
Gewerkschaft erhöht Druck vor der zweiten Tarifrunde am 2. November
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Die erste Tarifrunde Anfang Oktober blieb ohne Angebot der Arbeitgeber. Ver.di fordert unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt.
In den Tarifverhandlungen für rund 150.000 Beschäftigte bei privaten Banken ruft Ver.di zu ersten bundesweiten Warnstreiks auf. Damit erhöhe man den Druck vor der zweiten Runde am 2. November, nachdem die Arbeitgeber zum Auftakt Anfang Oktober kein Angebot vorgelegt hatten, teilte die Gewerkschaft in Berlin mit.
»Bei den Gewinnen wird geliefert, beim Gehalt bleiben die Banken ihren Beschäftigten ein Angebot schuldig«, sagte Verhandlungsführer Jan Duscheck. »Wer aber täglich zum Erfolg der Branche beiträgt, erwartet zu Recht eine faire Beteiligung.«
Die Arbeitgeber lehnten die Forderungen als überhöht ab. Man erwarte, dass der Warnstreik überschaubar bleibe und »keine spürbaren Auswirkungen im Bankenbetrieb« habe, sagte Carsten Rogge-Strang, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands AGV Banken, der Nachrichtenagentur dpa. Ob man ein Gehaltsangebot vorlege, hänge auch von der Verhandlungsbereitschaft von Ver.di ab. Der Katalog der Forderungen müsse deutlich »verschlankt werden«.
Sechs Prozent mehr Gehalt gefordert
Ver.di fordert sechs Prozent mehr Gehalt sowie monatlich 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte bei zwölf Monaten Laufzeit. Die Gehaltssteigerungen sollen auch auf übertariflich und außertariflich bezahlte Beschäftigte übertragen werden, so die Gewerkschaft, die auf hohe Gewinne der Bankenbranche und gestiegene Lebenshaltungskosten verweist. Mit einem ernsthaften Angebot könnten die Arbeitgeber den Abschluss ermöglichen.
Ver.di will neben Gehaltserhöhungen den Einsatz künstlicher Intelligenz regeln und fordert verbindliche Vereinbarungen zur Personalplanung und Qualifizierung. Zudem sollten Beschäftigte die Möglichkeit erhalten, Gehaltsbestandteile in bis zu 20 zusätzliche freie Tage pro Jahr umzuwandeln. Auch das lehnen die Arbeitgeber ab. Die Forderung entspreche einer Arbeitszeitverkürzung von fast zehn Prozent und führe »jede seriöse Personalplanung ad absurdum«.
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Zweite Tarifrunde am 2. November
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