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Die USA und China haben nach dem Gipfeltreffen zwischen Trump und Xi Jinping Zollsenkungen für Waren im Wert von jeweils rund 30 Milliarden Dollar vereinbart. Dies ist Teil der Bemühungen, die Handelsbeziehungen zu stabilisieren, nachdem zentrale Streitpunkte wie Exportkontrollen und Taiwan ungelöst geblieben sind.
Bei den Verhandlungen zwischen Donald Trump und Xi Jinping haben beide Länder Zollsenkungen vereinbart. Nun legen die Länder eine Liste vor, welche Produkte entlastet werden.
Spielzeug aus China: Zollerleichterung geplant. Foto: REUTERS
Peking. Die USA und China haben Einzelheiten zu einem Plan veröffentlicht, mit dem sie Zölle auf Importe im Wert von jeweils rund 30 Milliarden Dollar senken wollen. Damit bemühen sich die beiden rivalisierenden Großmächte, ihre Beziehungen nach einem Gipfeltreffen ihrer Staatschefs Donald Trump und Xi Jinping zu stabilisieren.
Die Liste für Waren, die in die USA eingeführt werden, umfasst 77 Positionen. Dazu zählen Feuerwerkskörper, Haushaltswaren, Sportausrüstung und Spielzeug, wie aus den von beiden Regierungen veröffentlichten Dokumenten hervorgeht.
Für mögliche Einfuhren nach China listeten die Regierungen 1619 Waren auf – darunter Fleisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte, Getreide, Kohle, Holz und medizinische Ausrüstung.
Die erwarteten Zollentlastungen für den bilateralen Handel im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar gehören zu den Ergebnissen des Staatsbesuchs von Xi in Washington in der vergangenen Woche. Der Betrag ist allerdings nur ein Teil des Warenhandels zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, der im vergangenen Jahr insgesamt 415 Milliarden Dollar erreichte.
Beide Seiten verlängerten ihren Handelswaffenstillstand bis Januar. Zugleich arbeiten sie an einer umfassenderen Vereinbarung, bevor Trump und Xi in diesem Jahr voraussichtlich noch zweimal zusammentreffen. Da zentrale Streitpunkte wie Exportkontrollen und Taiwan ungelöst sind, gilt der Handel mit nicht sensiblen Waren als eines der Felder, auf denen Vereinbarungen weiterhin möglich sind.
Chinesische Aktien legen deutlich zu
Die Aktien einiger chinesischer Haushaltsgerätehersteller legten nach Bekanntwerden der Zollsenkungen zu. Joyoung stieg in Shenzhen um den maximal zulässigen Satz von zehn Prozent, Bear Electric Appliance gewann zeitweise bis zu 9,5 Prozent.
China erklärte, die Zollsenkungen sollten zeitgleich in Kraft treten, sobald die nach nationalem Recht erforderlichen Verfahren abgeschlossen seien.
Interview
„China hat bei mehr Produkten die Oberhand, von denen die USA nahezu vollständig abhängig sind“
„Diese Vereinbarung wird dazu beitragen, die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und den USA weiter zu stabilisieren und günstige Bedingungen für chinesische Exporte der betreffenden Produkte in die USA zu schaffen“, erklärte das chinesische Handelsministerium.
Nach Angaben des Ministeriums sollen die Zölle für rund 90 Prozent der von der Vereinbarung erfassten Produkte auf die Meistbegünstigungssätze sinken.
Trump erwartet weitere Entlastungen von China
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer bezeichnete die ausgewählten Waren als nicht sensible Produkte, für die eine günstigere Zollbehandlung infrage komme. Die Empfehlungen würden den Zugang für US-Agrarprodukte und medizinische Geräte verbessern und zugleich Hürden für chinesische Haushaltswaren und Spielzeug senken.
„Präsident Trump eröffnet rund 30 Prozent der US-Exporte nach China einen besseren Marktzugang und entlastet zugleich Verbraucher durch Importe aus China – etwa bei Haushaltswaren, Spielzeug und anderen Produkten, die die Vereinigten Staaten üblicherweise nicht aus anderen Ländern beziehen“, sagte Greer.
+++ US-Zollpolitik +++
China und USA einigen sich auf Zollsenkungen für Waren im Wert von 30 Milliarden US-Dollar
Live-Blog
Peking erklärte, auch Kohleimporte aus den USA seien Teil des Abkommens. Das soll chinesische Käufe in den Jahren 2027 und 2028 unterstützen. Das Weiße Haus hatte zuvor mitgeteilt, China habe zugesagt, im kommenden Jahr und erneut 2028 mindestens zehn Millionen Tonnen US-Kohle abzunehmen.
Zu den Agrarprodukten, für die Zölle sinken sollen, zählen wichtige Getreidesorten wie Weizen, Mais und Sorghum.
Das könnte China dabei helfen, sein Ziel zu erreichen, bis 2028 jährlich US-Agrarprodukte im Wert von mindestens 17 Milliarden Dollar zu kaufen. Hinzu kommt die Zusage, pro Jahr 25 Millionen Tonnen Sojabohnen abzunehmen.
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Bei dem Agrarziel gab es bislang nur langsame Fortschritte: Die Trump-Regierung hatte es nach dem letzten Gipfeltreffen der Staatschefs im Mai verkündet. Händler hoffen, dass mögliche Zollsenkungen aus dem Treffen in Washington eine neue Kaufwelle auslösen.
Agrarkäufe gelten häufig als vergleichsweise leicht erzielbarer Bestandteil eines Handelsabkommens zwischen den USA und China – sie sind weniger kompliziert als sensible Themen wie Chiptechnologie oder künstliche Intelligenz. Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums soll nach dem Gipfel eine bilaterale Arbeitsgruppe für Landwirtschaft eingerichtet werden. Ihr erstes Treffen ist bis Ende 2026 geplant.
Mehr: Trump und Xi bleiben vage – Details zum Handel am Montag?
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Die Zollsenkungen treten zeitgleich in Kraft, sobald die nach nationalem Recht erforderlichen Verfahren abgeschlossen sind.
Very likely · Within weeks
Das erste Treffen der bilateralen Arbeitsgruppe für Landwirtschaft findet bis Ende 2026 statt.
Likely · Within months
China wird im kommenden Jahr und 2028 mindestens zehn Millionen Tonnen US-Kohle abnehmen.
Likely · Within years

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