Breaking
TRSöke 1970 Sports beat Altay 4-2 in the Ziraat Turkish Cup 1st Qualifying RoundGLOBALCrude oil prices rise as Saudi pipeline closure follows drone attacksBRGaeco seizes planes and luxury cars in operation against fraud in ImperatrizBRINMET issues 'storm' warning for 33 cities in the North, Center and Northwest of MGUKDan Thomas resigns as Reform UK leader in Wales following arrestGLOBALFederal Judge Blocks Kennedy Center Board's Attempt to Restore Trump's NameRUThe first patient completed a course of treatment with a domestic mRNA vaccine against melanomaITNaples approves 30% limit for B&Bs in the historic centerSENorlén's days as speaker are numbered - more news about Swedish politics and international relationsCRYPTO-ENSenate Fails to Advance Clarity Act, Stalling U.S. Crypto Regulation EffortsTRSöke 1970 Sports beat Altay 4-2 in the Ziraat Turkish Cup 1st Qualifying RoundGLOBALCrude oil prices rise as Saudi pipeline closure follows drone attacksBRGaeco seizes planes and luxury cars in operation against fraud in ImperatrizBRINMET issues 'storm' warning for 33 cities in the North, Center and Northwest of MGUKDan Thomas resigns as Reform UK leader in Wales following arrestGLOBALFederal Judge Blocks Kennedy Center Board's Attempt to Restore Trump's NameRUThe first patient completed a course of treatment with a domestic mRNA vaccine against melanomaITNaples approves 30% limit for B&Bs in the historic centerSENorlén's days as speaker are numbered - more news about Swedish politics and international relationsCRYPTO-ENSenate Fails to Advance Clarity Act, Stalling U.S. Crypto Regulation Efforts
BackWall Street im Minus: Anleger warten auf Fed-Zinsentscheid
Wall Street im Minus: Anleger warten auf Fed-Zinsentscheid
Urgent
Handelsblatt1 hour agoBusiness4 min readGermanyView translation

Wall Street im Minus: Anleger warten auf Fed-Zinsentscheid

US-Indizes geben vor der Notenbanksitzung nach, während die Renditen für Staatsanleihen auf 19-Jahres-Hoch klettern.

Quick Look

  • Anleger an der Wall Street verkaufen vor dem erwarteten Zinsentscheid der Fed ihre Positionen.
  • Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq notieren im Minus.
  • Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichen mit 5,04 Prozent den höchsten Stand seit 19 Jahren.

AI-generated summary

Why It Matters

Die US-Notenbank steht vor einer Zinsentscheidung, während die Inflation mit 3,4 Prozent über dem Zielwert verharrt. Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust, was den Druck für Zinserhöhungen erhöht.

Font size

Die wichtigen Indizes an der Wall Street knüpfen am Dienstag an die Entwicklung des Vortages an. Die Renditen der Staatsanleihen kennen derweil nur eine Richtung: nach oben.

Düsseldorf. Am Tag vor dem nächsten Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) trennen sich Anleger von ihren Positionen und schließen damit an die Verluste des Vortages an.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones liegt 0,8 Prozent im Minus bei 52.022 Punkten.

Der breiter gefasste S&P 500 notiert 0,5 Prozent im Minus bei 7585 Zählern.

Die technologielastige Nasdaq Composite bewegt sich 0,8 Prozent nach unten und steht bei 25.989 Zählern.

Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, liegt 0,6 Prozent im Minus bei 28.955 Punkten.

Der Zinsentscheid der US-Notenbanker ist dieses Mal besonders gewichtig. Denn Marktbeobachter gehen laut dem Fed-Watch-Tool CME mittlerweile fast einstimmig davon aus, dass die Federal Reserve die Leitzinsen anheben wird. Die Inflation verharrte im August auf Jahressicht bei 3,4 Prozent, wie das zuständige Statistikbüro vergangene Woche mitteilte. Auch die für die Fed besonders relevante Kerninflation bleibt auf erhöhtem Niveau. Sie betrug 2,4 Prozent.

Die Wall Street hat sich laut Markus Koch darauf eingestellt, dass die US-Notenbank die Zinsen anhebt. Entscheidend werde, welche Signale Fed-Chef Kevin Warsh am Mittwoch zum künftigen Zinskurs und zur Bilanzpolitik sende, sagt der Börsenexperte.

Experten hatten die Zahlen zwar so erwartet, die Erwartungen an eine Zinserhöhung erhärteten sich aber trotzdem. Vor Bekanntgabe der Inflationsdaten rechneten rund 70 Prozent mit einem Zinsschritt nach oben, während 30 Prozent keine Veränderung erwarteten. Seit die Daten öffentlich sind, stieg die Erwartung einer Zinserhöhung bis auf über 90 Prozent an.

Die Fed hat ein Doppelmandat und strebt neben stabilen Preisen auch eine Vollbeschäftigung an. Der Arbeitsmarkt zeigte sich im August robust, es wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet. Auch diese Entwicklung unterstützt eine Zinserhöhung.

