
Russische Luftangriffe auf den ukrainischen Energiesektor, internationale Reaktionen auf Trumps Sanktionsaussetzung und diplomatische Gespräche prägen das Geschehen.
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Der Krieg in der Ukraine dauert seit mehreren Jahren an und betrifft zunehmend auch die Energieinfrastruktur sowie den Luftraum benachbarter Nato-Staaten.
76 Angriffe auf Energiesektor binnen einer Woche
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland massive Angriffe auf den Energiesektor seines Landes vorgeworfen, obwohl US-Präsident Donald Trump eine entsprechende Waffenruhe verkündet hatte. „Seit der Ankündigung des amerikanischen Präsidenten vor einer Woche hat Russland den Energie-, Öl- und Gassektor der Ukraine 76-mal gezielt angegriffen“, schreibt Selenskyj auf der Plattform X.
Die jüngsten Angriffe hätten Umspannwerke in den Regionen Winnyzja, Schytomyr, Chmelnyzkyj und Odessa getroffen. Die von Trump verkündete Vereinbarung über eine Feuerpause für die Energie-Infrastruktur war zuvor weder von der Regierung in Kiew noch von der in Moskau bestätigt worden. Trump hatte die Einigung vor einer Woche bekanntgegeben.
Drohnen-Alarm an Nato-Ostflanke – Flugobjekt kam offenbar über Polen
Ein unbekanntes Flugobjekt hat den Luftraum Litauens verletzt und die Streitkräfte des Nato-Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Wahrscheinlich habe es sich um eine aus dem benachbarten Polen eingedrungene Drohne gehandelt, sagte Verteidigungsminister Robertas Kaunas am Sonntag. Bewohner im Zentrum und Norden des Landes wurden aufgerufen, für etwa eine Stunde Schutzräume aufzusuchen. Der Flughafen Kaunas wurde geschlossen, Nato-Kampfflugzeuge stiegen auf. Nachdem das Objekt vom Radar verschwunden war, wurden nahe dem Dorf Juodzionys mögliche Trümmerteile gefunden. Einige hätten ein ziviles Fahrzeug getroffen, sagte Kaunas. Er schlug seinem polnischen Amtskollegen eine gemeinsame Untersuchung vor.
Polen prüft nach eigenen Angaben eine mögliche Verletzung des eigenen Luftraums durch ein nicht identifiziertes Objekt. Zugleich führte die polnische Luftwaffe wegen russischer Raketenangriffe auf die Ukraine Präventivmaßnahmen durch. Die Flughäfen Lublin und Rzeszow stellten vorübergehend den Betrieb ein. Auch Lettland warnte zeitweise vor einer „möglichen Bedrohung“ in einigen an Litauen grenzenden Regionen. In den vergangenen Monaten waren wiederholt ukrainische Drohnen in den Nato-Luftraum im Baltikum eingedrungen. Kiew hatte erklärt, russische Störsender hätten die Fluggeräte vom Kurs abgebracht. Eine Stellungnahme der Nato lag zunächst nicht vor.
Alarm wegen unbekannten Flugobjekts in Litauen und Lettland
Litauen hat die Bewohner im Zentrum und Norden des Landes wegen eines unbekannten Flugobjekts vorübergehend in die Schutzräume gerufen. Während der Luftwarnung seien Nato-Abfangjäger aufgestiegen und der Flughafen Kaunas geschlossen worden, wie die Armee und das nationale Krisenzentrum mitteilen.
Das nördliche Nachbarland Lettland gab für einige Grenzregionen wegen einer „möglichen Bedrohung“ vorübergehend ebenfalls eine Warnung heraus. In den vergangenen Monaten sind wiederholt ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Nato-Staaten eingedrungen. Der Regierung in Kiew zufolge werden sie durch russische Störsender vom Kurs abgebracht. Dies schürt Sorgen vor einer Ausweitung des russischen Krieges in der Ukraine auf das Nato-Gebiet.
