USA ziehen B-1-Bomber aus Großbritannien wegen möglicher iranischer Drohnenbedrohung ab
Quick Look
- Die USA haben laut Medienberichten aufgrund von Geheimdienstinformationen über einen möglichen iranischen Drohnenangriff auf den Stützpunkt RAF Fairford in Großbritannien ihre Langstreckenbomber vom Typ B-1 abgezogen.
- Präsident Trump bestätigte die Bedrohung nicht direkt, sprach aber von allgemeinen Gefahren.
- Im Zusammenhang damit wurden zuvor fünf Männer nahe dem Stützpunkt festgenommen und später unter Auflagen freigelassen, darunter ein sechster mit iranisch-britischer Staatsbürgerschaft.
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Why It Matters
Die USA hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um flexibler im Konflikt mit dem Iran agieren zu können. Im September wurden fünf Männer nahe dem Stützpunkt RAF Fairford festgenommen und wegen Vorbereitung einer terroristischen Tat sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz untersucht.
Die Vereinigten Staaten haben ihre Langstreckenbomber US-Medien zufolge aus Sorge vor einem möglichen iranischen Drohnenangriff von einem Militärstützpunkt in Großbritannien abgezogen. Es habe dringende Bedenken vor einem potenziellen komplexen Angriff - angeordnet von den iranischen Revolutionsgarden - gegeben, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf über die Angelegenheit informierte US-amerikanische und europäische Beamte.
Der geplante Angriff war demnach Teil eines vielschichtigen iranischen Komplotts, der darauf abzielte, die Flugzeuge anzugreifen und Personal auf dem Stützpunkt RAF Fairford zu töten, darunter auch US-Piloten.
Auch das Nachrichtenportal «Axios» berichtete gestützt auf US-Beamte, dass der Anlass für den Abzug von rund einem Dutzend B-1-Bombern am Wochenende Geheimdienstinformationen gewesen seien, die auf einen möglichen iranischen Drohnenangriff hindeuteten.
Was Trump dazu sagt
US-Präsident Donald Trump bestätigte einen solchen Grund am Montag nicht. Auf die Frage eines Reporters, ob die Gefahr bestehe, dass der Iran Kampfdrohnen nach Großbritannien gebracht und ob er deshalb die Bomber abgezogen habe, antwortete er: «Das kann ich Ihnen nicht sagen». Wenn der Iran das getan hätte, würde er einen hohen Preis dafür zahlen.
Ohne diese zu konkretisieren, erwähnte Trump aber, dass es Bedrohungen gegeben habe. «Warum sollten wir die Bomber also dort lassen? Also haben wir sie ein wenig verlegt, nicht sehr weit», sagte der US-Präsident. Auf Nachfrage eines Journalisten sagte er, dass die Menschen, die hinter der Bedrohung steckten, vermutlich in Verbindung mit dem Iran stünden.
Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen den Iran agieren zu können.
Festnahmen nach Vorfall nahe der Militärbasis
Ende September waren fünf Männer nahe dem Stützpunkt aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Gegen sie wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Inzwischen sind sie unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden. Ein sechster Verdächtiger mit iranisch-britischer Staatsbürgerschaft wurde in den folgenden Tagen ebenfalls zwischenzeitlich festgenommen und dann unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.
Großbritanniens Premierminister Andy Burnham hatte vergangene Woche Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran bestätigt. US-Außenminister Rubio hatte von einer Beteiligung eines «ausländischen Akteurs» gesprochen.
Ob die Festgenommenen mit dem mutmaßlich geplanten Drohnenangriff in Verbindung stünden oder ob sie einen anderen Angriff planten, sei unklar, zitiert «Axios» US-Beamte.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die USA werden weitere militärische Präventivmaßnahmen gegen den Iran ergreifen, falls konkrete Beweise für eine Anschlagsplanung vorgelegt werden können.
Likely · Within weeks
Die rechtlichen Verfahren gegen die festgenommenen Verdächtigen nahe RAF Fairford werden aufgrund der Komplexität des Falls und möglicher internationaler Verbindungen mehrere Monate dauern.
Likely · Within months
Open Questions
- Stand der Ermittlungen gegen die festgenommenen Verdächtigen
- Bestätigung der iranischen Beteiligung am geplanten Drohnenangriff
- Genauer Zeitpunkt und Umfang des geplanten Angriffs
- Ob die festgenommenen Personen direkt mit dem Drohnenangriff in Verbindung stehen



