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Die Sachsen-Anhalt-AfD wird seit November 2023 vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Die Partei wehrt sich gerichtlich gegen diese Einstufung, wobei das Verfahren derzeit ausgesetzt ist.
Die Wahl eines AfD-Politikers als Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt soll sich aus Sicht von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies nicht wiederholen. «Das ist keine Normalität und das darf für Deutschland keine Normalität sein», sagte der SPD-Politiker im niedersächsischen Landtag. «Unser aller Anstrengung» müsse es sein, Mehrheiten für Parteien der demokratischen Mitte zu gewinnen, «um damit auch dafür zu sorgen, dass solche Wahlen eben nicht wieder erfolgen.»
In Sachsen-Anhalt wurde am Dienstag Tobias Rausch zum neuen Landtagspräsidenten gewählt. Er erhielt 48 Stimmen - die AfD und das BSW, die Rausch' Wahl angekündigt hatten, kommen zusammen aber nur auf 44 Stimmen. Rausch sagte, er habe bei der geheimen Wahl Stimmen von der CDU erhalten.
Lies äußerte sich nicht dazu, ob CDU-Abgeordnete den AfD-Mann wählten. Er wolle niemanden etwas unterstellen. Der Ministerpräsident sagte aber, er habe großes Interesse, auch zu wissen: «Was heißt das für die CDU insgesamt? Ändert das auch den Kurs der CDU?». Die zusätzlichen Stimmen für den AfD-Mann dürften «ebenfalls keine Normalität sein».
CDU-Chef: Alles dafür tun, «dass das nicht Schule macht»
Niedersachsens CDU-Fraktions- und Parteichef Sebastian Lechner äußerte sich ähnlich. «Wir werden alles dafür tun, uns dafür einsetzen, dass das nicht Schule macht in Deutschland», sagte er mit Blick auf die Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten.
Aussagen über mögliche Absprachen zwischen AfD- und CDU-Politikern zur Wahl des Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt und möglicherweise auch eines AfD-Ministerpräsidenten tat er als Störversuche ab. «Das ist auch eine gezielte Strategie, um die CDU in Verruf zu bringen und auch zu verunsichern.» Das sei auch in Niedersachsen bereits versucht worden. Einer Zusammenarbeit mit der Partei erteilte der niedersächsische Oppositionsführer mit Verweis auf Parteitagsbeschlüsse erneut eine Absage.
Die Sachsen-Anhalt-AfD wird vom dortigen Verfassungsschutz seit November 2023 als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Die Partei geht gegen die Einstufung gerichtlich vor. Das Verfahren war zuletzt ausgesetzt.
AI outlook — possibilities, not facts
Die CDU wird ihre Abgrenzung zur AfD öffentlich verstärken, um weiteren Vertrauensverlust zu verhindern.
Likely · Within weeks
The election of Tobias Rausch (AfD) as state parliament president in Saxony-Anhalt has sparked nationwide outrage. Politicians from the SPD, Greens, Left, BSW and CDU criticize the election as a threat to democracy and warn against a normalization of right-wing extremist influence. The CDU's responsibility to position its group unitedly against right-wing extremism is emphasized.

On the anniversary of the Hamas attack on October 7, 2023, hundreds of people gathered at Bebelplatz in Berlin, including Federal Interior Minister Alexander Dobrindt and Israeli Ambassador Ron Prosor. Dobrindt assured Israel's solidarity and emphasized the obligation to combat anti-Semitism. In addition to Israeli flags, Iranian flags could also be seen. The police were deployed with around 1,000 officers while two pro-Palestinian demonstrations were registered.
Thuringia's head of the state chancellery, Stefan Gruhner, has criticized the planned appearance of the rapper Dahabflex in Erfurt because of his alleged connections to the PFLP and appealed to organizers to carefully examine such events. He pointed to the anniversary of the October 7, 2023 Hamas massacre and described anti-Semitism as a bipartisan problem.
The preliminary exploratory talks between the Left, the Greens and the SPD in Berlin ended on Wednesday without any publicly communicated result. A statement is expected to be made on Thursday. The parties first want to find a common stance on anti-Semitism, racism and social cohesion before coalition negotiations begin. Bettina Jarasch of the Green Party mentioned a commemoration of the victims of the terrorist attack on October 7, 2023 in Israel.
The AfD and the BSW have submitted a motion in the state parliament of Saxony-Anhalt to immediately stop German arms deliveries and economic sanctions against Russia in order to put pressure on the federal government.
Two and a half weeks after the election to the Berlin state parliament, preliminary talks between the Left, the Greens and the SPD have stalled. The crux of the matter is a common line on how to deal with anti-Semitism, which is a prerequisite for official investigations.