Bericht: Ukraine greift Ölhafen in St. Petersburg an
Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge mit Drohnen Ziele in St. Petersburg angegriffen, darunter ein Ölterminal im Hafen und ein Rechenzentrum. Das russische Militär habe in der Region 126 ukrainische Drohnen abgewehrt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gouverneur Alexander Drosdenko. Es gebe keine Opfer. Am Ölterminal sei ein Feuer ausgebrochen, sagte der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglow. Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Im Internet verbreitete Videos, die einen großen Brand zeigen sollen, waren nicht unabhängig bestätigt.
Ukrainische Medien berichteten zudem von einem möglichen Treffer auf einer achtspurigen Brücke in St. Petersburg. Die russische Seite bestätigte dies zunächst nicht. Das beschädigte Rechenzentrum gehört laut Tass dem Internetunternehmen VK, das ein in Russland beliebtes soziales Netzwerk betreibt. Der Flughafen St. Petersburg setzte den Betrieb wegen des Angriffs zeitweise aus; Passagiere und Mitarbeiter wurden an sichere Orte gebracht. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Unterstützung gegen den russischen Angriffskrieg und greift dabei wiederholt auch Ziele weit hinter der Front in Russland an.
Russland: Fast 200 ukrainische Drohnen über Moskau abgefangen
Die russische Luftabwehr fängt nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters fast 200 ukrainische Drohnen ab. Seit Mitternacht seien 195 Drohnen auf dem Weg in die Hauptstadt zerstört worden, teilt Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Die Moskauer Flughäfen Domodedowo und Wnukowo setzen den Flugbetrieb aus. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
Trumps Aussetzung von Sanktionen: Parteiübergreifende Kritik
Demokratische und republikanische Kongressmitglieder haben die Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump verurteilt. „Mehr als unverantwortlich“, schrieb der republikanische Senator Thom Tillis auf der Plattform X. „Es ist unerhört, dass diese Regierung vor einem russischen Diktator kapituliert, der illegal in die Ukraine eingefallen ist und jeden Tag unschuldige Zivilisten niedermetzelt.“ Wenn Trump Energiepreise tatsächlich senken wolle, könne er das tun, indem er den Konflikt mit dem Iran löse – und nicht, indem er Russlands Präsidenten Wladimir Putin einen Gefallen tue.
Der republikanische Abgeordnete aus dem Repräsentantenhaus, Don Bacon, kritisierte auf X, dass Trump den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verlängere, statt ihn zu beenden. Sein Parteikollege, der Senator John Cornyn, teilte dort einen Artikel über Trumps Maßnahme und schrieb dazu: „Lindsey wäre entsetzt“. Der US-Präsident hatte vor knapp einem Monat ein Sanktionspaket gegen Russland unterzeichnet, das den Namen des im Juli gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham trägt.
Sender: Ukraine bittet Nachbarn um Getreide-Transit, Ungarn stimmt zu
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet einem Medienbericht zufolge die Nachbarländer Polen, Rumänien, die Slowakei und Ungarn wegen einer Blockade im Schwarzen Meer um den Transit von Getreidelieferungen. Das berichtet der Sender RTL unter Berufung auf den ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar. Magyar habe demnach keine Einwände, solange das Getreide lediglich durch Ungarn hindurch transportiert werde. Selenskyj zufolge würde der Transport von Mais in versiegelten Güterwaggons nach Westeuropa der Ukraine helfen. Hintergrund dieser Maßnahme könnte sein, dass die Länder verhindern wollen, dass sehr günstiges Getreide aus ukrainischer Produktion auf den Märkten der Transit-Länder landet und dadurch die einheimischen Bauern unter Preisdruck setzt.
Selenskyj: Dreiertreffen mit USA und Russland im Dezember möglich
Ein trilaterales Treffen zwischen der Ukraine, den USA und Russland könnte nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim G20-Gipfel im Dezember in den USA stattfinden. Auch ein Treffen in einem Land im Nahen Osten oder in Europa sei denkbar, sagt Selenskyj. Bislang gebe es jedoch weder von den USA noch von Russland eine Bestätigung dafür. Selenskyj erklärt zudem, dass sich Friedensunterhandler der Ukraine und der USA möglicherweise in der kommenden Woche treffen. Die ukrainischen Vertreter hätten dazu am Freitag mit dem US-Team gesprochen. Europa benötige zudem einen eigenen Verhandlungskanal für Gespräche mit Russland.
