
Ein Lacher während des Ahrtal-Hochwassers schadete dem Image von Armin Laschet. Laut einer Studie hatte der Vorfall jedoch keine nennenswerten Auswirkungen auf die Bundestagswahl 2021.
Eine Studie der Universitäten Mainz und Frankfurt am Main zeigt, dass der berühmte Lacher von Armin Laschet im Ahrtal zwar zu einem Imageschaden führte, aber keinen messbaren Einfluss auf das Wahlverhalten bei der Bundestagswahl 2021 hatte.
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Im Sommer 2021 geriet der damalige Kanzlerkandidat Armin Laschet während eines Ortstermins im Hochwasser-Gebiet Ahrtal in die Kritik, weil er lachte.
Es war ein denkwürdiges Bild: Als sich Armin Laschet (CDU) nach der Ahrtalflut im Sommer 2021 einen Lacher während eines Ortstermins erlaubte, hat das dem Ruf des damaligen Kanzlerkandidaten geschadet. Einen tatsächlichen Einfluss auf das spätere Wahlverhalten konnte eine Studie allerdings nicht nachweisen . Forscherinnen und Forscher der Universitäten Mainz und Frankfurt am Main hatten die Auswirkungen des »Laschet-Lachers« untersucht.
»Bis heute hält sich die Vorstellung, dass dieser Moment Laschet möglicherweise sogar die Wahl gekostet hat«, erklärte Constantin Wurthmann von der Universität Mainz. Wählerinnen und Wähler reagierten positiv auf angemessene emotionale Reaktionen von Politikern. Das sei gut belegt, so Wurthmann. Über unangemessene Reaktionen sei bislang weniger bekannt. Zwar könnten solche Normverletzungen enorme mediale Aufmerksamkeit erzeugen, es sei aber entscheidend, »ob ein solcher Imageschaden am Ende auch das politische Verhalten der Menschen verändert.«
Dank eines Zufalls konnten die Forschenden diese Frage anhand der Laschet-Situation gut untersuchen: Zufälligerweise lief zu der Zeit bereits eine Langzeitbefragung zur Bundestagswahl 2021, mit Umfragen vor und nach dem Lacher. Deren Ergebnisse lieferten nun die Grundlage für die neue Studie und zeigten einen moderaten messbaren Imageschaden Laschets. In Bezug auf Wahlbeteiligung und Wahlentscheidung seien allerdings keine nennenswerten Auswirkungen beobachtet worden, so das Ergebnis der Studie.
»Der Schaden am Bild der Person ist real, aber begrenzt, und übersetzt sich nicht in Verhalten«, erklärte Wurthmann. Die Annahme, dass öffentliches Fehlverhalten auch entscheidend auf einen Wahlkampf einwirke, werde durch die Studie relativiert. Die Bewertung einer Person und die spätere Wahlentscheidung seien verschiedene Dinge.
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