
Nvidia, Microsoft und Amazon legen zu, Apple unter Druck – Investoren bleiben vorsichtig
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Der Nasdaq 100 hatte am Montag mehr als zehn Prozent unter seinem Rekordhoch von Anfang Oktober geschlossen und befand sich in einer technischen Korrektur. Der S&P 500 notiert für das Gesamtjahr 2026 dennoch mehr als zehn Prozent im Plus. Investoren sind besorgt, dass massive Investitionen in KI-Infrastruktur die kurzfristige Rentabilität übersteigen könnten.
An der Wall Street greifen Anleger wieder bei KI- und Chip-Aktien zu: Nvidia, Microsoft und Amazon legen deutlich zu, während Apple unter Druck gerät. Vor den richtungsweisenden US-Zwischenwahlen bleiben die Investoren dennoch vorsichtig.
Die US-Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Anleger hielten sich vor den Ergebnissen der US-Zwischenwahlen zurück. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,4 Prozent auf 51.787 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann hingegen 0,4 Prozent auf 7568 Zähler. Der technologielastige Nasdaq legte 0,8 Prozent auf 25.372 Stellen zu.
Ein Bremsklotz war Apple, dessen Aktie 1,9 Prozent nachgab. Der iPhone-Hersteller hatte davor gewarnt, dass die Kosten für Speicherchips weiter steigen und die Bruttomarge im wichtigen Weihnachtsquartal belasten würden. Im Gegensatz dazu erholten sich die Papiere von KI- und Chip-Unternehmen nach jüngsten Verlusten. So stiegen Nvidia um 2,3 Prozent, während Microsoft und Amazon jeweils mehr als zwei Prozent zulegten.
"Dies ist eine Umschichtung von sicheren Technologiewerten wie Apple in risikoreichere wie Chiphersteller", sagte Jay Hatfield, Chef von Infrastructure Capital Management.
Pfizer hob seine Wachstumsprognosen für das Jahr an, da die Dynamik bei neuen Produkten wie dem Krebsmedikament Padcev dazu beitrug, die rückläufigen Umsätze mit seinem Covid-19-Impfstoff und entsprechenden Behandlungen auszugleichen.
Yum Brands teilte mit, dass sich der Umsatz seiner Taco-Bell-Franchise seit Ende September nach einem Cyclospora-Ausbruch im Zusammenhang mit seinen Lebensmitteln wieder erholt habe.
Der Anstieg der Kraftstoffpreise im dritten Quartal beflügelte das Gewinnwachstum von Marathon Petroleum. Das Unternehmen verzeichnete im dritten Quartal einen mehr als verfünffachten Nettogewinn und verbuchte höhere Gewinnmargen für jedes verarbeitete Barrel Öl. Das Unternehmen vereinbarte außerdem den Verkauf von zwei Raffinerien im Mittleren Westen an den von Carl Icahn kontrollierten Konkurrenten CVR Energy für rund 4,2 Milliarden Dollar.
Die Erholung bei den Technologiewerten folgt auf eine Schwächephase. Der Nasdaq 100 hatte am Montag mehr als zehn Prozent unter seinem Rekordhoch von Anfang Oktober geschlossen und befand sich damit in einer technischen Korrektur. Anleger sind besorgt, dass die massiven Investitionen der Konzerne in die KI-Infrastruktur die kurzfristige Rentabilität übersteigen könnten. Trotz der jüngsten Verluste notiert der S&P 500 für das Gesamtjahr 2026 noch immer mehr als zehn Prozent im Plus.
Im Fokus der Anleger standen zudem die Zwischenwahlen in den USA. Die Wähler entscheiden am Dienstag über die Mehrheitsverhältnisse im Kongress für die verbleibenden zwei Jahre der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump.
"Die Märkte werden die möglichen Auswirkungen auf die Finanzpolitik, Regulierung, Besteuerung und Staatsausgaben bewerten", sagte Ken Mahoney, Chef von Mahoney Asset Management. Es sei gut, dieses Ereignis hinter sich zu bringen, da es seit einiger Zeit für erwartete Unsicherheit gesorgt habe.
Die Rohöl-Futures fielen in New York um 37 Cent oder 0,4 Prozent auf 96,09 Dollar pro Barrel. Ein Einbruch der Ölpreise am Montag schwächte sich am Dienstag ab, als Berichte bekannt wurden, dass das US-Militär die Insel Qeschm im Iran angegriffen habe. Präsident Trump hat angedeutet, dass die Friedensverhandlungen bald wieder aufgenommen werden könnten, aber es gibt kaum Anzeichen für einen Kompromiss von beiden Seiten über die Zukunft der Straße von Hormus oder andere wichtige Fragen.
Die Gold-Futures rutschten um 29 Dollar oder 0,7 Prozent auf 3927,90 Dollar pro Feinunze ab und schlossen damit innerhalb von 1,1 Prozent ihres Jahrestiefs.
Die Prognostiker an der Wall Street blieben über die Risiken am Aktienmarkt gespalten. "Derzeit schrillt praktisch jede Alarmglocke, die vor einem bevorstehenden substanziellen Bärenmarkt warnt", schrieb Elliott Investment Management in einem Anlegerbrief vom Oktober, der von The Wall Street Journal eingesehen wurde.
Der von dem aktivistischen Investor Paul Singer geführte Hedgefonds verglich die Spekulationen auf KI-Unternehmen mit dem überhitzten Aktienmarkt der 1920er Jahre, bei dem Kleinanleger erneut über Margin-Geschäfte und in diesem Fall über Derivatemärkte gehebelte Wetten auf Aktien eingingen.
Singers Warnung deckt sich mit den Äußerungen des Hedgefonds-Managers Ken Griffin im vergangenen Monat, wonach der KI-Boom alle Anzeichen einer spekulativen Blase aufweise.
Diejenigen mit einem optimistischeren Ausblick, darunter UBS Global Wealth Management, argumentieren, dass der jüngste Tech-Ausverkauf eher eine vorübergehende Erscheinung als das Platzen einer Blase sei, und verweisen auf die anhaltend starke Nachfrage nach KI-Infrastrukturausrüstung.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Märkte werden die Auswirkungen der US-Zwischenwahlen auf Finanzpolitik, Regulierung, Besteuerung und Staatsausgaben bewerten.
Very likely · Within days
Die Unsicherheit an den Märkten wird nach den Zwischenwahlen abnehmen.
Likely · Within days

