
Schon im Winter soll das Jackdaw-Gasfeld Haushalte versorgen. Klimaschützer kritisieren die Entscheidung scharf.
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Lizenzen für zwei Energieprojekte in der Nordsee waren nach einer Klage von Umweltschützern im vergangenen Jahr von schottischen Gerichten aufgehoben worden.
Im vergangenen Jahr erreichen Umweltschützer mit einer Klage, dass die Lizenzen für zwei Energieprojekte in der Nordsee aufgehoben werden. Nun erlaubt die britische Regierung Bohrungen vor der schottischen Küste. Bereits im Winter soll das Gas Haushalte versorgen.
Die britische Regierung hat grünes Licht für umstrittene Pläne zu Bohrarbeiten in einem Gasfeld in der Nordsee gegeben. Noch diesen Winter sollen britische Haushalte mit Gas vom Jackdaw-Gasfeld östlich vor dem schottischen Aberdeen versorgt werden, wie das Energieministerium mitteilte. Über die Zukunft des schon von der konservativen Vorgängerregierung geplanten Projekts war monatelang diskutiert worden.
Das Projekt sichere Hunderte Arbeitsplätze und trage dazu bei, "dass Millionen von Haushalte diesen Winter warm bleiben", sagte Premierminister Andy Burnham laut Mitteilung. In einer Zeit, in der viele Menschen zu kämpfen hätten, sei es richtig, vorhandene Energiereserven verantwortungsvoll und optimal zu nutzen.
Nach Angaben des Betreibers Adura könnte Jackdaw auf dem Höhepunkt seiner Förderung rund sechs Prozent der britischen Nordsee-Gasproduktion ausmachen. Neben dem ebenso umstrittenen Ölfeld Rosebank vor den Shetlandinseln ist das Jackdaw-Gasfeld eines von zwei Projekten, denen die konservative Vorgängerregierung bereits 2022 Genehmigungen erteilt hatte. Im Zuge eines Urteils des Obersten Gerichtshofs in Großbritannien wurden die Genehmigungen jedoch nach einer Klage von Umweltorganisationen im vergangenen Jahr durch schottische Gerichte aufgehoben.
Wie es mit dem Ölfeld Rosebank weitergeht, ist indes noch unklar. Darüber werde gesondert entschieden und die Entscheidung werde "länger dauern", sagte Energieministerin Miatta Fahnbulleh der Nachrichtenagentur PA zufolge. Der britische Regierungschef Burnham hatte nach seinem Amtsantritt im Sommer wiederholt erklärt, in Bezug auf die Energieprojekte in der Nordsee einen "pragmatischen Ansatz" verfolgen zu wollen.
Klimaaktivisten und Umweltschützer kritisierten die Entscheidung der Regierung scharf. Die Erschließung des Jackdaw-Feldes werde die hohen Stromrechnungen nicht senken, sagte Amanda Grimm von der Organisation Stop Climate Chaos Scotland laut PA. Jede neue Gasförderung werde "dem Feuer des Klimakollapses zusätzlichen Zündstoff geben und weitere Katastrophen" auslösen.
Burnham wie auch Fahnbulleh betonen, die Genehmigung des Projekts stehe im Einklang mit den britischen Klimazielen. "Wir halten an unserem Ziel fest, auf erneuerbare Energien umzusteigen und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen", sagte Burnham demnach. Doch selbst auf dem "ehrgeizigen Weg zur Erreichung der Klimaziele" würden Öl und Gas noch jahrzehntelang ein Teil der Energieversorgung sein müssen.
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Entscheidung über das Ölfeld Rosebank
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