
AI-generated summary
Der deutsche Mobilfunkmarkt zeichnet sich durch vier Netzbetreiber aus: Telekom, Vodafone, 1&1 und Telefonica (O2). 1&1 nutzt teilweise das Netz von Vodafone, nachdem es die Zusammenarbeit mit Telefonica beendet hat. Telefonica hat einen Stellenabbau von 1100 Positionen bis Ende 2026 angekündigt.
Die Telekom, Vodafone, 1&1 und Telefonica betreiben in Deutschland eigene Mobilfunknetze. Der neue Telefonica-Deutschland-Chef hält das für "innovations- und investitionsfeindlich" und verweist ins europäische Ausland, wo es weniger Netzbetreiber gibt.
Der neue Deutschland-Chef des spanische Telekommunikationskonzerns Telefonica sieht die Struktur des deutschen Mobilfunkmarkts kritisch. In keinem anderen großen Land gebe es vier Netzbetreiber, sagte Santiago Argelich Hesse. Das Modell der Service-Provider, die Mobilfunktarife verkaufen, ohne ein eigenes Netz zu betreiben, habe sich auch nur in Deutschland erhalten. "Es wäre eine Lösung für das Problem, wenn sich der Markt auf drei Anbieter konsolidiert", sagte Deutsch-Spanier. Es brauche keine vier Mobilfunknetze. Die derzeitige, von der Politik gewollte Struktur führe zu niedrigen Preisen für die Verbraucher, sei aber innovations- und investitionsfeindlich. "Wir müssen sehen, wie wir diese ganzen Regeln und Kosten begrenzen."
Zu immer wieder aufkommenden Gerüchten, dass sich Telefonica Deutschland mit seiner Marke O2 und dem Netzbetreiber 1&1 zusammenschließen könnte, wollte sich der Manager nicht äußern. Der 1&1-Mutterkonzern United Internet hatte solche Spekulationen wiederholt zurückgewiesen.
Telefonica leidet seit Jahren darunter, dass 1&1 - bis dahin Partner des Telekommunikationskonzerns - sich als vierter Netzbetreiber in Deutschland profiliert und ansonsten das Netz des Konkurrenten Vodafone mitnutzt. Für die Orte, an denen das eigene Netz von 1&1 noch nicht fertig ist, nutzt 1&1 nicht mehr das Netz von Telefonica, sondern das von Vodafone. Die Umsätze von Telefonica Deutschland seien seither immer weiter gesunken, räumte deren Deutschland-Chef ein, der "die Wende" im kommenden Jahr anpeilt.
Mehr KI-Einsatz - weniger Personal
Argelich Hesse, der seit Jahresbeginn Nachfolger von Markus Haas als Deutschland-Chef von Telefonica ist, will sich gegen den Bedeutungsverlust mit einem Maßnahmenbündel stemmen: "Die Zukunft muss mit Wachstum verbunden sein - was nicht einfach ist, weil der Markt nicht wächst", sagte er. "Das wird kein Sprint, sondern ein Marathon. Wir werden nicht die Größten sein." Telefonica habe eine tiefe Transformation hinter sich, nun sei der Stellenabbau auf freiwilliger Basis abgeschlossen. Telefonica hatte die Streichung von 1100 Stellen bis Ende 2026 angekündigt, doch gibt es Medienberichte über eine zweite Abbau-Runde. Der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) werde sich auch auf das Personal auswirken, räumte Argelich Hesse ein.
Wachstumschancen sieht er in dem von der Telekom dominierten Geschäftskundenmarkt, in dem Telefonica in den nächsten Jahren zweistellig wachsen soll - von einer niedrigen Basis. Telefonica habe in Deutschland hier einen kleinen einstelligen Marktanteil - in Spanien und Brasilien sei man dagegen führend. Das Geschäft mit Partnern wie Alditalk, das Telefonica knapp zehn Millionen Kunden bringt, soll ausgebaut werden. Telefonica arbeite an neuen Partnerschafts-Modellen. "Wir müssen das weiterentwickeln, weg vom reinen Prepaid an der Kasse", sagte Argelich Hesse. Den Kunden sollten mehr digitale Produkte angeboten werden.
"Die Kunden sehen uns zu stark als Nur-Mobilfunk-Anbieter", sagte Argelich Hesse. O2 solle als Premium-Anbieter positioniert werden, die Discount-Marke Blau werde stark auf KI setzen. Das Jahr 2027 will Argelich Hesse nutzen, um die Partnerschaften - sowohl im Vertrieb als auch mit den Mobilfunkmasten-Betreibern - neu zu verhandeln. "2028 wird das Jahr, in dem sich die neue Strategie materialisiert", sagte er.
AI outlook — possibilities, not facts
Telefonica Deutschland wird im Jahr 2028 seine neue Strategie vollständig materialisiert haben.
Possible · Within years
Telefonica Deutschland wird im Geschäftsjahr 2027 seine Partnerschaften im Vertrieb und bei Mobilfunkmasten-Betreibern neu verhandeln.
Likely · Within years

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