Wall Street gedämpft wegen Nahost-Spannungen und steigender Renditen – Meta gewinnt nach KI-Gerät-Vorstellung
Quick Look
- Die US-Börsen zeigten sich uneinheitlich, da Anleger die Nahost-Krise und steigende Anleiherenditen im Blick behielten.
- Der S&P 500 und Nasdaq schlossen nahezu unverändert, während der Dow Jones leicht verlor.
- Meta stieg nach Vorstellung eines KI-tragbaren Geräts um 4,5 Prozent, während MGM Resorts nach abgezogenem Übernahmeangebot um elf Prozent einbrach.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Märkte reagieren auf die Kombination aus geopolitischen Risiken im Nahen Osten, steigenden Energiepreisen und Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank nach der jüngsten Leitzinsanhebung.
Die US-Anleger blicken mit Anspannung auf den Nahost-Konflikt und die hohen Energiepreise. Es dreht sich alles ums Öl, bemerkt ein Analyst. Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen stieg auf den höchsten Stand seit 2004.
Die Furcht vor einer Eskalation im Nahen Osten und steigende Anleiherenditen haben die Wall Street gebremst. Der breit gefasste S&P 500 schloss nahezu unverändert mit 7704 Punkten, ebenso der technologielastige Nasdaq, der mit 26.939 Zählern aus dem Handel ging. Der Leitindex Dow Jones verlor 0,3 Prozent auf 51.349 Punkte.
Die Indizes erholten sich im späten Handel von ihren Tagestiefs, nachdem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hatte, dass Unterhändler der USA und des Irans einen schrittweisen Ausweg aus dem Krieg ausloten. Dieser sehe vor, dass Teheran die Straße von Hormus wieder öffne und Washington seine Wirtschaftsblockade gegen den Iran aufhebe. Zuvor hatte ein Raketenangriff der Huthi auf Saudi-Arabien die Sorge vor Lieferengpässen geschürt und den Preis für die Nordseesorte Brent um mehr als drei Prozent auf 107 Dollar pro Barrel getrieben.
"Es dreht sich wirklich alles um Öl und Inflation und die Auswirkungen auf die Zinsen sowie deren Folgen für die Kapitalmärkte", sagte Bill Northey, Investmentdirektor bei U.S. Bank Wealth Management. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen stieg auf den höchsten Stand seit 2004. Höhere Renditen machen die als sicher geltenden Papiere für Investoren im Vergleich zu Aktien attraktiver. Zudem schürten robuste Konjunkturdaten und Äußerungen des New Yorker Fed-Präsidenten John Williams die Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen nach der Erhöhung in der Vorwoche noch in diesem Jahr weiter anheben könnte.
Meta macht Gewinnsprung
Bei den Einzelwerten zeigten sich Technologie-Papiere uneinheitlich. Während Microsoft 0,5 Prozent und Broadcom 1,3 Prozent verloren, stiegen Advanced Micro Devices um 2,4 Prozent. Meta kletterten um 4,5 Prozent, nachdem der Social-Media-Konzern ein neues tragbares Gerät für seinen kürzlich eingeführten KI-Assistenten vorgestellt hatte.
Oracle gaben dagegen 3,5 Prozent nach. Einem Medienbericht zufolge hatte das Unternehmen höhere Gewalt für ein Rechenzentrum im Bundesstaat New Mexico angemeldet. Die Aktien des Projektentwicklers Blue Owl fielen in diesem Zusammenhang ebenfalls stark.
Die Papiere des Casino-Betreibers MGM Resorts brachen um elf Prozent ein, nachdem das Unternehmen People Inc des Medienmoguls Barry Diller sein Übernahmeangebot zurückgezogen hatte.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die US-Notenbank könnte die Zinsen in diesem Jahr weiter anheben.
Possible · Within months
Der Ölpreis bleibt volatil, solange geopolitische Spannungen im Nahen Osten anhalten.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wird die vereinbarte Rahmenvereinbarung zwischen USA und Iran zu einer dauerhaften Entspannung führen?
- Wie lange werden die hohen Energiepreise anhalten?
- Wird die Fed tatsächlich weitere Zinsschritte in diesem Jahr vornehmen?





