
Unternehmenschef Elon Musk kündigt das Ende der Fertigung im Werk Austin an, während der Fokus auf das Robotaxi Cybercab verlagert wird.
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Der Cybertruck wurde 2019 vorgestellt und kämpfte seitdem mit Qualitätsproblemen und schwacher Nachfrage. In Europa erhielt das Modell aufgrund von Sicherheitsbedenken keine Zulassung.
Tesla will die Produktion seines Elektro-Pickups Cybertruck im texanischen Werk Mitte 2027 einstellen. Das kündigte Unternehmenschef Elon Musk auf seiner Plattform X an. Ob der Cybertruck künftig in einer anderen Fabrik gebaut oder vollständig aus dem Angebot genommen wird, ist bislang unklar.
Allerdings gilt das Werk in Austin als einzige Tesla-Anlage, in der die speziellen Teile für das Modell gefertigt werden können. Tesla äußerte sich zunächst nicht zu der Ankündigung.
Musk bezeichnete das Produktionsende als "Ende einer Ära". Die bereits ausgelieferten Fahrzeuge würden aber noch lange auf den Straßen unterwegs sein. Zugleich lobte er den Cybertruck als das "beste Fahrzeug, das Tesla jemals gebaut hat".
Mit seinem futuristischen Design sollte der Cybertruck den etablierten Pickups von Ford und General Motors Konkurrenz machen. Vor allem auf dem US-Markt sind diese Fahrzeugtypen beliebt. Doch der Tesla-Pickup konnte sich dort nicht wie erhofft durchsetzen.
Auch die Verkaufszahlen entwickelten sich zuletzt schwach. Tesla weist die Absatzzahlen des Cybertrucks nicht gesondert aus, sondern fasst sie mit anderen Modellen zusammen. Die Kategorie "Andere Modelle" verzeichnete im dritten Quartal einen Rückgang um rund ein Drittel gegenüber dem Vorquartal auf knapp 8.300 Fahrzeuge.
Zum Vergleich: Ford verkaufte im selben Zeitraum rund 562.000 Pickups seiner F-Serie. Nach Angaben des Branchendienstes Kelley Blue Book wurden im Gesamtjahr 2025 etwa 20.000 Cybertrucks abgesetzt. Vor der Markteinführung hatte Musk noch ein jährliches Absatzziel von 250.000 Fahrzeugen genannt.
Der Produktionsstopp sei angesichts der schwachen Verkaufszahlen folgerichtig, sagte Andy Palmer, der frühere Chef des Sportwagenbauers Aston Martin. "Jeder vernünftige Autoliebhaber würde das Gleiche sagen." Auf die Bilanz von Tesla werde dies jedoch nur minimale Auswirkungen haben.
Neben der schwachen Nachfrage hatte Tesla mit Qualitätsproblemen zu kämpfen. Seit der ersten Präsentation des Fahrzeugs im Jahr 2019 musste der Konzern mehrfach Rückrufe veranlassen. Auch das ungewöhnliche Design sorgte für Kritik.
In Europa wurde der Cybertruck nicht zugelassen, weil er unter anderem die Anforderungen an den Fußgängerschutz nicht erfüllt. Grund dafür sind etwa seine spitzen Winkel und die scharfen Kanten in der Karosserie.
Die frei werdenden Kapazitäten in Texas sollen laut Musk für die Herstellung des Robotaxis Cybercab genutzt werden. Es kommt ohne Lenkrad und Pedale aus und ist Teil von Musks Plan, Tesla stärker zu einem Hersteller autonomer Fahrzeuge und von Robotern umzubauen.
Nach Musks Vorstellungen soll das Cybercab weltweit als Robotaxi zum Einsatz kommen. In Austin im US-Bundesstaat Texas befindet sich das Fahrzeug bereits im kommerziellen Probebetrieb. Allerdings ist das Projekt noch mit regulatorischen Fragen verbunden. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hat Ermittlungen gegen Tesla aufgenommen. Dabei geht es darum, ob die Fahrzeuge den geltenden gesetzlichen Vorgaben entsprechen.
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Einstellung der Cybertruck-Produktion in Texas Mitte 2027.
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