Selenskyj: Starlink-Drosselung behindert ukrainische Drohnenabwehr
Die Ukraine kann nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Abfangsysteme gegen russische Drohnenangriffe wegen Einschränkungen beim Satelliten-Internetdienst Starlink nicht einsetzen. Die Regierung in Kiew erörtere das Problem mit US-Vertretern, teilt Selenskyj mit. Den ukrainischen Behörden sei erklärt worden, dass die Einschränkungen auf technische Probleme zurückzuführen seien. Bei Tests auf dem Gebiet der Europäischen Union habe das System dagegen mit höheren Geschwindigkeiten funktioniert.
Selenskyj: Schwere russische Angriffe auf Energieanlagen
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Nacht mehr als 15 ukrainische Energieanlagen im Westen und im Zentrum des Landes angegriffen. Die russische Armee habe ihre Kampagne gegen das Energiesystem ausgeweitet und versuche, die ukrainischen Reserven und Reparaturkapazitäten so weit wie möglich zu strapazieren, teilt Selenskyj auf dem Kurzmititätsdienst Telegram mit.
Der russische Präsident Wladimir Putin weist unterdessen die Regierung an, ein Programm zur Reparatur von Handels- und Logistikinfrastruktur auf den Weg zu bringen, die bei ukrainischen Angriffen beschädigt wurde. Dies meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf den Kreml.
Russland meldet Angriffe auf ukrainische Infrastruktur
Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht großflächig ukrainische Infrastrukturziele angegriffen. Darunter befinde sich das größte Stahlwerk des Landes in Krywyj Rih, das dem Konzern ArcelorMittal gehört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Anlage hat ihren Betrieb nach einer Reihe russischer Raketenangriffe seit September eingestellt.
Zudem seien ein Umspannwerk in Schytomyr, ein weiteres Stahlwerk in Saporischschja sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen worden. Letzteres habe Militärgüter für den Hafen von Odessa geladen. Unterdessen wurde bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Region Belgorod eine Frau getötet, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Rettungskräfte meldet.
Entwicklungsministerin: Brauchen bei Ukraine-Hilfen Ausnahme von Schuldenbremse
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan fordert erneut eine Ausnahme von der Schuldenbremse zur Finanzierung deutscher Ukraine-Hilfen. Ein großer Teil der zivilen Unterstützung für die Ukraine stamme aus dem Entwicklungsetat, sagte die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Bangkok. Angesichts von Haushaltskürzungen sei das bisherige Niveau der Hilfe jedoch gefährdet.
Der Vorschlag wird von Außenminister Wadephul unterstützt. Andere Unions-Politiker lehnen ihn jedoch ab, da sie keine weiteren Ausnahmen von der Schuldenbremse wollen, wie sie vor allem für Verteidigungsausgaben bestehen.
Ukraine: Ein Toter bei russischem Luftangriff auf Cherson
Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Stadt Cherson ist Behördenangaben zufolge ein Mensch getötet worden. Dabei handele es sich um den Fahrer eines Rettungswagens, teilt der Gouverneur der Region, Oleksandr Prokudin, auf Telegram mit. Weitere 19 Personen seien verletzt worden, darunter auch ein Kind.
Trump setzt per Dekret Teile der Russland-Sanktionen aus
US-Präsident Donald Trump hat Sanktionen und Zölle gegen Russland wenige Tage vor deren Inkrafttreten per Dekret ausgesetzt. Dies liege im nationalen Interesse der USA, erklärte Trump in der am Freitag (Ortszeit) vom Weißen Haus veröffentlichten Verfügung. Die Maßnahmen sind Teil eines Gesetzes, das Trump Mitte September unterzeichnet hatte.
