
Nach der Niederlage bei den US-Midterms übernimmt Millers bisheriger Stellvertreter den Leitungsposten im Weißen Haus
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Nach der krachenden Wahlniederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen, bei denen sie ihre Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren haben, ersetzt US-Präsident Donald Trump seine Stabschefin Susie Wiles durch Stephen Miller. Wiles war die erste Frau auf diesem Posten und zuvor Trumps Wahlkampfmanagerin.
US-Präsident Donald Trump ersetzt nach der krachenden Wahlniederlage der Republikaner seine Stabschefin Susie Wiles. Trump dankte der 69-Jährigen in seinem Onlinedienst Truth Social für ihre »großartige Arbeit«. Am Montag übernimmt demnach der bisherige Vizestabschef im Weißen Haus, Stephen Miller, den Leitungsposten.
Bei den Kongresswahlen hatten die Republikaner ihre Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren. Das ist ein verheerendes Ergebnis für Trump, der die Wahlen zu einer Abstimmung über seine Politik gemacht hatte. Seither laufen Positionskämpfe in der Republikanischen Partei um die künftige Ausrichtung. Zudem gingen Spekulationen los, ob Trump sein Kabinett und seinen Machtzirkel im Oval Office umbauen wird.
Wiles ist nun offensichtlich der erste Fall. Sie soll allerdings im politischen Umfeld Trumps bleiben. Wiles habe bereits am Donnerstagabend ihren Rücktritt eingereicht, berichtete der US-Sender CBS News unter Berufung auf einen Insider.
Auf X schreibt Wiles, Trump im Weißen Haus zu dienen, sei eine große Ehre gewesen. Sie sei stolz auf alles, was sie erreicht hätten. Ihre Rolle werde sich zwar verändern, ihr Engagement »für den Präsidenten und die Mission« bleibe unverändert.
Als Stabschefin war Wiles verantwortlich dafür, den Regierungsalltag des Präsidenten zu organisieren. Die 69-jährige politische Strategin gilt als extrem loyal und diskret. Wiles war die erste Frau auf dem Posten und war zuvor unter anderem Trumps Wahlkampfmanagerin.
In den Fokus der Öffentlichkeit geriet Wiles im Dezember wegen eines Artikels der »Vanity Fair«. Wiles hatte darin überraschend unverblümt und auch harsch über ihren Chef geurteilt. Trump habe die »Persönlichkeit eines Alkoholikers«, sagte sie beispielsweise. Das Magazin zitierte an dieser Stelle nicht den kompletten Satz aus dem Gespräch. Wiles warf dem Magazin später vor, Aussagen aus dem Kontext gerissen zu haben.
Ihr Nachfolger Stephen Miller steht hinter der aggressiven Migrationspolitik des Präsidenten. Der 41-Jährige ist für seine Hardliner-Positionen bekannt. Er ist einer der wenigen Berater Trumps, der die erste Amtszeit komplett überstanden hat.
Die Jahre der Präsidentschaft von Joe Biden nutzte Miller, um die Grundlage für Trumps neuen Anlauf zu legen. Er schrieb als einer der ganz engen Vertrauten Trumps viele seiner Reden und gilt als intellektuelle Wurzel von dessen Politik. In Trumps zweiter Amtszeit fiel Miller vor allem mit umstrittenen Aussagen zu Migration und Geburtsrecht auf. Er wird als »Architekt« der neuen Vereinigten Staaten beschrieben, als »Trumps Gehirn«, als »teuflisch«.
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Trump wird sein Kabinett und seinen Machtzirkel im Oval House umbauen
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