
Rund 31,5 Prozent der Wahlberechtigten haben bis Mittag ihre Stimme abgegeben – Höchster Wert seit den 1970er Jahren
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Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Gazakrieg.
Nahezu ein Drittel der Wählerinnen und Wähler haben bei der Parlamentswahl in Israel bereits ihre Stimme abgegeben. Das meldet die Wahlkommission laut den israelischen Medien »Haaretz« und »Jerusalem Post«. Demnach lag die Wahlbeteiligung um zwölf Uhr Ortszeit bereits bei 31,5 Prozent, der höchste Wert zur Mittagszeit seit den Siebzigerjahren. Die meisten Wahllokale in Israel sind noch bis 22 Uhr Ortszeit (21 Uhr deutscher Zeit) geöffnet. Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die 120 Abgeordneten der Knesset zu bestimmen.
Die Parlamentswahl wird von vielen als Schicksalswahl für die innenpolitische und gesellschaftspolitische Ausrichtung des Landes gesehen. Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem Gazakrieg.
Vor vielen Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen, wie Augenzeugen aus der Küstenmetropole Tel Aviv oder der arabisch geprägten Stadt Taibe berichteten. Laut Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und dessen politischen Gegnern ab. Wichtigster Herausforderer ist der frühere Militärchef Gadi Eisenkot an der Spitze der Mitte-Partei Jaschar.
Ministerpräsident Netanyahu und seine Frau Sara Netanyahu gaben ihre Stimme in einem Wahllokal in Jerusalem ab. Sie appellierten: »Geht wählen!« Auch Eisenkot rief zur Wahl auf. Er sagte: »In Israel weht ein Wind der Veränderung.« Laut Medienberichten reisten zudem 70.000 Israelis aus dem Ausland an, um vor Ort ihre Stimme abzugeben.
Wie bei früheren Wahlen ist eine Pattsituation nach der Wahl nicht ausgeschlossen. Netanyahu könnte in dem Fall an der Spitze einer Übergangsregierung vorerst im Amt bleiben. Für eine Mehrheit in der Knesset sind mindestens 61 Mandate erforderlich.
Insgesamt treten 36 Listen an. Etwa ein Drittel von ihnen könnte laut Umfragen die Sperrklausel von 3,25 Prozent überwinden und ins Parlament einziehen. Nach der Abstimmung dürften bis zur Bildung einer Regierung langwierige Koalitionsverhandlungen folgen.
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Langwierige Koalitionsverhandlungen nach der Abstimmung.
Likely · Within weeks
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