Trump wettert gegen deutsche Energiewende – „Zwei Tage von Auslöschung entfernt“
US-Präsident behauptet bei Wahlkampfauftritt in Tennessee, die Energiewende habe Deutschland an den Rand des Untergangs gebracht
Quick Look
US-Präsident Donald Trump kritisierte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tennessee die deutsche Energiewende, drohte dem französischen Präsidenten Macron mit Zöllen und äußerte sich abfällig über den demokratischen Politiker Abdul El-Sayed.
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Why It Matters
US-Präsident Trump äußert sich regelmäßig kritisch über internationale Partner und innenpolitische Gegner im Rahmen seines Wahlkampfs.
US-Präsident Donald Trump hat auf einer Wahlkampfveranstaltung behauptet, die Energiewende habe Deutschland fast an den Rand des Untergangs gebracht. „Wir wollen keine Windmühlen. (...) Zeigen Sie mir ein Land mit grüner Energie, und ich zeige Ihnen ein bankrottes Land. Sie wissen ja, Deutschland hat es versucht. Sie waren ungefähr zwei Tage von der Auslöschung entfernt.“ („Two days from extinction“)
Trump sprach am Samstag während einer ausufernden Rede über eine Stunde lang auf einer Wahlkampfveranstaltung im US-amerikanischen Bundesstaat Tennessee.
Der französische Präsident Emmanuel Macron sei „eigentlich ein netter Typ“, sagte Trump weiter. Zugleich drohte er ihm nach eigenen Angaben in einem Telefonat mit zusätzlichen Zöllen von 250 Prozent, sollten französische Pharmaunternehmen ihre Medikamente in den USA nicht zu niedrigeren Preisen anbieten.
„Ich werde einen Zoll von 250 Prozent auf euren verdammten Wein und den ganzen Scheiß erheben, den ihr uns schickt. Ich werde einen Zoll von 250 Prozent auf euren Wein, euren Champagner und alles erheben, was ihr uns schickt, Emmanuel.“
Darüber hinaus äußerte sich der US-Präsident sehr abfällig über den muslimischen Politiker Abdul El-Sayed, der für die Demokraten bei den Senatswahlen antritt. „Ich nenne ihn Muhammad. Jemand sagte, sein Name sei nicht Muhammad, sondern Abdul. (...) Ich bin der Präsident. Ich kann ihn nennen, wie zum Teufel ich will. Für mich ist er Muhammad. Und er ist ein radikaler Dschihadist“, sagte Trump.
Am 3. November wählen die US-Wähler bei den Parlamentswahlen rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu sowie das gesamte Repräsentantenhaus in den USA. Derzeit halten Trumps Republikaner eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern. Verlieren sie auch nur eine der beiden Kammern, muss Trump mit deutlich mehr Widerstand gegen seine Politik rechnen.
Open Questions
- Werden die angedrohten Zölle tatsächlich umgesetzt?
- Wie reagiert die französische Regierung auf die Äußerungen?



