
CDU- und SPD-Politiker sprechen sich für die bayerische Landtagspräsidentin aus
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Die Bundesversammlung kommt am 30. Januar 2027 in Berlin zusammen, um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu bestimmen. Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte für eine Frau als Bundespräsidentin plädiert, aber noch keinen Namen genannt. Eine Entscheidung wird Anfang kommender Woche erwartet.
Berlin/Stuttgart/München. Die Unterstützung für eine Kandidatur von Ilse Aigner als Bundespräsidentin wächst. Nach anderen einflussreichen CDU-Politikern aus den Ländern spricht sich auch Baden-Württembergs CDU-Landeschef Manuel Hagel dafür aus, die bayerische Landtagspräsidentin für das Amt des Staatsoberhauptes zu nominieren. Und auch aus der SPD kommt weiterer Zuspruch. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bezeichnet die CSU-Politikerin als „die perfekte Kandidatin“.
„Ilse Aigner hat meine volle Unterstützung als gemeinsame Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin“, sagte Hagel der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Ihr Ansehen reicht weit über die eigenen Reihen hinaus. Sie verbindet Klarheit mit Herzlichkeit. Immer auf Augenhöhe, immer empathisch.“ Er verwies auf das rauer werdende politische Klima in der Bundesrepublik. Viele Menschen hätten das Gefühl, dass etwas ins Rutschen gerate. „Gerade jetzt braucht Deutschland als Staatsoberhaupt eine Stimme, die zusammenführt.“
Die Bundesversammlung kommt am 30. Januar 2027 in Berlin zusammen, um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu bestimmen. Die CSU unterstützt eine Kandidatur von Aigner. Auch mehrere einflussreiche CDU-Politiker haben sich inzwischen offen für Aigner ausgesprochen, darunter alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten.
„Diese Unterstützung zeigt die hohe Akzeptanz für das Angebot einer Kandidatin, die gute Chancen auf ein starkes Ergebnis bereits im ersten Wahlgang hätte“, sagte CSU-Generalsekretär Martin Huber der „Rheinischen Post“. „Dies würde zugleich ein starkes Ergebnis für die demokratische Mitte bedeuten.“
Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte am Montag für eine Frau als Bundespräsidentin plädiert, aber noch keinen Namen genannt. Eine Entscheidung wird Anfang kommender Woche erwartet, wenn sich CDU-Präsidium und -Vorstand mit der Frage beschäftigen.
Offene Unterstützung für Aigner kommt nun auch von Brandenburgs Ministerpräsident Woidke. „Ilse Aigner bringt alles mit, was eine gute Bundespräsidentin ausmacht“, sagte der SPD-Politiker „Politico“. „Sie kennt die deutsche Politik aus dem Effeff. Sie ist nahbar. Sie mag Menschen, kann zuhören und man hört ihr zu.“ Wenn die CSU-Politikerin vorgeschlagen würde, würde ihn das sehr freuen.
Unionsfraktionschef Thorsten Frei rechnet damit, dass der Vorschlag von CDU und CSU für das Amt der Bundespräsidentin parteiübergreifend auf breite Zustimmung stoßen wird. „Dass Ilse Aigner eine ganz hervorragende Personalie ist, das hat sie über viele Jahrzehnte in der bayerischen und in der deutschen Politik bewiesen“, sagte der CDU-Politiker „Bild“, ohne konkret darauf einzugehen, wen die Union als gemeinsame Kandidatin aufstellen will.
Er rechne damit, dass es in wenigen Tagen einen gemeinsamen Vorschlag der Parteivorsitzenden von CDU und CSU geben werde. Er gehe davon aus, dass das ein Vorschlag sein werde, der auch über die Union hinaus „breit abgestützt ist“ und „über die Koalition mit der SPD hinaus an Akzeptanz in ganz Deutschland finden wird und dass wir am Ende eine sehr, sehr gute Bundespräsidentin bekommen werden“, sagte Frei.
Er bekräftigte zugleich, es gebe neben Aigner „natürlich auch andere, ganz ausgezeichnete Frauen, die diese Herausforderung unzweifelhaft bewältigen werden“. Der Unionsfraktionschef hatte schon vergangene Woche erklärt, er wolle sich nicht auf Aigner festlegen. „Wir haben ja Gott sei Dank einige Frauen, die dafür sehr, sehr gut geeignet sind“, sagte er Welt TV. Als Beispiele nannte er Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien und Ex-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.
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CDU und CSU legen in wenigen Tagen einen gemeinsamen Vorschlag für das Amt der Bundespräsidentin vor.
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Friedrich Merz entscheidet Anfang kommender Woche über einen Namen für die Bundespräsidentschaftskandidatur.
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