
Attacke in der von RSF-Miliz kontrollierten Stadt Nyala. Auch Stromversorgung in mehreren Bundesstaaten nach Drohnenangriffen gestört.
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Im Sudan kämpfen seit mehr als drei Jahren die Armee und die RSF-Miliz um die Macht. Der Konflikt hat zur größten humanitären Krise weltweit geführt.
Bei einem Drohnenangriff auf einen Markt in der sudanesischen Region Darfur sind nach Angaben aus Krankenhauskreisen 21 Menschen getötet worden.
40 weitere Menschen seien bei der Attacke in der von der Miliz Rapid Support Forces (RSF) kontrollierten Stadt Nyala am Montagabend verletzt worden, sagte ein Vertreter des örtlichen Krankenhauses der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Wie viele der Opfer Kämpfer der RSF-Miliz waren, die laut einem Augenzeugen regelmäßig auf dem Markt anzutreffen sind, konnte er nicht sagen.
Mitte Oktober waren bei einem Drohnenangriff auf einen Viehmarkt in Nyala 30 Menschen getötet worden. Die RSF-Miliz machte die Armee für den Angriff verantwortlich.
In der sudanesischen Hauptstadt Khartum trafen unterdessen Drohnen der RSF-Miliz örtlichen Angaben zufolge am Dienstag ein Kraftwerk. Die Drohnen hätten ein Umspannwerk ins Visier genommen und damit die Stromversorgung in weiten Teilen der Bundesstaaten Khartum und Al-Dschasira gestört, erfuhr AFP aus Kreisen der staatlichen Stromversorgungsgesellschaft. Bereits am Dienstag hatte es Angriffe auf fünf Kraftwerke im Sudan gegeben, die zu massiven Stromausfällen in vier Bundesstaaten geführt hatten.
Im Sudan liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines ehemaligen Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit mehr als drei Jahren erbitterte Gefechte. In dem Konflikt im drittgrößten Land Afrikas wurden bislang Zehntausende Menschen getötet, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Beiden Seiten werden Kriegsverbrechen zur Last gelegt, darunter Angriffe auf Zivilisten. Insbesondere der RSF werden systematische sexuelle Gewalt und Massaker an nicht arabischen Bevölkerungsgruppen in der Region Darfur vorgeworfen.
Laut Uno hat der Konflikt zur größten humanitären Krise weltweit geführt. Im September warnte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) vor einem völligen Zusammenbruch des Gesundheitssystems.
Seit mehr als drei Jahren wird im Sudan gekämpft, gemordet und gehungert, es ist ein alles verzehrender Krieg. Die Nuba-Berge im Süden des Landes galten als einer der letzten Zufluchtsorte. Doch nun kreisen auch hier die Drohnen.

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