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In den letzten Monaten gab es mehrere Anschläge auf Strominfrastruktur im Großraum Berlin, darunter Brandanschläge auf Starkstromleitungen im Januar 2024 und einen Anschlag auf einen Strommast im März 2024, der die Tesla-Fabrik in Grünheide betraf. Die linksextremistischen 'Vulkangruppen' bekannten sich zu einigen dieser Anschläge.
Am Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg sind Sprengvorrichtungen gefunden worden. Dort wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt.
Die Polizei teilte mit, es sei heute gegen 8.00 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. "Spuren werden gesichert", sagte die Sprecherin. Entschärfer seien vor Ort. Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung.
Eine Polizeisprecherin teilte mit, es handele sich um eine "unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung" an einer Leitung in Turnow-Preilack. Die Polizei nehme den Vorfall "sehr ernst".
Polizei widerspricht Bericht über Raketen
Das Landeskriminalamt (LKA) hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Die Sprecherin widersprach vorherigen Berichten über den Einsatz von Raketen. "Wir reden hier nicht von Raketen", erklärte sie.
Die Märkische Allgemeine hatte berichtet, Einsatzkräfte vor Ort hätten mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft. Dem Blatt liege ein Foto vor, das eine solche Vorrichtung unklarer, mutmaßlich selbstgebauter Bauart zeigen soll.
Kraftwerkbetreiber spricht von Anschlag
Das Energieunternehmen Leag, das das Kraftwerk betreibt, geht von einem Anschlag aus. Am Morgen sei ein Anschlag auf das Umspannwerk verübt worden, "über welches der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Übertragungsnetz von 50Hertz eingespeist wird", teilte ein Sprecher mit. "In der Folge kam es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk." Ein Zusammenhang werde geprüft.
Wie der Netzbetreiber 50Hertz dem rbb sagte, war die allgemeine Stromversorgung trotz des Vorfalls nicht unterbrochen. Es habe eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung gegeben, mittlerweile seien aber alle Leitungen wieder in Betrieb.
Mehrere Anschläge im Großraum Berlin
Im Januar hatten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins angezündet und kurzgeschlossen. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom.
Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten "Vulkangruppen", die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben. Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.
Weitere Informationen in Kürze.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Ermittlungen des LKA werden weitere Details zur Art und Herkunft der Sprengvorrichtungen liefern.
Very likely · Within days
Leag wird seine Sicherheitsmaßnahmen an kritischen Energieinfrastrukturen überprüfen und gegebenenfalls verstärken.
Likely · Within weeks
Es wird zu einer verstärkten polizeilichen Überwachung von Energieversorgungsanlagen im östlichen Deutschland kommen.
Possible · Within weeks
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Am Umspannwerk Turnow-Preilack in Brandenburg wurden Sprengvorrichtungen entdeckt. Die Polizei sicherte den Fundort, Entschärfer waren im Einsatz. Es besteht laut Behördenangaben aktuell keine Gefahr für die Bevölkerung.
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