Rechtsmediziner Klaus Püschel und Ermittler gehen Hinweisen auf mögliche Morde des Göhrde-Mörders im Raum Schwerin nach.
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Kurt-Werner Wichmann beging 1993 in der U-Haft Suizid. Die Überreste seiner Opfer Birgit Meier wurden 2017 gefunden.
Die Autoren waren beruflich mit der Aufklärung der geschilderten Verbrechen befasst. Von Emotionen dürfen sie sich nicht leiten lassen. Aber das Leid der Opfer lässt die Verfolgung der Täter zu einer Mission werden. Nach einer stundenlangen Obduktion eines missbrauchten und ermordeten Kindes beschreibt Spurenexperte Ulrich die Gefühle der beteiligen Beamten so: „Auf der Rückfahrt im Polizeiwagen spricht niemand ein einziges Wort. Jeder blickt starr aus dem Fenster. Doch in jedem von uns brennt derselbe Entschluss: Wir müssen diesen Täter finden.“
Der Göhrde-Mörder
Auch Püschel, der inzwischen eine Professur an der Medical School Hamburg hat, lassen seine alten Fälle nicht in Ruhe. Eine Mordserie bewegt ihn ganz besonders. Es geht um die Taten des sogenannten Göhrde-Mörders. Der aus Lüneburg stammende Friedhofsgärtner Kurt-Werner Wichmann - Püschel nennt ihn „KWW“ - soll im Sommer 1989 zwei Paare im Waldgebiet Göhrde und eine weitere Frau an einem anderen Tatort ermordet haben. Wichmann nahm sich 1993 in der Untersuchungshaft im Alter von 43 Jahren das Leben.
Die Ermittlungen kamen lange Zeit nicht voran. Dann stellte der Bruder der zunächst nur vermissten Frau, der ehemalige stellvertretende Hamburger Polizeipräsident Werner Sielaff, eigene Untersuchungen an, gemeinsam mit einem kleinen Team. Nach einem Hinweis wurden im Herbst 2017 unter einer Garage auf dem ehemaligen Grundstück Wichmanns die Überreste von Sielaffs Schwester Birgit Meier gefunden.
Hinweise auf weitere Taten im Raum Schwerin
Püschel ist überzeugt, dass Wichmann weitere Morde begangen hat, auch im Raum Schwerin. Schon vor der Grenzöffnung habe er sein Unwesen in der DDR getrieben. Der Rechtsmediziner berichtet, dass er nach True-Crime-Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern neue Hinweise bekommen habe. Die Fälle von vier jungen Frauen, die zwischen 1989 und 1991 ermordet wurden, seien an ihn herangetragen worden. Auch eine besonders wichtige Zeugin meldete sich. Püschel ist überzeugt, dass sie 1991 von Wichmann vergewaltigt wurde, dem Serienkiller aber entkam. Sie habe ihn auf einer polizeilichen Wahllichtbildvorlage erkannt.
Püschel und seine Mitstreiter nehmen für sich in Anspruch, es besser zu können als die offiziellen Ermittler: „Wir kennen die Skepsis von Staatsanwaltschaften und Polizeidienststellen gegenüber privaten Recherchen. Doch die Mauern des Schweigens, Angst vor der Offenlegung früherer Ermittlungsfehler oder bürokratische Bequemlichkeit dürfen nicht länger zwischen den Opfern und der Wahrheit stehen.“ Doch wie die Detektive in einem guten Krimi übermitteln sie ihre Ergebnisse kontinuierlich an die zuständigen Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften.
Ermittlungen gegen lebenden Beschuldigten
Die Polizeidirektion Lüneburg ermittelt im Zusammenhang mit der Mordserie vor über 35 Jahren gegen einen lebenden Beschuldigten. Zurzeit warteten die Ermittler auf die Ergebnisse neuer Untersuchungen, sagt Pressesprecher Laurits Penske. Geprüft werden auch mögliche Verbindungen zu weiteren Taten des Friedhofsgärtners.
Püschel und Co. wollen auch künftig keine Ruhe geben. „Wir bleiben an der Fährte, in den Archiven, im Seziersaal, im Labor und auf den Live-Bühnen der „Blutspuren“-Tour“, schreiben sie am Ende ihres Buches. Weitere Veranstaltungen bis Ende nächsten Jahres sind angekündigt. Zu seinem 50. Berufsjubiläum wird Püschel am 18. November im schleswig-holsteinischen Heide von seinen spektakulärsten Fällen berichten.
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Ergebnisse neuer polizeilicher Untersuchungen im Fall des lebenden Beschuldigten
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In Krakow, a 24-year-old Pole, armed like a commando, shot people. The perpetrator is said to have admired an extreme right-wing ideology. The first actors are already trying to use the attack politically.

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