
Frankreichs Außenminister Barrot bestätigt Teilnahme an Gesprächen unter US-Vermittlung
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US-Präsident Trump kündigte ein Abkommen mit Russland an, das Europa betreffen könnte. Europäische Regierungen forderten daraufhin eine stärkere Einbindung in die Verhandlungen.
Bei den anstehenden Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland unter US-Vermittlung werden dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot zufolge doch europäische Vertreter teilnehmen. "Die Europäer werden gut vertreten sein. Frankreich wird in Abu Dhabi anwesend sein, um an diesen Gesprächen teilzunehmen", sagte Barrot in einem Interview mit dem französischen Radiosender RTL.
Zu Details äußerte er sich nicht. "Ich kann Ihnen noch nicht sagen, wer Frankreich bei dieser Gelegenheit vertreten wird", so Barrot. Der Minister erklärte, die Europäer hätten in den vergangenen Wochen ihre Stimme erhoben und den US-Vermittlern deutlich gemacht, dass keine Diskussion über die Zukunft des Kontinents an ihren Forderungen vorbeigehen könne.
In der Vergangenheit habe es ähnliche Gespräche "manchmal mit den Europäern, manchmal ohne die Europäer" gegeben, sagte Barrot weiter. "Dieses Mal werden sie teilnehmen." Frankreich werde "der Stimme Europas Gehör verschaffen, das in erster Linie betroffen ist".
Für Dienstag und Mittwoch sind im Golfemirat Abu Dhabi Gespräche von Unterhändlern Russlands und der Ukraine unter Vermittlung der USA vorgesehen. Dabei soll es um ein mögliches Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gehen. Es ist das erste Treffen in diesem Format seit Februar.
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag nach einem Treffen mit einem Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin ein "sehr großes" Abkommen mit Russland angekündigt, das nicht nur die Ukraine, sondern möglicherweise "ganz Europa" betreffen könnte.
Ein Sprecher der Bundesregierung hatte am Freitag gesagt, Verhandlungen zu Europas Sicherheit und über einen Frieden in der Ukraine seien ohne die europäische Beteiligung "nicht zielführend". Mit Blick auf die geplanten Verhandlungen in Abu Dhabi sagte er, die Bundesregierung sei mit europäischen Partnern "eng eingebunden".
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte am Freitag, ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg dürfe nicht ohne die EU-Staaten geschlossen werden. Eine Sprecherin der EU-Kommission betonte, dass es "Sache der Europäischen Union" sei, über die Belange zu entscheiden, "die ihre Sicherheit betreffen".
Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hatte am Donnerstag Europas Vorgehen bei den Ukraine-Verhandlungen kritisiert; sie forderte eine gemeinsame EU-Verhandlungsvertretung.
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Teilnahme europäischer Vertreter an den Gesprächen in Abu Dhabi.
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