
Einsatzkräfte in ganz Deutschland kämpfen bei Hitze und Wind gegen zahlreiche Wald- und Vegetationsbrände.
Wegen anhaltender Wald- und Vegetationsbrände infolge hoher Temperaturen und Wind waren Einsatzkräfte in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Thüringen im Großeinsatz.
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Infolge hoher Temperaturen von mehr als 30 Grad und teils kräftigem Wind kam es an mehreren Orten in Deutschland zu Wald- und Vegetationsbränden.
Nicht nur im Westen Nordrhein-Westfalens rund um Hürtgenwald oder im deutsch-belgischen Grenzgebiet bei Monschau ist die Feuerwehr wegen Wald- und Vegetationsbränden ausgerückt. Auch in anderen Regionen Deutschlands hat es in den vergangenen Tagen gebrannt - oder brennt noch. Ein Überblick über ausgewählte Brandherde in verschiedenen Bundesländern:
Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg hatte die Feuerwehr am Wochenende mit kleineren Bränden zu tun. Nahe Heilbronn löschten mehr als 100 Einsatzkräfte am Samstag einen Flächenbrand, der sich auch in ein Waldstück ausgebreitet hatte. Nach Feuerwehrangaben waren zeitweilig knapp 10.000 Quadratmeter in Brand.
Bei Baden-Baden brannten nach Angaben der Feuerwehr am Samstag rund 600 Quadratmeter Wald im Stadtgebiet. Die Einsatzkräfte verhinderten, dass sich das Feuer weiter ausbreitete.
Bayern
Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad und teils kräftigem Wind haben Hunderte Einsatzkräfte in Bayern am Wochenende mehrere Waldbrände gelöscht. In Waldaschaff in Unterfranken brannte es laut Feuerwehr auf etwa 29 Hektar. Es handele sich um einen Flächenbrand, der in den angrenzenden Wald gezogen sei, sagte Markus Fischer, Kreisbrandmeister im Landkreis Aschaffenburg. Drei Polizeihubschrauber warfen bei dem Einsatz am Samstag Löschwasser ab. Insgesamt waren bis zu 600 Einsatzkräfte beteiligt. Das Feuer ist laut Kreisfeuerwehrverband unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauern aber an.
Ein Wohngebiet geriet laut BR24 zeitweise in Gefahr. Mehrere Häuser wurden daher vorsorglich evakuiert, etwa 80 Menschen waren demnach betroffen. Nachdem die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen verhindern konnte und keine unmittelbare Gefahr mehr bestand, durften die Bewohnerinnen und Bewohner zurückkehren. Eine vorsätzliche Brandstiftung schließt die Polizei bereits aus.
Auch bei Rechtenbach in Unterfranken rückten Einsatzkräfte aus. Laut Feuerwehr erstreckte sich die betroffene Fläche auf rund 5.000 Quadratmeter. Der Brand konnte mit einem Großaufgebot unter Kontrolle gebracht werden. Auch Technisches Hilfswerk (THW), Rotes Kreuz und Polizei waren an dem Einsatz beteiligt.
Bereits am späten Freitagabend gab es in Höchheim (Landkreis Rhön-Grabfeld) einen Waldbrand, bei dem nach Polizeiangaben rund 200 Einsatzkräfte mehrere Stunden mit Löschmaßnahmen beschäftigt waren.
Mehr als 200 Einsatzkräfte kämpften bis Freitagabend zudem bei Oberhaid im Landkreis Bamberg in Oberfranken gegen einen Waldbrand - sieben Feuerwehrleute mussten nach Polizeiangaben medizinisch versorgt werden. Mehrere Landwirte hätten mit Fasswagen bei den Löscharbeiten geholfen, so die Polizei.
Rheinland-Pfalz
Im Westerwald musste wegen eines Waldbrands ein Teil der Gemeinde Gebhardshain evakuiert werden. Bewohnerinnen und Bewohner seien aufgefordert, ihre Wohnungen und Häuser sofort zu verlassen. Etwa 6.000 Quadratmeter stehen dort in Flammen.
Zu einem großen Wald- und Wiesenbrand kam es bei Langscheid westlich von Koblenz in Rheinland-Pfalz. Der Brand war am Sonntag unter Kontrolle. Es können aber noch Glutnester aufflammen, so die Einschätzung der Feuerwehr. Am Freitag war eine Fläche von rund 50 Hektar in Brand geraten. Insgesamt etwa 650 Feuerwehrleute und zwei Hubschrauber hatten stundenlang gegen die Flammen gekämpft. Einsatzkräfte sollen aber weiter vor Ort sein, um die Lage zu überwachen und bei Bedarf weiter zu löschen.
Insgesamt wurden bei dem Einsatz dem SWR zufolge 22 Helfer verletzt. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Herzinfarkt. Alle anderen konnten die Krankenhäuser inzwischen verlassen.
Saarland
Rund fünf Hektar Waldfläche brennen seit Sonntagmittag im saarländischen Landkreis Neunkirchen. Der Brand breitete sich am Nachmittag weiter aus und bewegte sich in Richtung eines Hofs bei Illingen. Dort sei mit der Evakuierung der Pferde begonnen worden. Die Rauchwolke des Brandes war weithin sichtbar, zur Brandbekämpfung wurde auch ein Hubschrauber aus Hessen angefordert.
Sachsen
Rund um die sächsische Stadt Plauen war die Feuerwehr tagelang im Einsatz. Am Sonntag teilte die Stadt mit, die Lage habe sich "maßgeblich entspannt". Mit Drohnenunterstützung löschten die Einsatzkräfte demnach in der Nacht noch einzelne Glutnester ab. Der Waldbesitzer setzte am Samstag die Aufräumarbeiten mit schweren Forstmaschinen fort.
Im Landkreis Nordsachsen ist eine Waldfläche von rund 4.000 Quadratmetern beschädigt worden. Die Ursache des Feuers in Doberschütz sei noch unklar, teilte die Polizei mit. Es gebe aber Hinweise, dass der Brand durch Menschen verursacht worden sein könnte. Deswegen werde nun ermittelt.
Thüringen
Im Norden Thüringens im Landkreis Eichsfeld brannte ein Wald bei Wahlhausen. "Das Feuer entzündete sich am Wegrand, breitete sich durch den Wind aus und erfasste letztendlich circa 2.500 Quadratmeter Waldfläche", teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr verhinderte, dass sich das Feuer weiter ausbreitet.

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