+++ Ukraine-Krieg +++: Trump-Gesandte reisen laut Insidern zu Ukraine-Gesprächen nach Norwegen
Spannungen zwischen Kiew und Washington sowie neue russische Angriffe prägen den Ukraine-Krieg
Quick Look
- Der Kreml hofft auf ein Treffen zwischen Putin und US-Sondergesandtem Witkoff.
- Unterdessen beklagt die Ukraine schwere russische Angriffe mit Toten sowie gezügelte US-Militärunterstützung, während Südkorea Personal aus Kiew abzieht.
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Why It Matters
Die Ukraine verteidigt sich seit viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion. Die Beziehungen zum Verbündeten USA stehen unter Druck.
Henning Ott
Kreml hofft auf baldiges Treffen von Putin und US-Sondergesandtem Witkoff
Der Kreml hofft auf ein baldiges Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in Russland, um über den Friedensprozess für die Ukraine zu beraten. Witkoff könne Putin dabei über die Positionen der Ukraine und der Europäer informieren, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Witkoff wird in Oslo zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie Vertretern der europäischen E4-Gruppe (Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen), der EU und der Nato erwartet. US-Medien zufolge könnte ein Treffen zwischen Witkoff und Putin am Mittwoch in Sankt Petersburg stattfinden.
Anna Lena Stahl
Ukraine meldet Tote bei Angriffen auf Butscha und andere Orte
Russische Raketen- und Drohnenangriffe auf die Gegend um Kiew haben nach Polizeiangaben mindestens vier Menschen getötet. Weitere 27 seien verletzt worden, unter ihnen Kinder, teilte die Polizei am Dienstag mit. In Teilen der Region Odessa sei nach Angriffen der Strom ausgefallen, sagte der Chef der dortigen Militärverwaltung Oleh Kiper.
Südlich von Kiew wurden im Bezirk Obuchiw laut Polizei drei Menschen getötet und sechs verletzt. Außerdem seien Lagerhäuser beschädigt worden. Im Bezirk Butscha kam eine Frau ums Leben und 21 Menschen erlitten Verletzungen, darunter acht Kinder. Die Polizei berichtete von Hunderten beschädigten Gebäuden.
Lara Dehari
Streit um nordkoreanische Gefangene – Südkorea zieht Teil des Botschaftspersonals ab
Südkorea zieht wegen eines Streits über nordkoreanische Kriegsgefangene weiteres Botschaftspersonal aus der Ukraine ab. Das Außenministerium in Seoul wirft der Regierung in Kiew mangelnde Kooperationsbereitschaft vor. Hintergrund ist die Erklärung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor den Vereinten Nationen, dass die Ukraine zwei gefangene nordkoreanische Soldaten an Südkorea übergeben habe. Seoul sieht darin einen Verstoß gegen eine Vertraulichkeitsvereinbarung zum Schutz der Soldaten und deren Familien in Nordkorea.
Wie viele Beschäftigte abgezogen werden, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Seoul, Park Dusun, nicht. Der Geschäftsträger und wichtige Mitarbeiter würden in Kiew bleiben, fügte er hinzu. Südkorea habe seine Forderungen übermittelt, halte den Kontakt aufrecht und suche eine einvernehmliche Lösung. „Jetzt ist es an der ukrainischen Seite, darauf zu antworten oder geeignete Schritte zu unternehmen“, sagte Park.
Lara Dehari
Finnlands Präsident Stubb trifft Selenskyj nach eigenen Angaben in Norwegen
Finnlands Präsident Alexander Stubb trifft sich nach eigenen Angaben am Dienstag in Norwegen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Störe. Bei den Gesprächen soll es um den Ukraine-Krieg gehen, teilt Stubb mit.
Sabrina Frangos
Trump: Haben der Ukraine viel gegeben – und sie uns nichts
US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine fehlende Gegenleistungen für die Unterstützung der USA vorgeworfen. „Wir haben der Ukraine viel gegeben – sie hat uns nichts gegeben. Vergessen Sie das nicht“, sagte er in Washington. Derweil berichtete das Portal „Axios“, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklage, dass Washington Waffenlieferungen zurückhalte.
