
AI-generated summary
Der Artikel beschreibt die Marktentwicklung zum Monatsbeginn September, beeinflusst von steigenden Anleiherenditen weltweit, geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und anhaltenden Diskussionen über die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed.
Die Wall Street startet schwächer in den September. Der Hauptbelastungsfaktor sind erneut die steigenden Renditen am globalen Anleihemarkt. Die Renditen ziehen in den USA, Europa und Japan an, während Öl der Sorte Brent nach neuen Zwischenfällen in der Straße von Hormus auf rund 92 US-Dollar steigt. Zwei Supertanker wurden dort von unbekannten Projektilen getroffen, was die Inflationssorgen zusätzlich anfacht.
Entsprechend liegen S&P 500, Dow und Nasdaq vorbörslich im Minus, während Tech und Halbleiter besonders unter Druck stehen. Gleichzeitig wird für die Fed-Sitzung am 16. September inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von rund 66 Prozent für eine Zinserhöhung eingepreist.
Der Markt wartet heute vor allem auf den ISM-Index der Industrie und die JOLTS-Daten, wobei besonders die Preiskomponente des ISM wichtig ist: Jede weitere Entspannung bei der Inflation dürfte positiv aufgenommen werden. Geopolitisch bleibt die Lage angespannt, auch wenn Irans Präsident in den vergangenen zwei Tagen erneut ausdrücklich eine Rückkehr zu einer Vereinbarung mit den USA ins Spiel gebracht hat.
Im KI-Sektor ist der Kapitalbedarf weiterhin enorm: SB Energy weist in seinem Börsenprospekt zwar einen Auftragsbestand von 8,8 Gigawatt im Wert von rund 439 Milliarden US-Dollar aus, allerdings entfallen davon 8 Gigawatt auf nur ein Großprojekt für OpenAI. Dabei sind bisher lediglich 0,8 Gigawatt Stromversorgung vertraglich gesichert. Zusätzlich unterstreicht ein 35-Milliarden-US-Dollar-Clouddeal von Anthropic mit Lambda erneut die zunehmend zirkuläre Finanzierung des KI-Booms.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Fed wird am 16. September die Zinsen erhöhen.
Likely · Within days
Die Ölpreise werden kurzfristig weiter steigen, wenn die geopolitischen Spannungen in der Straße von Hormus anhalten.
Possible · Within weeks
Die Investitionen in KI-Infrastruktur werden weiterhin hoch bleiben, trotz der derzeitigen Finanzierungslücken bei einzelnen Projekten.
Likely · Within months

Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Mieterbundes zeigt, dass 50 Prozent der Mieter in Deutschland befürchten, im Falle eines Umzugs keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden. 29 Prozent machen sich Sorgen, ihre Miete künftig nicht mehr zahlen zu können, und 58 Prozent gaben an, dass ihre Wohnkosten in den letzten zwölf Monaten gestiegen seien.
Das Berliner Autohaus König, größter Renault-Händler Deutschlands, hat nach 60 Jahren Insolvenz angemeldet, obwohl es im ersten Quartal 2025 einen Rekordabsatz von über 11.600 Fahrzeugen und einen Höchstwert beim Werkstattumsatz erzielte. Mehrheitsgesellschafterin Dagmar König soll zuvor nach einem Käufer gesucht haben.

Der Bundesverband SchienenNahverkehr, zahlreiche Eisenbahnunternehmen und der Freistaat Bayern haben Klage beim Verwaltungsgericht Köln gegen die Neugestaltung der Schienenmaut eingereicht. Der Europäische Gerichtshof hatte den bisherigen Preisdeckel für den Personennahverkehr als rechtswidrig erklärt, wodurch die Bundesnetzagentur neue Trassenpreise veröffentlichte, die für 2026 Mehrkosten von mehreren Hundert Millionen Euro bedeuten. Die Bundesländer warnen vor Verkehrskürzungen, falls keine finanzielle Kompensation erfolgt.

Eine Umfrage des Deutschen Mieterbunds zeigt, dass jeder zweite Mieter in Deutschland Angst hat, bei einem Umzug keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden. 29 Prozent befürchten, ihre Miete nicht mehr zahlen zu können. Die Mietpreisbremse und geplante Gesetzesänderungen reichen laut Mieterbund nicht aus, um die Krise zu lindern. Es fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen.

Das Mode- und Beautyunternehmen von Victoria Beckham hat im vergangenen Geschäftsjahr erstmals seit seiner Gründung einen Betriebsgewinn von 7,3 Millionen Pfund erzielt, nachdem es jahrelang Verluste geschrieben hatte. Der Turnaround wird einer drastischen Restrukturierung und dem Einstieg einer Investmentfirma im Jahr 2017 zugeschrieben.

Der Bundesverband Schienennahverkehr hat Klage gegen den Trassenpreisbescheid der Bundesnetzagentur für 2026 eingereicht, da rückwirkend Kostensteigerungen von neun Prozent und eine Nachzahlung von 400 Millionen Euro anfallen. Über 40 Eisenbahnverkehrsunternehmen sind beteiligt, Bayern unterstützt die Klage. Der Verband sieht die Erfolgsaussichten als 'sehr gut' an und warnt vor Betriebswirtschaftlichen Schwierigkeiten sowie möglichen Fahrplanausdünnungen.