+++ Ukraine-Krieg +++: Selenskyj meldet schwere russische Angriffe auf Energieanlagen
Präsident Selenskyj warnt vor Fluchtbewegungen, während Russland Vermögenswerte europäischer Firmen unter staatliche Kontrolle stellt.
Quick Look
- Präsident Selenskyj bittet Nachbarländer um Getreidetransit und warnt vor Massenflucht bei Niederlage.
- Russland intensiviert Angriffe auf ukrainische Energieanlagen und übernimmt die Kontrolle über Vermögenswerte westlicher Unternehmen.
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Why It Matters
Der anhaltende Krieg in der Ukraine führt zu massiven Schäden an der Energieinfrastruktur und belastet die diplomatischen Beziehungen zwischen den beteiligten Akteuren.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet einem Medienbericht zufolge die Nachbarländer Polen, Rumänien, die Slowakei und Ungarn wegen einer Blockade im Schwarzen Meer um den Transit von Getreidelieferungen. Das berichtet der Sender RTL unter Berufung auf den ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar. Magyar habe demnach keine Einwände, solange das Getreide lediglich durch Ungarn hindurch transportiert werde. Selenskyj zufolge würde der Transport von Mais in versiegelten Güterwaggons nach Westeuropa der Ukraine helfen.
Ein trilaterales Treffen zwischen der Ukraine, den USA und Russland könnte nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim G20-Gipfel im Dezember in den USA stattfinden. Auch ein Treffen in einem Land im Nahen Osten oder in Europa sei denkbar, sagt Selenskyj. Bislang gebe es jedoch weder von den USA noch von Russland eine Bestätigung dafür.
Die Ukraine kann nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Abfangsysteme gegen russische Drohnenangriffe wegen Einschränkungen beim Satelliten-Internetdienst Starlink nicht einsetzen. Die Regierung in Kiew erörtere das Problem mit US-Vertretern, teilt Selenskyj mit. Den ukrainischen Behörden sei erklärt worden, dass die Einschränkungen auf technische Probleme zurückzuführen seien.
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Nacht mehr als 15 ukrainische Energieanlagen im Westen und im Zentrum des Landes angegriffen. Die russische Armee habe ihre Kampagne gegen das Energiesystem ausgeweitet und versuche, die ukrainischen Reserven und Reparaturkapazitäten so weit wie möglich zu strapazieren.
Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht großflächig ukrainische Infrastrukturziele angegriffen. Darunter befinde sich das größte Stahlwerk des Landes in Krywyj Rih, das dem Konzern ArcelorMittal gehört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Zudem seien ein Umspannwerk in Schytomyr, ein weiteres Stahlwerk in Saporischschja sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen worden.
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan fordert erneut eine Ausnahme von der Schuldenbremse zur Finanzierung deutscher Ukraine-Hilfen. Ein großer Teil der zivilen Unterstützung für die Ukraine stamme aus dem Entwicklungsetat, sagte die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur Reuters.
Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Stadt Cherson ist Behördenangaben zufolge ein Mensch getötet worden. Dabei handele es sich um den Fahrer eines Rettungswagens, teilt der Gouverneur der Region, Oleksandr Prokudin, auf Telegram mit. Weitere 19 Personen seien verletzt worden, darunter auch ein Kind.
US-Präsident Donald Trump hat Sanktionen und Zölle gegen Russland wenige Tage vor deren Inkrafttreten per Dekret ausgesetzt. Dies liege im nationalen Interesse der USA, erklärte Trump in der am Freitag vom Weißen Haus veröffentlichten Verfügung.
Papst Leo hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat um Hilfe für die notleidende Bevölkerung der umkämpften Stadt Oleschky in der Südukraine gebeten. Putin habe zugesagt, bei der Lieferung von Hilfsgütern in die von Russland kontrollierte Stadt zu kooperieren.
US-Präsident Donald Trump hat eine Verantwortung seiner Regierung oder des Tech-Unternehmers Elon Musk für den eingeschränkten Zugriff der Ukraine auf das Satelliten-Netzwerk Starlink bestritten. Weder er noch Musk seien dafür verantwortlich, dass die Ukraine den vollen Zugriff eingebüßt habe, sagte Trump am Freitag.
Nach dem kürzlich abgeschlossenen Diesel-Abkommen berät Russland nach eigenen Angaben mit den USA über weitere gemeinsame Projekte. Trotz der US-Sanktionen prüften beide Seiten weitere Formen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, erklärte der russische Investitionsbeauftragte Kirill Dmitrijew am Freitag auf einer Energiekonferenz in Moskau.
Russland will nach den Worten von Präsident Wladimir Putin eine „Sicherheitszone“ in der Ukraine entlang der gemeinsamen Grenze schaffen. Diese sei bei künftigen Gesprächen mit Kiew nicht verhandelbar, sagt Putin. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf das Eindringen ukrainischer Truppen in die westrussische Region Kursk.
Russland hat als Reaktion auf die europäische Unterstützung der Ukraine die Kontrolle über die lokalen Vermögenswerte von vier Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Schweden und Belgien übernommen. Ein entsprechendes Dekret von Präsident Wladimir Putin wurde am Donnerstag veröffentlicht.
Die Ukraine braucht für den Abwehrkampf gegen Russland im kommenden Jahr nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj 2027 mindestens 70 Milliarden Euro von den Europäern. „Der Krieg wird nächstes Jahr 155 Milliarden Euro kosten“, schreibt er auf der Plattform X.
Die Ukraine hat trotz verstärkter russischer Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur die größten Gasreserven seit sechs Jahren für den Winter aufgebaut. Der staatliche Energiekonzern Naftogaz habe die Vorräte in den unterirdischen Speichern auf 16 Milliarden Kubikmeter erhöht, sagte der kommissarische Konzernchef Serhij Fedorenko.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Verschärfung der Energiekrise in der Ukraine im Winter
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Open Questions
- Wie reagiert die EU auf die Enteignungen europäischer Firmen?
- Wird der G20-Gipfel tatsächlich ein trilaterales Treffen ermöglichen?






