Minderheitsregierung nutzt Ständigen Ausschuss zur Umsetzung von Wohnungsmarkt-Regulierungen nach Parlamentsauflösung
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Nach dem Scheitern ähnlicher Gesetzesvorhaben im Parlament kündigte Ministerpräsident Sánchez Neuwahlen an. Die Regierung nutzt nun den Ständigen Ausschuss als Notparlament.
Die spanische Regierung hat erneut zwei Dekrete für mehr Schutz von Mieterinnen und Mietern beschlossen. Damit versucht die sozialdemokratische Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez inmitten einer Parlamentskrise, die Regulierung des Wohnungsmarktes zu stärken. Das Scheitern ähnlicher Gesetze an der konservativen Mehrheit im Parlament hatte zuvor dazu geführt, dass Sánchez am Montag Neuwahlen ankündigte.
Durch die Auflösung des Parlaments kann Sánchez' Minderheitsregierung die Dekrete nun mit Unterstützung des Ständigen Ausschusses beschließen, einer Art Notparlament. Das Übergangsgremium mit 68 Abgeordneten und einer Präsidentin übernimmt laut Verfassung nach der Auflösung des Parlaments dessen Aufgaben.
Die Mitglieder des Ausschusses werden proportional zur Fraktionsstärke ausgewählt, allerdings können sich Mehrheitsverhältnisse durch Rundungen beim Anteil kleiner Fraktionen verschieben. Dadurch verfügt die Regierung in dem Gremium über eine knappe Mehrheit von 35 zu 34 Stimmen.
Die beschlossenen Mieterschutzmaßnahmen umfassen unter anderem Mietpreisdeckel, ein vorübergehendes Verbot für Zwangsräumungen und Beschränkungen für den Kauf von Wohnimmobilien durch Unternehmen. Sánchez begründete die Pläne mit »gesundem Menschenverstand« und verwies auf Umfragen, wonach ein Großteil der Bevölkerung mehr staatliche Eingriffe in den Immobilienmarkt wolle.
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Umsetzung der Mieterschutz-Dekrete durch den Ständigen Ausschuss.
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