
Berichte über mögliche Umbenennung der geplanten USS 'Doris Miller' zu Ehren von Donald Trump
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Flugzeugträger der US-Navy werden traditionell nach ehemaligen US-Präsidenten benannt. Doris Miller war ein Schiffskoch, der für seinen Einsatz bei Pearl Harbor mit dem Navy Cross ausgezeichnet wurde.
In der U.S. Navy wird offenbar über die symbolträchtige Umbenennung eines in Bau befindlichen Kriegsschiffes nachgedacht. Wie der Sender CNN unter Berufung auf drei Insider innerhalb der Navy berichtet, steht der für den in Bau befindlichen Flugzeugträger der Ford-Klasse eigentlich angedachte Name USS »Doris Miller« zur Debatte.
Ein konkreter Name steht demnach noch nicht fest, zwei der drei Quellen geben jedoch an, es habe intern Gespräche über einen Namen zu Ehren Trumps gegeben. Dass ein Flugzeugträger nach einem amtierenden Präsidenten benannt wird, wäre laut CNN ein Novum.
Eine Umbenennung wäre ein hochpolitischer Schritt. Mit dem derzeitigen Namen soll der Schiffskoch Doris Miller gewürdigt werden, der durch seine Taten beim japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 Ruhm erlangt hatte.
Miller hatte während des Angriffs geholfen, Verwundete zu versorgen und auch ein Flugabwehr-Maschinengewehr bedient, ohne dafür ausgebildet worden zu sein. 1942 wurde Miller für seine Taten mit dem Navy Cross eine bedeutende Auszeichnung verliehen. Miller fiel im Alter von 24 Jahren bei einem Angriff auf den Geleitflugzeugträger Liscome Bay.
Trump kam dank Fersensporn um den Militärdienst herum
Trump hat derweil keine Verdienste im US-Militär vorzuweisen. Um eine Einberufung kam er als junger Mann Berichten zufolge ganze fünf Mal herum. Viermal gelang ihm dies wegen eines Studiums, schließlich wurde er wegen der Diagnose eines eigentlich leicht behandelbaren Fersensporns als untauglich für den Militärdienst eingestuft. So kam es, dass er im Jahr 1968 als damals 22-Jähriger – die USA befanden sich damals in einem der blutigsten Jahre des Vietnamkriegs – keinen Dienst an der Waffe leisten musste.
Die USS »Doris Miller« soll frühestens 2034 in Dienst gestellt werden, die Kiellegung noch in diesem Jahr stattfinden. Das Kriegsschiff hat eine Länge von 337 Metern, soll 41 Meter breit werden und einen Tiefgang von 12 Metern haben. Die Flugzeugträger der moderneren Gerald-R.-Ford-Klasse sollen die in die Jahre gekommenen Modelle der älteren Nimitz-Klasse schrittweise ersetzen. Die meisten US-Flugzeugträger sind nach ehemaligen US-Präsidenten benannt.
Laut CNN wird das in Bau befindliche Schiff innerhalb der Navy bereits nicht mehr als »Doris Miller« bezeichnet, stattdessen wird die Rumpfnummer CVN-81 verwendet. Zu Ehren Doris Millers soll demnach ein anderes Kriegsschiff benannt werden, auch die posthume Verleihung der Medal of Honor, der höchsten Auszeichnung im US-Militär werde erwogen. Die finale Zustimmung zu der Verleihung läge aber beim Kongress und bei Trump selbst.
Das US-Verteidigungsministerium teilte auf Anfrage von CNN mit, es gebe zu einer mutmaßlichen Umbenennung des Schiffes derzeit nichts mitzuteilen.
Weißes Haus fordert Änderungen
Das Schiff war zuletzt bereits in die Schlagzeilen geraten, weil Trump eine weitreichende technische Änderung für die USS »Doris Miller« angeordnet hatte. Die eigentlich angedachten elektromagnetischen Startsysteme für Flugzeuge auf dem Schiff sollen demnach durch klassische Dampfkatapulte ersetzt werden. In der Verfügung hatte das Weiße Haus das Schiff auch nur mit der Kennung CVN-81 bezeichnet. Die Mehrkosten für die Umrüstung werden auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt.
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