Ukraine-Krieg: Trump lobt Freilassung von US-Amerikaner durch Putin
US-Präsident Trump lobt die Freilassung ohne Gegenleistung, während in St. Petersburg Gespräche über den Ukraine-Krieg fortgesetzt werden.
Quick Look
- Kremlchef Putin hat den inhaftierten US-Bürger Stephen Hubbard freigelassen.
- US-Unterhändler Steve Witkoff verhandelt in St.
- Petersburg über Friedensvorschläge für den Ukraine-Krieg.
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Why It Matters
Stephen Hubbard wurde 2024 wegen angeblicher Söldnertätigkeit für die Ukraine zu einer Haftstrafe verurteilt. Russland fordert für einen Waffenstillstand den Rückzug der Ukraine aus dem Gebiet Donezk.
In St. Petersburg spricht US-Unterhändler Witkoff mit Kremlchef Putin über Vorschläge für eine Lösung im Ukraine-Krieg. Zum Auftakt lässt Moskau zur Freude des US-Präsidenten einen Amerikaner frei.
Washington/St. Petersburg. US-Präsident Donald Trump hat die Freilassung des seit Jahren inhaftierten Amerikaners Stephen Hubbard durch Kremlchef Wladimir Putin gelobt. „Für diese Freilassung war kein 'Austausch' erforderlich“, teilte Trump in seinem sozialen Netzwerk Truth Social mit. Die USA hätten keine Gegenleistung erbringen müssen. Trump sprach von „einer für Russland beispiellosen Situation“. Putin hatte unlängst bereits einen anderen US-Amerikaner freigelassen, ohne - wie sonst üblich - im Gegenzug die Freilassung eines Russen zu verlangen.
Trump sagte, dass er Putin um die Freilassung Hubbards bei ihrem jüngsten Telefonat gebeten habe. „Stephen ist auf dem Weg nach Hause“, erklärte er. Putin hatte kurz zuvor bei einem Treffen mit Trumps Unterhändler Steve Witkoff in St. Petersburg erklärt, dass Hubbard auf dem internationalen Flughafen Pulkowo sei. Witkoff sollte von dort nach den Unterredungen mit Putin wieder abfliegen.
Hubbard sei aus humanitären Erwägungen freigelassen worden, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er war 2024 zu langer Haft verurteilt worden, weil er als Söldner an der Seite der ukrainischen Streitkräfte gegen russische Truppen gekämpft haben soll. Witkoff dankte Putin für die Freilassung des 75-Jährigen. Hubbards Familie und die Amerikaner seien froh darüber, sagte er.
Russland prüft neue Vorschläge für Friedenslösung
In St. Petersburg dauerten derweil die Verhandlungen zwischen Putin und Witkoff über neue Vorschläge der Ukrainer, Europäer und Amerikaner zur Beendigung des Krieges an. Peskow sagte, dass Russland die von Witkoff von seinen Gesprächen in Oslo mitgebrachten Vorschläge prüfen werde.
Zugleich betonte Putins Vertrauter im Interview des russischen Staatsfernsehens erneut, dass es Sache der ukrainischen Seite sei, die notwendigen Schritte für einen Frieden zu ergreifen. Peskow verwies auf US-Präsident Trump, der zuletzt Zweifel an einem Friedenswillen des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj geäußert hatte. Für die Ukraine werde sich die Lage nur weiter verschlechtern, wenn sie nicht einlenke, warnte Peskow.
Russland fordert seit langem als Bedingung für einen Waffenstillstand, dass sich die Ukraine komplett aus dem Gebiet Donezk zurückzieht. Kiew kontrolliert dort aber noch strategisch wichtige Städte. Selenskyj hatte deshalb ein solches Geschenk an Putin, das für Kiew einer Kapitulation gleichkäme, stets kategorisch abgelehnt.
Open Questions
- Welche konkreten Friedensvorschläge werden in St. Petersburg diskutiert?
- Wie reagiert die Ukraine auf den russischen Druck?






