Terrorverdacht: Fünf Festnahmen nahe US-Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford
Quick Look
- Fünf Männer wurden nahe der britischen RAF-Basis Fairford unter Terrorverdacht festgenommen.
- Die Polizei ermittelt wegen der Vorbereitung eines Anschlags und Sprengstoffverstößen.
- Anwohner wurden evakuiert, während Bombenentschärfer die Fahrzeuge untersuchten.
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Why It Matters
Die RAF-Basis Fairford wird von der US-Luftwaffe für Verteidigungsoperationen genutzt. Der Stützpunkt war bereits zuvor Gegenstand politischer Debatten.
Gegen fünf Männer, die außerhalb des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford festgenommen wurden, besteht laut der Nachrichtenagentur PA Terrorverdacht. Sie werden demnach der Vorbereitung eines terroristischen Anschlags verdächtigt. Außerdem wird gegen die Männer wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Sie waren festgenommen worden, nachdem der Polizei in der Nacht zum Sonntag drei verdächtige Fahrzeuge aufgefallen waren, die in Richtung des Luftwaffenstützpunkts unterwegs waren.
Die Hintergründe des Vorfalls sind bislang nicht bekannt. „Wir befinden uns in einem frühen Stadium der Ermittlungen“, sagte eine Sprecherin der britischen Anti-Terror-Polizei laut PA. Der britische Premierminister Andy Burnham werde laufend über die Lage informiert. Anwohner aus etwa 85 Haushalten in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts in Gloucestershire mussten ihre Häuser verlassen.
Erst im März hatten die US-Streitkräfte Langstreckenbomber an die RAF-Basis Fairford verlegt. Das Verteidigungsministerium in London hatte in dem Zusammenhang bestätigt, dass die USA britische Stützpunkte für „spezifische Verteidigungsoperationen“ im Iran-Krieg nutzten. Die US-Nutzung war zu Beginn des Krieges hitzig diskutiert worden.
Den Angaben zufolge erhielt die Polizei gegen 00:45 Uhr in der Nacht zum Sonntag einen Anruf wegen dreier verdächtiger Fahrzeuge, die offenbar auf dem Weg in Richtung des Luftwaffenstützpunkts Fairford waren. Die Insassen seien daraufhin festgenommen worden. Vicki Evans von der Anti-Terror-Polizei sagte, im Umkreis von 400 Metern rund um die verdächtigen Fahrzeuge sei eine Absperrung errichtet worden, während die Autos untersucht würden.
Auf Luftaufnahmen von Sky News war offenbar ein Bombenentschärfungsroboter zu sehen, der sich zwischen drei weißen Fahrzeugen bewegte. Die Hecktüren zweier dieser Fahrzeuge standen offen, und verstreut am Boden waren schwarze Gegenstände zu erkennen.
Die Nähe zum Stützpunkt in Fairford nährte Spekulationen, dass dieser das Anschlagsziel gewesen sein könnte. Dort ist das Hauptquartier des 501st Combat Support Wing und des 420th Air Base Squadron der US-Luftwaffe untergebracht.
Fairford wurde von den USA auch während des Krieges gegen den Iran genutzt. Die britische Regierung gestattete dem US-amerikanischen Militär, von dort aus iranische Raketenstellungen anzugreifen. Der Iran behauptete, von diesem Stützpunkt aus gestartete Bomber seien auch für Angriffe eingesetzt worden, die über den ursprünglichen Einsatzauftrag hinausgingen.
Ein Sprecher der US-Luftwaffe erklärte, das amerikanische und britische Personal auf dem Stützpunkt werde wachsam bleiben und geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit aller Personen auf dem Stützpunkt zu gewährleisten. „Aus Gründen der operativen Sicherheit werden wir keine Einzelheiten zu spezifischen Schutzmaßnahmen für die Streitkräfte erörtern“, so der Sprecher.
Open Questions
- Wer sind die festgenommenen Personen?
- Welches konkrete Ziel verfolgten die Verdächtigen?
- Welche Substanzen wurden in den Fahrzeugen gefunden?



