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Startup-Boom in Deutschland trotz mauem Konjunkturumfeld
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Tagesschau Wirtschaft2 hours agoBusiness2 min readGermanyView translation

Startup-Boom in Deutschland trotz mauem Konjunkturumfeld

Der Deutsche Startup Monitor verzeichnet Rekordwerte bei Neugründungen und Milliardenbewertungen, doch die Kapitalbeschaffung und Standortattraktivität bleiben herausfordernd.

Quick Look

  • Trotz schwacher Konjunktur erlebt Deutschland einen Rekord bei Startup-Gründungen und neuen Milliardenfirmen.
  • Laut dem 'Deutschen Startup Monitor' treiben vor allem KI und Rüstung das Wachstum, während die Kapitalbeschaffung für junge Firmen schwer bleibt.

AI-generated summary

Why It Matters

Der Deutsche Startup Monitor wird seit 2013 jährlich als Datenanalyse und Befragung von Wachstumsfirmen veröffentlicht.

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Der Gründerboom in Deutschland ist einer Studie zufolge trotz der mauen Konjunktur ungebrochen. Seit Jahresbeginn seien mehr als 3.000 Startups hinzugekommen, so viele wie noch nie. Das zeigt der "Deutsche Startup Monitor", eine Datenanalyse und Befragung von gut 1.800 Wachstumsfirmen.

Zudem sind bis Ende September zehn neue Start-ups mit einer Firmenbewertung von mindestens einer Milliarde Euro entstanden, heißt es im Bericht, der seit 2013 erscheint und der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Das seien so viele neue Milliarden-Start-ups ("Unicorns") wie seit 2021 nicht. Mit nun insgesamt 39 "Einhörnern" gebe es einen Rekordwert.

KI und Rüstung als Treiber

Dazu gehören Größen wie der Online-Broker Trade Republic, die Smartphonebank N26 und die Softwarefirma Personio. Neu dazu gekommen sind dieses Jahr unter anderem die Softwarefirma Osapiens, Neura Robotics und die Rüstungsfirma Stark Defense. "Deutschland gründet wieder - in der Breite und auf einer starken technologischen Basis", sagte Verena Pausder, Vorstandschefin des Start-up-Verbands.

Die Gründerbranche profitiert von steigenden Investitionen in Rüstungsfirmen, darunter Quantum Systems und der Drohnenbauer Helsing, die viel Geld von Investoren einwerben. Ein weiterer Wachstumstreiber ist Künstliche Intelligenz (KI). Für 53 Prozent der befragten Start-ups steht die Technologie im Zentrum des Produkts - 2024 waren es erst 39 Prozent. Zugleich erleichtert KI Gründungen deutlich.

Kapitalbeschaffung bleibt schwierig

Zwischen Januar und September sammelten deutsche Start-ups acht Milliarden Euro Wagniskapital ein, heißt es weiter. Dies sei mehr als im Gesamtjahr 2025. Halte der aktuelle Trend an, werde das Investitionsvolumen 2026 mit zwölf Milliarden Euro voraussichtlich den zweithöchsten Wert hinter dem Boomjahr 2021 erreichen.

Dennoch bleibe die Kapitalbeschaffung ein Hemmschuh, so der Verband: Junge Start-ups hätten immer häufiger Probleme, an Geldspritzen zu kommen. Etablierten Unternehmen wie Helsing und Quantum Systems sowie der Roboter-Anbieter Neura Robotics sei dies gelungen; damit kämen diese drei in den USA aber nicht unter die Top Ten der größten Finanzierungsrunden.

Auch ziehe es für einen potenziellen Börsengang die Mehrheit der Start-ups (62 Prozent) in die USA, nur 27 Prozent präferieren Deutschland. Und bei digitalen Technologien setzten 64 Prozent überwiegend oder ganz auf US-Anbieter - auch mangels europäischer Alternativen.

Deutschland als Standort wenig attraktiv

Von den rund 1.800 befragten Unternehmen bewertete denn auch nur etwa ein Drittel Deutschland als attraktiven Gründungsstandort. Das sind rund sechs Prozentpunkte weniger als im vergangenen Jahr.

Stärken sieht der Verband aber dennoch in der Verbindung mit Hochschulen. So werde jedes zweite Start-up (51 Prozent) von Forschungseinrichtungen unterstützt. Bei 59 Prozent gehe das Produkt aus neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen hervor.

Hochschulen seien die wichtigste Säule im Ökosystem, sagt Alexander Hirschfeld, Research-Experte beim Start-up-Verband. "Gemessen an der Qualität der deutschen Forschungslandschaft gründen daraus aber immer noch viel zu wenige."

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Investitionsvolumen erreicht 2026 voraussichtlich zwölf Milliarden Euro.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Wie wollen Politik und Verbände die Standortattraktivität für Start-ups verbessern?
  • Welche konkreten Maßnahmen ergreift man gegen die Abwanderung von Börsengängen in die USA?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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