Den Vorwurf soll er bei einem virtuellen Treffen mit US-Senatoren beider Parteien geäußert haben. Selenskyj zufolge genehmige Verteidigungsminister Pete Hegseth die Lieferung von Patriot- und weiterer Luftabwehr-Raketen nicht, obwohl Nato-Staaten diese bereits bezahlt hätten, berichtete „Axios“ unter Verweis auf ein Transkript der Besprechung. „All das deutet darauf hin, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, die Unterstützung für uns zurückzufahren“, sagte Selenskyj demnach.
Sabrina Frangos
Insider: Trump-Gesandte reisen zu Ukraine-Gesprächen nach Norwegen
Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der Nahost-Gesandter Steve Witkoff reisen Insidern zufolge in dieser Woche zu einer neuen Verhandlungsrunde über ein Ende des Krieges in der Ukraine nach Norwegen. Zwei der drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen sagten, sie erwarteten auch die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Zeitplan sei jedoch vorläufig und könne sich noch ändern. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Die Gespräche finden vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen Washington und Kiew statt. Die Ukraine wirft der US-Regierung vor, die Geschwindigkeit ihres militärischen Satellitensystems Starshield gedrosselt, den Austausch von Geheimdienstinformationen eingeschränkt und die Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen verzögert zu haben. „All dies deutet darauf hin, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, die Unterstützung für uns zu verlangsamen“, sagte Selenskyj in einer am Montag veröffentlichten Videobotschaft. Trump warf Selenskyj seinerseits vor, Friedensgespräche mit Russland zu verweigern. Der ukrainische Staatschef solle vielleicht „jemand anderen verhandeln lassen“, sagte Trump am Montag.
Sabrina Frangos
Vitali Klitschko: Wir werden nie kapitulieren
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat mit eindringlichen Worten an die Solidarität in Europa im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine appelliert. „Wir wollen nie wieder Krieg in Europa. Frieden braucht unsere gemeinsame Verantwortung. Freiheit braucht Menschen, die füreinander einstehen“, sagte Klitschko (55) in einer Videobotschaft bei einer Preisverleihung in Berlin.
Ursprünglich hatte er vor, seine Auszeichnung, den European Future Award, in Berlin persönlich entgegenzunehmen, wie er weiter sagte. Doch die Situation in Kiew habe sich dramatisch zugespitzt, so dass er vor Ort bleiben müsse. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion.
Sabrina Frangos
Selenskyj: US-Entscheidungen im Krieg „schwer zu erklären“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert Entscheidungen der USA im Krieg gegen Russland. Verzögerungen bei Waffenlieferungen und Einschränkungen beim Austausch von Geheimdienstinformationen seien „unter Freunden schwer zu erklären“, sagt er bei einem Treffen mit einer US-Kongressdelegation. In einem Video auf Telegram beklagt er zudem fehlende Erklärungen für die eingeschränkte Nutzung des Satellitennetzwerks Starshield. Darüber hinaus habe die Ukraine zuletzt dreimal keine Warnungen vor russischen Angriffen von ihren Partnern erhalten. Das Pentagon verzögere außerdem die Lieferung bereits bezahlter Raketen. „All dies deutet darauf hin, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, die Unterstützung für uns zu drosseln“, sagt Selenskyj.
Sabrina Frangos
Trump: Selenskyj sollte Verhandlungen anderen überlassen
Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump sollte anstelle des ukrainischen Staatsoberhaupts Wolodymyr Selenskyj jemand anderes die Friedensverhandlungen mit Russland führen. „Vielleicht ist es für Selenskyj an der Zeit, jemand anderen verhandeln zu lassen“, sagt Trump vor Journalisten. Er hatte im Oktober eine Ablösung des ukrainischen Staatschefs gefordert. Russland verhalte sich mit Blick auf die Ukraine „in Ordnung“ und mache „nicht viel“, fügt Trump hinzu. Die USA stellten der Regierung in Kiew weiterhin Geheimdienstinformationen zur Verfügung.
