
Beim Versicherer Frankfurter Leben häufen sich Probleme bei zwei Anlagevehikeln der Fondstochter HAGIM mit einem Volumen von rund 590 Millionen Euro.
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Der Versicherer Frankfurter Leben kämpft mit Engagements an den privaten Kreditmärkten bei seiner Fondstochter HAGIM.
Frankfurt. Beim Versicherer Frankfurter Leben häufen sich die Probleme mit Engagements an den privaten Kreditmärkten. Betroffen sind nach Handelsblatt-Recherchen vor allem zwei Anlagevehikel der Fondstochter HAGIM. Sie haben zusammen ein Volumen von rund 590 Millionen Euro.
Einer der Fonds hat nachrangige Immobilienfinanzierungen an Projektentwickler in Deutschland und Österreich vergeben. Von anfangs 17 Finanzierungen musste der Fonds zehn Darlehen restrukturieren und zwei weitere vollständig abschreiben. Das bestätigte die Frankfurter Leben auf Handelsblatt-Anfrage.
Das Unternehmen betont jedoch, das Portfolio mit Immobilienfinanzierungen habe trotz der Abschreibungen im zweiten Quartal 2026 eine durchschnittliche jährliche Rendite nach Kosten von 2,85 Prozent aufgewiesen. „Dies entspricht nicht der ursprünglich angedachten Zielrendite, ist aber vor dem Hintergrund der Verwerfungen am Immobilienmarkt ein ausgezeichnetes Ergebnis.“
Verstöße gegen Kreditbedingungen und verschobene Zinszahlungen gab es zudem in einem zweiten Kreditfonds der HAGIM, die Darlehen an mittelständische Unternehmen in Europa vergibt. Auf Anfrage räumt die Frankfurter Leben einen „sehr geringen Abschreibungsbedarf“ ein. Auch war die jährliche Nettorendite mit zuletzt knapp fünf Prozent positiv. Das Unternehmen betont: „Alle Zahlungsverpflichtungen sind jederzeit und uneingeschränkt sichergestellt.“
Die Problemfälle im Privatmarktportfolio des Versicherers sind brisant, auch wenn den Versicherten laut Frankfurter Leben bislang keine Verluste entstanden sind. Das Unternehmen befindet sich in der heißen Phase eines wichtigen Deals. Ein Blick in das Portfolio mit Immobilienkrediten offenbart zudem: Die Fondstochter hatte in den vergangenen zwei Jahren mit schillernden Pleitiers, verurteilten Betrügern und einer russischen Bank in Abwicklung zu kämpfen.

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