US-Präsident Trump hatte nach der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts für August in der vergangenen Woche dagegen eine Zinssenkung gefordert. „Senkt die Zinsen, oder ich höre auf, mit Ländern zu handeln, mit denen wir ein Defizit haben“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Hohe Zinsen benachteiligen die USA sehr unfair, das werde ich nicht zulassen!“

Analysten sehen den Zinsschritt an den Märkten bereits als eingepreist an. Entwicklungen an den Märkten erwarten sie lediglich, sollte Fed-Chef Kevin Warsh zusätzlich auch Signale für die weitere Zinspolitik liefern. „Entscheidend für die Märkte wird sein, ob Warsh den Schritt als einmalige Anpassung darstellt oder ob er wegen anhaltender Inflation weitere Straffung signalisiert“, schreibt Daniela Hathorn, Senior Market Analyst bei Capital.com. Das ist jedoch unwahrscheinlich. Warsh war bisher eher zurückhaltend mit Aussagen zu seiner langfristigen Zinspolitik.

Ein zusätzlicher Faktor in dieser Debatte: Die Ölpreise stiegen nach den neuesten Angriffen in Nahost wieder über 100 Dollar. Am Dienstag hält sich die Referenzsorte für Europa, Brent, zur Lieferung im November bei 105 Dollar je Barrel. Im September hat sich die Ölsorte in der Spitze um 18 Prozent verteuert. Damit ist der Ölpreis noch immer weit von seinem Höchstwert seit Beginn des Krieges gegen den Iran bei über 120 Dollar je Barrel entfernt. Experten erwarten aber einen weiteren Anstieg. „Öl bleibt in der Zinsdebatte von zentraler Bedeutung“, resümiert Hathorn.

Im Gegensatz zu früheren Phasen des Krieges, ist dieses Mal nicht nur die wichtige Straße von Hormus unpassierbar, auch die Alternativroute für Saudi-Arabien, die während des Krieges vermehrt genutzt wurde, ist keine Option mehr. Zum einen wurde die Pipeline im saudischen Hafen Yanbu beschädigt, zum anderen haben die jemenitischen Huthis sich in den Krieg eingeschaltet und bedrohen die Handelsroute, die Saudi-Arabien mit dem Roten Meer verbindet.

Derweil steigen auch die Renditen der US-Staatsanleihen weiter an. Die hohe Inflation und die Zinserwartungen drücken auf die Kurse der Anleihen. In der Spitze klettert die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe am Dienstag auf 5,04 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 19 Jahren.

Zuletzt ist zudem auch das Angebot an Unternehmens- und Staatsanleihen gestiegen. Ein Rückkauf der US-Regierung in hohem Ausmaß – eine Maßnahme des US-Finanzministers Scott Bessent, um die Renditen wieder nach unten zu drücken – bewirkte kaum etwas. Auch Bedenken hinsichtlich des langfristigen Haushaltskurses der USA wirken sich negativ auf die Renditen aus.

Am Montag hatte sich noch eine weitere Entwicklung auf die US-Börsen ausgewirkt: Warnungen der Chefs von Anbietern Künstlicher Intelligenz (KI) wie Anthropic und OpenAI lösten am Montag deutliche Kursverluste bei KI-Aktien an der Wall Street und anderen Börsen aus. Mehrere führende Köpfe hatten gefordert, die KI-Entwicklungen zu verlangsamen – um die Sicherheit der Systeme zu gewährleisten.

Der technologielastige Nasdaq notierte im Tagesverlauf bis zu 1,3 Prozent tiefer. Die US-amerikanischen Chiphersteller verloren teils deutlich. Der große Abwärtstrend ergibt sich daraus allerdings bisher nicht. Am Dienstag notierten viele der Papiere leicht im Plus. Auch der Nasdaq‑Index lag zunächst unverändert, notiert später aber 0,6 Prozent im Minus.

Chiptitel: Die Papiere von Intel, ARM Holdings, AMD und Marvell Technology legen allesamt leicht zu nach den teils hohen Verlusten des Vortages.

Coca-Cola: Coca-Cola will bis 2030 zehn Milliarden Dollar in seinem Heimatmarkt investieren. Die Summe solle für das Unternehmen selbst und seine Abfüllpartner ausgegeben werden, sagte Finanzvorstand John Murphy. In der Zahl seien auch bereits angekündigte Projekte in mehreren US-Bundesstaaten enthalten. Die Aktie verliert 0,4 Prozent.

Skyworks Solutions: Der spezialisierte Halbleiterhersteller ist wichtiger Zulieferer von Apple und legt bereits seit mehreren Tagen zu. Apple hatte kürzlich sein neues faltbares iPhone vorgestellt. Zudem verkündete CEO Phil Brace kürzlich, dass eine 22-Milliarden-Dollar-Fusion mit Qorvo kurz vor der finalen behördlichen Genehmigung stehe. Die Aktie gewinnt am Dienstag 12,4 Prozent. Seit Mitte Juli hat sie um ein Drittel zugelegt.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Federal Reserve erhöht die Leitzinsen.

    Very likely · Within days

Open Questions

  • Wie hoch wird der Zinsschritt der Fed ausfallen?
  • Welche Signale gibt Kevin Warsh zur langfristigen Bilanzpolitik?

Related Topics

This article was originally published by Handelsblatt.

Related Stories

More on this topicfed