Tanker in der Straße von Hormus erneut angegriffen – UKMTO meldet Vorfall vor omanischer Küste
Quick Look
- Ein Tanker wurde in der Straße von Hormus vor der Küste des Omans von einem unbekannten Geschoss getroffen, wie die britische Behörde UKMTO meldete.
- Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte oder Umweltschäden.
- Der Vorfall ereignete sich zwölf Seemeilen nördlich von al-Chasab und reiht sich in eine Serie von Angriffen der iranischen Revolutionsgarden ein, während der Handel durch die Meerenge auf reduziertem Niveau bleibt.
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Why It Matters
Die Straße von Hormus ist eine kritische Meerenge für den globalen Ölhandel und steht seit Monaten im Mittelpunkt des Konflikts zwischen dem Iran und den USA sowie ihren Verbündeten. Seit Beginn des Jahres gab es wiederholte Angriffe auf Handelsschiffe, die der Iran zugeschrieben werden, während die US-Marine eine Blockade gegen iranische Häfen aufrechterhält.
Ein Tanker wurde in der Straße von Hormus vor der Küste des Omans von einem unbekannten Geschoss getroffen. Das meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) am Abend auf der Plattform X. Den Angaben nach ereignete sich der Vorfall bereits am Samstag zwölf Seemeilen nördlich der Stadt al-Chasab.
Derzeit lägen keine Berichte über Verletzte oder Umweltschäden vor, hieß es weiter. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. Die Behörden ermittelten, teilte UKMTO mit. Zuletzt hatte die Behörde einen Angriff am Dienstag auf einen Öltanker vor der omanischen Küste gemeldet.
In einer weiteren Mitteilung von UKMTO am Sonntag hieß es, dass Angriffe, Angriffsversuche und Belästigungen der iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus andauerten, darunter Drohnenüberflüge, gezielte Überwachung von Handelsschiffen und gelegentliche Funksprüche. Dies zeige, dass der Iran weiter den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Der Handelsverkehr durch die Meerenge bleibe auf einem reduzierten Niveau, wenn auch mit einem leichten Anstieg gegenüber den jüngsten Tiefständen.
Ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs stecken einem Bericht zufolge noch immer rund 400 Schiffe im Persischen Golf fest. „Während einige Schiffe und ihre Besatzungen den Persischen Golf verlassen konnten, haben bis zu 400 Schiffe mit rund 6000 Seeleuten seit Beginn des Konflikts nicht sicher abfahren können“, sagte der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation IMO, Arsenio Dominguez, laut einer Mitteilung am Freitag.
Die Organisation verifizierte seit Kriegsbeginn Ende Februar eigenen Angaben zufolge 70 Attacken auf internationale Schiffe im Persischen Golf. Dabei seien 19 Seeleute getötet worden. Die schlechte Sicherheitslage schade allen, sagte Dominguez. „Besonders bedrückend ist sie jedoch für die Tausenden unschuldigen Seeleute, die davon betroffen sind.“
Die Straße von Hormus am Persischen Golf ist ein zentraler Streitpunkt im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Vor dem Krieg war die Meerenge für den Schiffsverkehr offen. Rund ein halbes Jahr nach Beginn der ersten israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran stecken die Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts in einer Sackgasse. Der Iran fordert Zugeständnisse der US-Regierung, während Präsident Trump die Führung in Teheran mit einem „Wirtschaftskrieg“ unter Druck setzen will.
Während die iranischen Streitkräfte Reedereien mit Drohungen und Attacken zur Kooperation zwingen wollen, hält die US-Marine eine Seeblockade gegen iranische Häfen aufrecht, um Teheran den Geldhahn zuzudrehen. Laut dem für die Region zuständigen US-Kommando Centcom hat das US-Militär im Zuge der Blockade bislang 82 Handelsschiffe umgeleitet, drei außer Gefecht gesetzt und zwei geentert.
US-Präsident Donald Trump hatte jüngst behauptet, die Meerenge sei minenfrei, vollständig geöffnet und werde „zu 100 Prozent“ von den USA kontrolliert. Ein israelischer Experte mahnte jedoch zur Vorsicht. „Dass der Präsident sagt, die Straße von Hormus sei offen, bedeutet nicht, dass sie tatsächlich offen ist. Tanker nachts mit ausgeschalteten Transpondern und unter dem Schutz des US-Militärs durch die Meerenge zu bringen, ist nicht dasselbe, wie die Straße von Hormus zu kontrollieren oder den Zustand vor dem Krieg wiederherzustellen“, schrieb Danny Citrinowicz auf der Nachrichtenplattform X.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die UKMTO wird weitere Sicherheitswarnungen für Schiffe in der Straße von Hormus herausgeben.
Very likely · Within days
Der Handelsverkehr durch die Straße von Hormus wird voraussichtlich auf niedrigem Niveau bleiben, solange die Angriffe andauern.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wer war für den aktuellen Tankerangriff verantwortlich?
- Welche Art von Geschoss wurde verwendet?
- Wie wird sich der Vorfall auf den Handelsverkehr auswirken?
- Gibt es Pläne für eine internationale Reaktion auf die Angriffe?