AMD reports a record quarter with revenue jumping 45 percent to $13.38 billion, driven by demand for specialty AI processors. The share rose by 7.5 percent in after-hours trading, and shares from competitors Intel and Nvidia also became more expensive.

On Wall Street, tech stocks stabilized on the day of the US midterm elections after the Nasdaq entered a correction. The Dow Jones lost 0.4 percent, the S&P 500 closed slightly higher and the Nasdaq rose by 0.8 percent. The first election results are expected on Wednesday night.

BMW is drastically lowering its profit forecast for the car business for the second time this year. Instead of a return of up to three percent, there is now a risk of a loss of minus 0.5 to 0.5 percent. The reasons are accelerated job cuts, structural measures and weaker vehicle sales. The share fell 3.4 percent in after-hours trading.

The inflation rate in the euro area is well above the ECB target of 2.0 percent. Bundesbank President Joachim Nagel believes an interest rate hike in December is very likely if the inflation outlook does not improve. The Governing Council meets on December 17th.

Lufthansa and the Portuguese government have contractually sealed the German aviation group's entry into the state airline Tap. Lufthansa will pay 1.025 billion euros for 44.9 percent, and the state will keep a good 50 percent. The focus is on growth prospects in South America and Brazil. The entry still requires the approval of the competition authorities.

The EU and Great Britain are planning a common free trade area for agricultural and food products, the linking of their emissions trading systems and a mobility program for young people. They also want to coordinate trade protection measures against China. This emerges from a confidential draft for the summit on November 20th, which is available to Handelsblatt.