Teufelsrad trennt sich nach rassistischem Vorfall von Ansager
Ein Ansager des Münchner Oktoberfest-Fahrgeschäfts Teufelsrad hat einen Jugendlichen rassistisch beleidigt und sich über Zuwanderung geäußert. Der Betreiber zog Konsequenzen.
Quick Look
- Nach rassistischen Äußerungen eines Ansagers auf dem Münchner Oktoberfest hat sich das Fahrgeschäft Teufelsrad von dem Mitarbeiter getrennt.
- Der Mann hatte einen Jugendlichen beleidigt und fremdenfeindliche Bemerkungen gemacht.
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Why It Matters
Das Teufelsrad stand bereits vor Beginn der Wiesn wegen sexistischer Darstellungen in der Kritik.
Das Fahrgeschäft Teufelsrad hat sich von einem seiner neuen Ansager getrennt. Hintergrund ist ein Vorfall auf dem Oktoberfest am zweiten Wochenende des Volksfests, über den sich eine Besucherin des Fahrgeschäfts laut der „Abendzeitung München“ beschwert.
„Der Ansager rief die Mädchen zwischen 13 und 17 auf die Scheibe. Ein junger Mann lief mit“, zitiert die Zeitung aus der Beschwerde-Mail der Frau. „Daraufhin schrie der Ansager: Abdul, nein und Abdul, Schluss. Er hat ihn bei einem Namen genannt, der vermeintlich zu seinem Aussehen passen sollte.“ Danach habe der Ansager gesagt: „Das passiert, wenn wir das mit der Zuwanderung so weitermachen.“ Und: „Da müssen wir aufpassen, dass er nächstes Mal nicht noch seine Familie mitbringt.“
Jan Polaczy, Ehemann der Betreiberin Elisabeth Polaczy, sprach gegenüber der „Abendzeitung“ von einer „verbalen Entgleisung des Rekommandeurs“. Im nächsten Jahr werde der Sprecher nicht mehr für das Teufelsrad arbeiten. Man bedaure die „Irritation, die dadurch entstanden ist“, teilte Polaczy mit „Wir haben zwei neue Sprecher getestet, da unser altgedienter Sprecher Horst Herrmann leider verstorben ist.“
Schon vor Beginn der diesjährigen Wiesn hatte das Teufelsrad für viel Aufsehen gesorgt. Zum einen wurden die Darstellungen der Figuren über dem Eingang als sexistisch kritisiert. Als Folge wurden drei der vier Figuren umgestaltet.
Mit rund 7,4 Millionen Besuchern hat das Münchner Oktoberfest in diesem Jahr einen neuen Rekord erzielt. Nach ersten Schätzungen zog es an allen 16 Tagen bis einschließlich Sonntag so viele Gäste wie noch nie zum weltweit größten Volksfest auf die Theresienwiese, wie die Stadt München mitteilte. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 6,5 Millionen.
Open Questions
- Wird der Vorfall strafrechtlich verfolgt?