Julie Leduc
Bulgarien: Haftbefehl gegen zwei Deutsche wegen Brandstiftung an Starlink-Antennen
Ein bulgarisches Gericht genehmigt den Erlass eines europäischen Haftbefehls gegen zwei deutsche Staatsbürger. Ihnen wird vorgeworfen, Starlink-Antennen von SpaceX nahe Sofia angezündet zu haben, teilt das Gericht der Nachrichtenagentur Reuters mit. Der Staatsanwaltschaft zufolge reisten die beiden am 9. Oktober von Serbien nach Bulgarien ein und setzten die Antennen auf dem Gelände der Plana-Teleport-Anlage südlich der Hauptstadt in Brand, bevor sie zurückkehrten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen der staatlichen Nachrichtenagentur BTA zufolge drei bis zwölf Jahre Haft. Die Ukraine nutzt Starlink-Terminals intensiv. Andere Länder machen Saboteure mit Verbindungen zu Russland für ähnliche Brandstiftungen verantwortlich. Die Regierung in Moskau weist solche Vorwürfe als unbegründet und als Folge antirussischer Hysterie zurück.
Henning Ott
Rubio: Gab keine Unterbrechung von Informationsaustausch mit Ukraine
US-Außenminister Marco Rubio hat Anschuldigungen aus der Ukraine über zurückgehaltene Informationen zurückgewiesen. „Es gab keine Unterbrechung“, sagte er vor Reportern in Usbekistan und zeigte sich vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj irritiert.
Selenskyj hatte heute beklagt, abermals nicht von den Partnern seines Landes vor russischen Angriffen vorgewarnt worden zu sein. Rubio zeigte sich darüber unwissend. Zugleich sagte er, es habe „vor einigen Nächten ein Softwareproblem“ beim ukrainischen Frühwarnsystem gegeben.
Allerdings schwächte die ukrainische Luftwaffe Selenskyjs Kritik wenig später ab. Luftwaffensprecher Jurij Ihnat erklärte im örtlichen Nachrichtenfernsehen, dass in der Nacht keine rechtzeitige Warnung vor der ersten Welle ballistischer Raketen erfolgt sei. Demnach gab es jedoch vor der zweiten Angriffswelle eine Information von den Verbündeten. Dies sei bereits mehrfach der Fall gewesen.
Alisa Swoboda
Kiew: Gipfel von USA, Russland und China würde Krieg verlängern
Ein Gipfeltreffen zwischen Russland, China und den USA würde den russischen Präsidenten Wladimir Putin dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha zufolge zu einer Verlängerung des Krieges ermutigen. Kiew setze stattdessen auf ein trilaterales Treffen mit den USA und Russland, um den Krieg auf diplomatischem Weg zu beenden.
Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge schlägt Putin für den kommenden Monat einen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping vor. Dabei wolle der russische Präsident über ein Ende des Krieges zu Bedingungen verhandeln, die Moskau begünstigen.
Henning Ott
Litauen will kritische Infrastruktur stärker schützen
Litauen verstärkt nach Angaben seines Ministerpräsidenten die Sicherheitsvorkehrungen an kritischer Infrastruktur. Auslöser ist ein versuchter Brandanschlag auf eine Starlink-Basisstation am Rande der Hauptstadt Vilnius. Die Behörden werten den Vorfall als Sabotageakt, der mit Russland in Verbindung steht.
Alisa Swoboda
Selenskyj: Keine Frühwarnung vor neuen Angriffen
Nach erneuten russischen Angriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt, abermals nicht von den Partnern seines Landes vorgewarnt worden zu sein. Erst am Vortag hatte Selenskyj in einem Interview erklärt, dass Washington inzwischen wieder Aufklärungsergebnisse mit Kiew teile. Eine Zeit lang seien die Frühwarndaten für den Start ballistischer Raketen ausgefallen.
Russland habe erneut Energieanlagen und Infrastruktur in mehreren Regionen im ganzen Land attackiert, schrieb Selenskyj nun in sozialen Medien. Mindestens 550.000 Familien seien ohne Strom. Moskau habe 16 ballistische Raketen eingesetzt bei einem Angriff auf die Hauptstadt Kiew und ihr Umland. Auch andere Regionen wurden demnach mit mehr als 200 Drohnen attackiert. Selenskyj sprach von Opfern. Behördenangaben zufolge kam in Kiew mindestens eine 21-Jährige ums Leben. Acht weitere Menschen wurden demnach verletzt.
