus. Und wenn gleich zwei auf den Platz gehen ...

Tennis, so konnte man das Doppel-Comeback von Serena und Venus Williams deuten, bedeutet alles für sie, sie leben diese Disziplin, die ihnen so viel gab, Erfolge, Ruhm, sozialen Aufstieg. Aber auch die US Open hatten einen gewaltigen Nutzen von dieser herrlich warmen Sommernacht im Stadtteil Queens. Es war, als würden sich alle auf einer Zeitreise befinden, die Williams-Schwestern und mit ihnen an Bord rund 23 000 Zuschauer, die zunächst etwa bedächtig mitfieberten, dann aber erwachten und eine Tennisparty wie früher erlebten. 14 Grand-Slam-Titel im Doppel gewannen die zwei Ausnahmekönnerinnen zusammen. Wenn eine Williams auf den Platz geht, löst das immer etwas aus. Und wenn gleich zwei auf den Platz gehen, kann schon mal ein Stadion wie ein Raumschiff abheben und anfangen zu vibrieren.

Dass hier etwas außerhalb der Norm stattfand, ließ sich allein schon an zwei Dingen festmachen. Ein Doppel wird eigentlich nie, nie, nie bei Grand-Slam-Turnieren auf dem Hauptplatz, dem Centre Court, angesetzt, dieser Ort bleibt der Königsdisziplin vorbehalten, dem Einzel. Nach der Partie der Williams-Schwestern war dann auch das Duell Ben Shelton gegen Denis Shapovalov angesetzt – der Amerikaner Shelton besiegte den Kanadier in vier Sätzen und erreichte damit das Achtelfinale.

Serena Williams erlebt gegen ein junge Australierin ein unschönes Wiedersehen

Und als das Doppel begann, passierte noch etwas, das komplett aus der Reihe fiel: Es wurde leiser. Die Zuschauer schauten zu, ohne permanent zu reden, zu schnacken, zu quatschen. Denn zu den Eigenheiten der US Open gehört, dass sich das Publikum verhält wie zu Hause im Wohnzimmer. Man isst und trinkt, kommt rein, geht raus, plaudert die ganze Zeit. Die Folge: Wenn 23 000 plaudern, entsteht in einem trichterartigen Kessel wie dem Arthur Ashe Stadium ein Dauerbrummen und -summen, als wären Millionen von Bienen zu hören. Und jetzt war es nicht still, wie auf dem Centre Court in Wimbledon. Aber es war zumindest leiser. So leise wie sonst noch nie bei den bisherigen Night Sessions. Die Leute schauten tatsächlich gebannt zu.

Spielerisch bekamen sie eine zu 99 Prozent perfekte Show geboten, zu vollen 100 Prozent fehlte aus amerikanischer Sicht das finale Erfolgserlebnis der beiden Hauptfiguren. Serena und Venus Williams verloren letztlich nämlich 3:6, 7:6 (6), 6:7 (7:10) gegen die Australierin Maya Joint und Chan Hao-ching aus Taiwan. Und für Serena Williams, die erst im Frühsommer ihr Comeback gegeben hatte, gab es noch eine weitere Frustbegebenheit. In Wimbledon, als sie nach vier Jahren Abstinenz und dank einer Wildcard erstmals wieder zu einem Einzel antrat, war sie auch schon an eben jener mehr als 24 Jahre jüngeren Joint in drei Sätzen gescheitert.

Aber auch ohne Sieg geriet der Abend zu einer Party, und es störte auch nicht wirklich, dass Serena doch ziemlich eingerostet wirkte bei vielen Aktionen, oft fehlten Timing und Präzision bei ihren Schlägen. Venus war die deutlich bessere der beiden. Insgesamt war das Niveau der Partie steigerungsfähig, doch darum ging es überhaupt nicht. Wann immer Serena und Venus Williams-typische Punktgewinne mit dem Vorschlaghammer aufführten, johlte die Menge. Darum ging es. Die Sitzplätze blieben auch durchgängig besetzt, und das will etwas heißen. 3:02 Stunden dauerte die Partie. Kaum einer ging hinaus und wollte das Spektakel verpassen. Als Alexander Zverev seine ersten beiden Einsätze im Arthur Ashe Stadium nachts hatte, sah es ganz anders aus.

Wie in Wimbledon: Serena Williams schwänzt die Pressekonferenz

Serena und Venus Williams werden wahrscheinlich irgendwo in der Tenniswelt wieder zu sehen sein, zuvor hatten sie nichts Gegenteiliges verlauten lassen. Zu ihren weiteren Plänen konnte sie nicht befragt werden, denn nach dem Match ließen sie mitteilen, dass sie für die obligatorische Pressekonferenz „nicht verfügbar“ seien. Schon in Wimbledon hatte Serena Williams nach ihrer Einzelniederlage den medialen Auftritt storniert.

Für die Öffentlichkeit, die natürlich gerne gewusst hätte, wie die zwei ihren Abend fanden und wie es weitergeht, war das bedauerlich. Aber die PK-Absage erzählte im Grunde genug, um zu wissen, dass Serena und Venus Williams immer noch den alten Hunger, Biss und Ehrgeiz haben. Schon als sie den Platz verließen, hatte Serena verkrampft gelächelt, als hätte sie in unreife Zitronen gebissen. Der Sister Act hat es absolut persönlich genommen, dass sie verloren. Im entscheidenden Tiebreak hatten sie gar 5:0 geführt. Für das Tennis ist ihre Überreaktion höchstwahrscheinlich eine gute Nachricht. Denn so wollen die beiden sicher nicht in Erinnerung bleiben: als Verliererinnen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Serena und Venus Williams werden in den kommenden Monaten weitere Doppel- oder Einzelmatches bestreiten.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Wann werden die Williams-Schwestern ihr nächstes Match bestreiten?
  • Plant Serena ein weiteres Einzel-Comeback?
  • Wie wird die WTA auf das anhaltende Interesse an den Williams-Schwestern reagieren?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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