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US-Börsen starten verhalten in die Woche – Ölpreise steigen
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Handelsblatt2 hours agoBusiness3 min readGermanyView translation

US-Börsen starten verhalten in die Woche – Ölpreise steigen

Quick Look

  • Nach einem Feiertag starten die US-Börsen mit Verlusten in die Woche.
  • Steigende Energiepreise und Sorgen um die Geldpolitik belasten die Stimmung, während Ölpreise aufgrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten zulegen.

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Why It Matters

Nach dem Labour-Day-Wochenende und einem Feiertag starteten die US-Börsen in die neue Woche. Die Märkte warten auf Inflationsdaten und den Zinsentscheid der Fed.

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Nach dem Feiertag am Montag starten die wichtigsten Börsenindizes mit Verlusten in die neue Börsenwoche. Am Anleihemarkt tut sich im frühen Handel wenig.

New York. Anlegerinnen und Anleger in den USA starten zurückhaltend in die neue Börsenwoche. Im frühen Handel am Dienstag liegen die wichtigsten Indizes tiefer.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones verliert 1,0 Prozent auf knapp 52.868 Punkte.

Der breiter gefasste S&P 500 büßt 0,4 Prozent ein auf 7691 Zähler.

Die technologielastige Nasdaq Composite notiert bei 26.482 Punkte kaum verändert.

Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, liegt mit 29.585 kaum verändert.

Am Montag war an der Wall Street aufgrund eines Feiertags nicht gehandelt worden. Auch am Dienstag ist die Zahl der börsenrelevanten Termine eher gering. Ähnlich wie in Europa dämpfen die weiter steigenden Energiepreise die Laune der Investoren.

Nach dem Labour-Day-Wochenende haben die großen US-Indizes im frühen Handel mehrheitlich leicht nachgegeben. „Die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen verharren bei knapp 4,8 Prozent und Öl zieht weiter an“, kommentiert Markus Koch.

Im Laufe der nächsten Tage dürfte die Geldpolitik zum bestimmenden Faktor an den US-Märkten werden. Am kommenden Freitag veröffentlicht das US-Arbeitsministerium die Erstschätzung für die Entwicklung der Inflation im August. Zuletzt lag die Teuerungsrate in den USA bei 3,4 Prozent.

In der nächsten Woche folgt der Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Noch immer zeichnet sich keine klare Tendenz ab, ob die Währungshüter das Zinsniveau erhöhen oder nicht. Manche Notenbanker haben angesichts der anhaltend hohen Inflation ihre Präferenz dafür erkennen lassen.

Auch Investoren an den Terminmärkten sind gespalten. Derzeit ist die Gruppe derer, die einen Zinsschritt erwarten, leicht in der Überzahl. Das zeigt der Blick auf das Fed Watch Tool der Chicagoer Börse. Demnach rechnen knapp 60 Prozent der Investoren damit, dass die Fed den Leitzins auf eine Spanne von 3,75 bis 4,0 Prozent anhebt.

Am Anleihemarkt gibt es am Dienstag ebenfalls nur wenig Bewegung. Die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei 4,77 Prozent, ein Minus von zwei Basispunkten. Zweijährige Papiere rentieren mit 4,37 Prozent kaum verändert. Steigende Zinserwartungen hatten die Anleiherenditen in den vergangenen Wochen deutlich angetrieben.

Rohstoffpreise unter Druck

Am Rohölmarkt zog angesichts der Spannungen im Nahen Osten der Preis für die Nordseesorte Brent um bis zu 2,5 Prozent auf 99,46 Dollar je Fass. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg um 3,6 Prozent auf bis zu 94,73 Dollar. Investoren fürchteten Lieferengpässe, nachdem es zuletzt wieder zu gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran gekommen war. Zugleich zogen die Preise an, nachdem das saudiarabische Energieministerium Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Energieanlagen des Landes gemeldet hatte. Im Tagesverlauf ebbten die Aufschläge etwas ab, es blieb zunächst aber bei einer Teuerung der Ölpreise.

Das knappe Angebot außerhalb der USA treibt den Kupferpreis auf ein frisches Rekordhoch. Kupfer zur Lieferung in drei Monaten verteuerte sich an der Londoner Metallbörse LME um knapp zwei Prozent auf bis zu 14,77 Dollar je Tonne. Hintergrund ist Händlern zufolge ein starker Abfluss von Kupfer in die USA. Dort würden Zölle auf das Industriemetall erwartet.

Dies führe zu einer Angebotsverknappung auf den Märkten außerhalb der USA, sagt ein Analyst des chinesischen Brokers Everbright Futures. Die Kupferbestände in den LME-Lagerhäusern sind seit Ende Mai um fast 40 Prozent gefallen. Zudem schürten Stürme in Chile und die Lage im Nahen Osten Sorgen um das Angebot, sagt Macquarie-Analystin Alice Fox. Der KI-Ausbau, Solarparks und Stromnetze treiben die Kupfer-Nachfrage.

Einzelwerte im Fokus:

Novartis: Der Schweizer Pharmakonzern muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen. In klinischen Tests der fortgeschrittenen Phase III mit dem Medikament Del-desiran gegen die Muskelkrankheit Myotone Dystrophie (Typ 1) verfehlte Novartis das vorrangige Studienziel. An der Schweizer Börse verliert Novartis fast zehn Prozent. Die in den USA geführten Anteilsscheine büßen fast 14 Prozent ein.

Boston Scientific: Das Biotech-Unternehmen befürchtet deutliche Auswirkungen einer Cyber-Attacke auf seine Geschäftszahlen. Auch die Jahresziele könnten verfehlt werden. Die Aktie verliert mehr als fünf Prozent.

Intel: Die Titel des Technologiekonzerns steigen nach einer Hochstufung in der Spitze um mehr als zehn Prozent. Die Analysten von Northland Capital setzten die Titel auf „Outperform“ von „Market Perform“.

Lockheed Martin: Die Experten der UBS haben ihre Einschätzung für den Rüstungskonzern auf „Kaufen“ angehoben. Die Hochstufung treibt die Aktie um mehr als zwei Prozent an.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Veröffentlichung der Inflationsdaten am Freitag

    Very likely · Within days

Open Questions

  • Wie wird die Fed beim nächsten Zinsentscheid entscheiden?
  • Wie nachhaltig sind die Ölpreissteigerungen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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