
Wirtschaftsforscher und Bundeskartellamt kritisieren unvollständige Preissenkungen an Tankstellen, während die Mineralölbranche auf gestiegene Weltmarktpreise verweist.
AI-generated summary
Die Bundesregierung hat eine Steuersenkung auf Kraftstoffe eingeführt, um Verbraucher angesichts hoher Energiepreise zu entlasten. Experten untersuchen, inwieweit diese Entlastung tatsächlich an der Zapfsäule ankommt.
Tomaso Duso, Wettbewerbsexperte am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), kommt zum Schluss, dass nur rund zwei Drittel der Steuersenkung von 16,7 Cent bei den Verbrauchern angekommen sind. »Seit dem 1. Oktober sind die Preise in Deutschland im Durchschnitt um 10 bis 11 Cent je Liter stärker gesunken als in Frankreich, wo es keinen Rabatt gibt«, sagt er. Zudem habe die Weitergabe inzwischen nachgelassen: Seit dem 8. Oktober liege sie im Schnitt nur noch bei 9 Cent.
Als Ursache für die unvollständige Weitergabe vermutet Duso mangelnden Wettbewerb auf der Ebene der Raffinerien und des Großhandels. Die Steuersenkung komme zuerst dort an. »Ob sie weitergegeben wird, hängt vom Wettbewerb auf dieser Stufe ab«, sagte Duso. »Und dort gibt es deutliche Hinweise, dass der Wettbewerb schwach ist.« Das Bundeskartellamt sollte seine Untersuchungen auf der Raffinerie- und Großhandelsstufe konsequent fortführen. »Denn der dortige mangelnde Wettbewerb ist nicht nur in Zeiten des Tankrabatts ein Problem«, sagte der DIW-Ökonom.
Das Ifo kommt auf etwas höhere Weitergaben – in der Zeitspanne von 7. bis 13. Oktober bei Superbenzin der Sorte E10 13 Cent, bei E5 14,7 Cent und bei Diesel 13,5 Cent. Auch hier bleibt aber eine Lücke zu den 16,7 Cent Steuersenkung. Insbesondere am vergangenen Wochenende stellten die Münchner Wirtschaftsforscher geringe Weitergaben fest.
Auch das Bundeskartellamt sieht Defizite. »Die bisherigen Auswertungen deuten darauf hin, dass die Weitergabe der Steuersenkung schon auf Ebene der Raffinerien und des Großhandels zwar weitgehend, aber nicht ganz vollständig erfolgt ist«, sagt Präsident Andreas Mundt. »Bei Benzin ist die Lücke etwas größer als bei Diesel.« Für eine umfassende Bewertung sei es aber noch zu früh.
Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) widerspricht: »Die Steuersenkung wird von unseren Mitgliedsunternehmen, den Markentankstellen, in vollem Umfang weitergegeben«, sagt ein Sprecher. »Was beim Blick auf den reinen Tankstellenpreis oft unbeachtet bleibt: Die Weltmarktpreise für Kraftstoffe sind permanent in Bewegung. So ist der internationale Produktpreis für Benzin Super E10 seit dem 30. September um rund 5 Cent je Liter gestiegen. Das heißt, der Einkauf hat sich entsprechend verteuert.« Das spiegle sich auch in den Verbraucherpreisen wider. »Diese sind weiterhin zu jedem Zeitpunkt rund 17 Cent günstiger als ohne den Tankrabatt.«
Aktuell ist Super E10 gut drei Cent teuer als am ersten Tag des Tankrabatts. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Mittwochs kostete ein Liter laut ADAC 2,146 Euro. Diesel ist minimal billiger als am ersten Tag des Tankrabatts – am Mittwoch wurden pro Liter 2,255 Euro fällig. Beide Preise haben sich in den letzten Tagen nur relativ schwach bewegt. Am Donnerstag zeigten Daten des Spritpreisportals Tankerkönig eine gegenläufige Entwicklung: Erste Werte bis zum Mittag deuteten auf einen Anstieg bei Diesel aber sinkende Preise für Benzin hin.
Im europäischen Vergleich sind Kraftstoffe in Deutschland nach wie vor eher teuer, wie aus Daten der EU-Kommission mit Stand Montag hervorgeht. Auch mit Tankrabatt war der Durchschnittspreis für E10 der vierthöchste in der EU – deutlich hinter Dänemark, den Niederlanden und Finnland und knapp vor Frankreich. Der deutsche Dieselpreis war der sechsthöchste – deutlich hinter Finnland, Dänemark und den Niederlanden und einige Cent hinter Belgien und Frankreich.
AI outlook — possibilities, not facts
Fortführung der Untersuchungen durch das Bundeskartellamt.
Very likely · Within months

The World Economic Forum (WEF) Board of Trustees could elect Christine Lagarde as its new chair. The ECB President has not ruled out an early resignation from her position at the European Central Bank.

Ransomware attacks on German companies are increasing. In an interview, experts Michael Sjøberg and Peter Skovbo explain crisis management strategies and the critical mistakes in the first phase after an attack.

After a brief market calm, the stock markets in the USA and Asia are experiencing a second wave of sales. US chip companies and AI companies are particularly affected, with losses exceeding the $1 trillion mark within a week.

European salmon farming companies such as Lerøy, Mowi and Grieg are switching to poultry-based feeding of farmed salmon. The aim is to reduce costs, as fishmeal prices have risen sharply. The previous taboo has been relaxed due to changed EU regulations.

The Swiss Federal Court has declared the cancellation of bonuses for former Credit Suisse executives following the state-backed takeover by UBS to be legal, overturning an earlier ruling.

Thailand is investigating around 15,000 companies for alleged straw man structures to circumvent investment restrictions. So far, over 300 arrest warrants have been issued and 130 people arrested as the country simultaneously woos investors.