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US-Verteidigminister Hegseth plant Streichung von 20 Prozent der General- und Admiralsposten bis 2027
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Tagesschau Ausland6 hours agoDefense2 min readGermanyView translation

US-Verteidigminister Hegseth plant Streichung von 20 Prozent der General- und Admiralsposten bis 2027

Quick Look

  • US-Verteidigminister Pete Hegseth kündigte an, die Anzahl der Generäle und Admiralen um 20 Prozent zu reduzieren, wobei der Abbau bis zum 1.
  • Januar 2027 abgeschlossen sein soll.
  • Er begründete dies mit einer Verdoppelung des zuvor angeordneten Abbaus von 10 Prozent.

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Why It Matters

Seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 hat Verteidigungsminister Pete Hegseth im Auftrag von Präsident Donald Trump zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht. Er hat zuvor einen Abbau von 10 Prozent der Führungspositionen angeordnet, den er nun auf 20 Prozent verdoppeln möchte. Der Abbau soll bis zum 1. Januar 2027 abgeschlossen sein.

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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will bei Generalen und Admiralen ein Fünftel aller Stellen streichen - das kündigte er in einer Rede auf dem Militärstützpunkt Quantico südwestlich von Washington an.

Hegseth erklärte, er habe die Streitkräfte angewiesen, den von ihm im vergangenen Frühjahr angeordneten Abbau von 10 Prozent auf 20 Prozent zu verdoppeln. Dieser Abbau solle bis zum 1. Januar 2027 abgeschlossen sein - also in rund drei Monaten.

Zuletzt 850 Generäle

Hegseth, der sich selbst "Kriegsminister" nennt, bestätigte damit zuvor bekannt gewordene Berichte von Medien. Denen zufolge sind überproportional viele der bisher Entlassenen Frauen oder Farbige.

Nach Pentagon-Angaben von Ende Juli gab es zuletzt rund 850 Generale und Admirale. Der Washington Post zufolge befehligen sie mehr als 1,3 Millionen Soldatinnen und Soldaten. Dazu kommen fast 800.000 weitere in der Nationalgarde und der Reserve.

Ex-Pentagonchef spricht von Leichtsinn

Der ehemalige Verteidigungsminister Leon Panetta kritisierte die Kürzungen und den Kampf gegen die Diversität in den Streitkräften. Die Armee sei deshalb so stark, weil es alle Facetten der amerikanischen Gesellschaft widerspiegele - Frauen, Männer und Menschen aller Hautfarben.

Der ehemalige Minister kritisierte im Sender CNN auch den Zeitpunkt der Kürzungen mitten im Krieg mit Iran. Damit verliere das Militär Erfahrungen von Kommandeuren, die im Einsatz waren. Er halte das für leichtsinnig, sagte Panetta, der unter dem demokratischen Präsidenten Barack Obama gedient hatte.

Seit Amtsantritt viele Offiziere gefeuert

Hegseth hat seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 im Auftrag von Präsident Donald Trump zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht. Nur wenige Tage vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar entließ er ohne Angabe von Gründen Generalstabschef Charles Q. Brown Jr. und Marine-Oberbefehlshaberin Lisa Franchetti.

Andere ranghohe Militärs gingen in den Ruhestand oder reichten ihren Rücktritt ein, darunter der für das Heer zuständige Staatssekretär Dan Driscoll, der Anfang September nach wiederholten Auseinandersetzungen mit Hegseth zurücktrat.

Die Verschlankung der Armee nimmt Hegseth wörtlich, wie er bei seiner Rede im vergangenen Jahr bewies. Der frühere Fernsehmoderator von Fox News beschimpfte viele Soldaten und Befehlshaber damals als zu "fett" und verordnete ihnen ein Fitnessprogramm - oder drohte andernfalls mit Rauswurf.

Musk soll Zukunft der Kriegsführung erforschen

Der Tech-Milliardär Elon Musk soll künftig eine wichtige Rolle bei einem neuen Projekt einnehmen. Hegseth zufolge soll es dabei darum gehen, die Zukunft der Kriegsführung zu erforschen. Musk soll demnach eine von mehreren prominenten Personen sein, die die Initiative leiten sollen.

Zweck des "Projekts Meridian" sei es, "mit einem kreativen Blick auf die Zukunft zu schauen, und Bereiche zu identifizieren, die wir erobern müssen, und die Fähigkeiten, die wir beherrschen müssen", so der Verteidigungsminister.

Dabei sprach Hegseth auch das Thema der autonomen Kriegsführung an, also den Einsatz von Waffensystemen und Künstlicher Intelligenz, die ohne direktes menschliches Eingreifen aktiv sein und etwa Angriffe ausführen können. "Wir müssen vorausschauend handeln, um die technologische und militärische Überlegenheit auf dem Schlachtfeld für die kommenden Jahrzehnte zu sichern", sagte er weiter. Ergebnisse des Projekts erwartet der Pentagon-Chef innerhalb von 120 Tagen.

Hegseths Wortwahl

Die Wortwahl des Ministers bei seiner Rede war auch diesmal extrem kulturkämpferisch. Soldaten müssten wieder "Krieger mit todbringender Wirkung" sein, so Hegseth. Frühere Programme für Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion hätten in seiner Armee nichts mehr zu suchen.

Hegseth gilt auch bei vielen Republikanern im Kongress als umstritten. Der Vorwurf lautet, ihm gehe es nicht um eine effizientere, sondern vor allem um eine Präsident Donald Trump gegenüber politisch loyale militärische Führung.

Mit Informationen von Giselle Ucar, ARD-Studio New York

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Der Stellenabbau von 20 Prozent bei Generälen und Admiralen wird bis zum 1. Januar 2027 abgeschlossen sein.

    Very likely · Within months

  • Das Projekt Meridian wird erste Ergebnisse zur Zukunft der Kriegsführung innerhalb von 120 Tagen vorlegen.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Wie genau sollen die 20 Prozent Stellenreduktion umgesetzt werden?
  • Welche konkreten Auswirkungen wird der Abbau auf die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte haben?
  • Welche genauen Ziele verfolgt das Projekt Meridian neben der Forschung zur autonomen Kriegsführung?
  • Wie wird die Beteiligung von Elon Musk am Projekt Meridian konkret aussehen?

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This article was originally published by Tagesschau Ausland.

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