Alisa Swoboda
Russischer Finanzminister zu Vize-Ministerpräsident befördert
In Russland steht Agenturberichten zufolge eine Regierungsumbildung an. Präsident Wladimir Putin habe die von Ministerpräsident Michail Mischustin vorgeschlagene Maßnahme gebilligt, melden Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Kreml.
Kern der vergleichsweise kleinen Regierungsumbildung in Russland ist die Beförderung von Finanzminister Anton Siluanow. Er wird zusätzlich zu seinem seit 2011 gehaltenen Amt auch einer von mehreren Vize-Ministerpräsidenten. Der Kreml teilt mit, Präsident Wladimir Putin habe die offiziell von Ministerpräsident Michail Mischustin vorgeschlagene Personalie gebilligt. Russland sucht derzeit angesichts eines steigenden Haushaltsdefizits nach neuen Einnahmequellen. Die Kabinettsumbildung folgt auf die Parlamentswahlen im September, bei denen die Abgeordneten der Staatsduma neu gewählt wurden.
Alisa Swoboda
Russland: Frachter mit Militärladung bei Odessa angegriffen
Russland hat nach eigenen Angaben erneut ein Schiff im Schwarzen Meer attackiert. Der Angriff habe einem Frachter mit Militärgütern an Bord gegolten, teilt das Verteidigungsministerium mit. Das Schiff habe sich südwestlich der Hafenstadt Odessa befunden.
Alisa Swoboda
Russland meldet schweren Angriff auf Kiew
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Moskau einen schweren Angriff auf Ziele in Kiew und in der Umgebung der ukrainischen Hauptstadt verübt. Die Attacken hätten sich gegen militärisch-industrielle Anlagen, Lagerstätten für Marschflugkörper und Drohnen sowie Rechenzentren gerichtet, teilt das Verteidigungsministerium mit.
Angelika Ahrens
Blatt: Putin schlägt Trump und Xi Ukraine-Gipfel vor
Der russische Präsident Wladimir Putin hat einem Zeitungsbericht zufolge offenbar ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen, um ein Ende des vierjährigen Ukraine-Krieges zugunsten Moskaus auszuhandeln. Das Treffen solle im kommenden Monat stattfinden, berichtete das „Wall Street Journal“ am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf einen ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeiter. Der Vorschlag gehe auf ein Telefonat zwischen Putin und Trump vom 9. Oktober zurück. Bei dem Gespräch sei zudem eine Vereinbarung getroffen worden, dass die USA russischen Diesel kaufen und dessen Verkauf auf dem Weltmarkt erleichtern sollen.
Angelika Ahrens
Trump: Ich will Moskau am Verhandlungstisch halten
US-Präsident Donald Trump begründet die Aussetzung von Sanktionen gegen Russland damit, dass er Russland am Verhandlungstisch halten wolle. „Meine Entscheidung ist eine sehr einfache“, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Ich bin dabei, einen Frieden im Krieg zwischen Russland und der Ukraine auszuhandeln, und möchte nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch vertreiben würde.“ Am Freitag hatte Trump die Aussetzung der Sanktionen noch mit einem nationalem Sicherheitsinteresse der USA begründet. Analysten zufolge hätten die Sanktionen die Spritpreise in den USA vor den US-Zwischenwahlen Anfang November weiter in die Höhe treiben und damit potenzielle Wähler von Trumps republikanischer Partei verschrecken können.
Judith Henke
Rubio verteidigt Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland
Die umstrittene Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, ein bereits verabschiedetes Gesetzespaket mit neuen Sanktionen gegen Russland auf unbestimmte Zeit auszusetzen, hat se
What to Watch
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Treffen zwischen Putin und Steve Witkoff in Sankt Petersburg
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Open Questions
- Findet das Treffen zwischen Putin und Witkoff statt?
- Wie reagiert Kiew auf die US-Entscheidungen zur Unterstützung?