Es sieht unter anderem Strafzölle auf russische Waren sowie Strafen für den Kauf von russischem Öl und Gas vor. Die Aussetzung solle so lange in Kraft bleiben, bis Trump oder hochrangige Regierungsvertreter entscheiden, dass weitere Schritte angemessen seien. Das US-Gesetz erlaubt es dem Präsidenten, die Sanktionen auszusetzen, indem er den Kongress über seine Entscheidung informiert.
Putin sagt Papst Kooperation bei Hilfe für Oleschky zu
Papst Leo hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat um Hilfe für die notleidende Bevölkerung der umkämpften Stadt Oleschky in der Südukraine gebeten. Putin habe zugesagt, bei der Lieferung von Hilfsgütern in die von Russland kontrollierte Stadt zu kooperieren, teilte der Kreml am Freitag mit.
Einer vom Papst erbetenen Waffenruhe, um eine Lieferung von Hilfsgütern und Lebensmitteln zu ermöglichen, stimmte der Kreml seiner Mitteilung zufolge jedoch nicht zu. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig vor, die Versorgung der Stadt zu blockieren, die die ukrainischen Streitkräfte zurückerobern wollen.
Trump: US-Regierung und Musk nicht für Starlink-Ausfälle in Ukraine verantwortlich
US-Präsident Donald Trump hat eine Verantwortung seiner Regierung oder des Tech-Unternehmers Elon Musk für den eingeschränkten Zugriff der Ukraine auf das Satelliten-Netzwerk Starlink bestritten. Weder er noch Musk seien dafür verantwortlich, dass die Ukraine den vollen Zugriff eingebüßt habe, sagte Trump am Freitag vor Journalisten am Weißen Haus. Eventuelle Einschränkungen beim Zugriff auf das Starshield-System seien nicht von den USA verhängt worden.
Trump erklärte zudem, er habe ein gutes Verhältnis zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Allerdings hatte Trump kürzlich den Druck auf Selenskyj erhöht und in einem TV-Interview gesagt, er sei kein großer Fan von ihm. Er finde den Umgang mit Selenskyj schwieriger als mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Russland: Beraten über weitere Projekte mit den USA
Nach dem kürzlich abgeschlossenen Diesel-Abkommen berät Russland nach eigenen Angaben mit den USA über weitere gemeinsame Projekte. Trotz der US-Sanktionen prüften beide Seiten weitere Formen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, erklärte der russische Investitionsbeauftragte Kirill Dmitrijew am Freitag auf einer Energiekonferenz in Moskau.
Unter anderem würden gemeinsame Projekte im Bereich russischer und US-amerikanischer Rechenzentren erörtert. Dabei gehe es auch um den Einsatz „kleiner Kernkraftwerke“, um den steigenden Strombedarf dieser Anlagen zu decken. Weitere Details nannte Dmitrijew nicht.
Russland schafft „Sicherheitszone“ in der Ukraine
Russland will nach den Worten von Präsident Wladimir Putin eine „Sicherheitszone“ in der Ukraine entlang der gemeinsamen Grenze schaffen. Diese sei bei künftigen Gesprächen mit Kiew nicht verhandelbar, sagt Putin. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf das Eindringen ukrainischer Truppen in die westrussische Region Kursk. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zufolge soll die Zone 660 Kilometer lang sein. 70 Prozent davon seien bereits unter russischer Kontrolle.
Papst fordert Putin zu Waffenstillstand in Ukraine auf
Papst Leo XIV. hat Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Telefonat zu einem Waffenstillstand im Süden der Ukraine aufgefordert. Das Oberhaupt der katholischen Kirche habe seine „tiefe Besorgnis“ über die humanitäre Lage in der abgeriegelten Frontstadt Oleschky in der Re
AI outlook — possibilities, not facts
Mögliches trilaterales Treffen im Dezember
Possible · Within months

After the failure of the FCAS project, Airbus arms chief Michael Schöllhorn is wrestling with the future of European fighter jet and drone production. He calls for a strong role for Germany in alternative projects such as GCAP or cooperation with Sweden and warns against too many US F-35 jets.

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