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Das Bundesverfassungsgericht wurde 1949 gegründet und hat seitdem grundlegende Entscheidungen zu Bürgerrechten, Parteienverboten und staatlichen Grenzen getroffen. Es stärkte die Pressefreiheit nach der SPIEGEL-Affäre und entschied über Schwangerschaftsabbruch, Kruzifixe in Schulen und Klimaschutzziele.
Wüst führt politische Gespräche in Ankara und verleiht in Istanbul einen Preis für Toleranz und Versöhnung zwischen den Kulturen an İlkay Gündoğan, den ehemaligen Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft. Wüst kann sich so nicht nur ein wenig als Außenpolitiker, sondern auch als großer Freund der Deutschtürken präsentieren – längst eine relevante Wählergruppe für die Union und sowieso für einen Politiker, der an seine Zukunft denkt.
Wer das letzte Wort hat, hat enorme Macht. Seit 75 Jahren werden die letztgültigen Entscheidungen für die Bundesrepublik Deutschland in Karlsruhe getroffen. Heute versammeln sich die Spitzen des Staates zu einem Festakt anlässlich dieses Jubiläums.
In den 75 Jahren seines Bestehens hat das Bundesverfassungsgericht bisher zwei Parteien verboten. Es hat dafür gesorgt, dass Männer nicht mehr das letzte Wort in einer Ehe haben, hat das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und auch das auf Versammlungsfreiheit gestärkt und im Nachgang der SPIEGEL-Affäre die freie Presse als »Wesenselement des freiheitlichen Staates« unter besonderen Schutz gestellt.
Karlsruher Richter haben entschieden, ob und unter welchen Umständen Frauen eine Schwangerschaft beenden dürfen, dass Kruzifixe an den Wänden von bayerischen Volksschulklassenzimmern gegen die Religionsfreiheit verstoßen, dass die Regierung keinen eigenen Fernsehsender gründen darf und dass es nicht ohne Weiteres eine Beleidigung ist, wenn man Kurt Tucholsky mit dem Satz »Soldaten sind Mörder« zitiert. Das Verfassungsgericht hat unsere Selbstbestimmung über unsere Daten festgeschrieben, die Möglichkeiten und Grenzen der europäischen Integration festgelegt und der Regierung auferlegt, Klimaschutzziele nicht immer wieder in eine ferne Zukunft zu verschieben.
Und obwohl das Bundesverfassungsgericht rein juristisch argumentiert, haben seine Entscheidungen manchmal weitreichende politische Folgen: Als der Ampelregierung 2023 die Umwidmung von Geldern verboten wurde und ihr daraufhin das Geld knapp wurde, war das der Anfang vom Ende der Koalition.
Das Vertrauen der Bevölkerung ins Verfassungsgericht ist nach wie vor hoch, doch die Werte sind in den vergangenen Jahren gesunken. Zum Geburtstag wünsche ich gute Erholung. Denn ich fürchte, in den nächsten Jahren kommen noch einige harte Fälle auf Karlsruhe zu. Und womöglich das dritte Parteiverbot.
Mehr Hintergründe hier: Die unterschätzten Stärken Westdeutschlands
Wie meine Kollegen Benjamin Bidder, Michael Brächer und Florian Diekmann in ihrem aktuellen Report zeigen, gehen die Lieferungen deutscher Güter nach China zwar zurück, aber dieser Rückgang wird von anderer Kundschaft mehr als wettgemacht: »Die Exporte in Länder wie Polen, Ungarn oder die Slowakei haben in den vergangenen Jahren so stark zugelegt, dass die Nachfrage aus dem Osten zu einer der wichtigsten Stützen der deutschen Wirtschaft geworden ist.«
Den Text der Kollegen empfehle ich vor allem der älteren Leserschaft zur Lektüre, die 2004 zu der überwiegenden Mehrheit gehört hat, die damals der Osterweiterung der Europäischen Union ablehnend gegenüberstand. Heute können wir alle froh sein, dass sie sich geirrt haben.
Die ganze Geschichte hier: Wie Polen die deutsche Wirtschaft rettet
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Das Bundesverfassungsgericht wird in den nächsten Jahren weitere grundlegende Entscheidungen treffen, möglicherweise ein drittes Parteiverbot aussprechen.
Possible · Within years
Health Minister Carsten Linnemann wanted to bring his care reform plans to the cabinet, but the SPD is threatening a blockade due to a lack of structural reforms and is demanding a fair contribution from those with private insurance and a care cap of 1,500 euros. Internal coalition tensions are escalating after state elections in MV and Berlin, while the CDU and Greens warn against purely austerity-oriented changes.

US President Donald Trump asked Chinese leader Xi Jinping whether he was interested in buying American weapons, US Ambassador David Perdue told Fox News. The question was raised in connection with planned arms sales to Taiwan, with Perdue dismissing suggestions that Trump was holding back shipments to accommodate China.
NRW Prime Minister Hendrik Wüst sees the AfD's rise in surveys as reversible, points to lower support in local elections in 2025 compared to the federal election and emphasizes the need to rethink political content. He highlights the integral role of Turkish immigrants in Germany's reconstruction and infrastructure and announces a three-day trip to Turkey to mark the 65th anniversary of the recruitment of Turkish workers.

In an interview with Caren Miosga, Robert Habeck spoke about his North Pole metaphor, rejected rumors about a political comeback or a new party with Volker Wissing and spoke about his new book "Arctic Meltdown". He sees the rise of right-wing populist parties as a European phenomenon, based on fears of economic decline, and criticizes the defensive stance of the political center.
The Office for the Protection of the Constitution warns of Chinese espionage activities when German research institutions collaborate with Chinese universities. China has been building a comprehensive system of technology and know-how transfer for years in order to expand its political, economic, technological and military supremacy. The focus is particularly on quantum technology, AI, hypersonics as well as bio and surveillance technologies.

A week after the Berlin House of Representatives election, the prospects of coalition negotiations between the Left, the Greens and the SPD are increasing, as are concerns about allegations of anti-Semitism and possible connections to clan crime among the Left. Excluding the left could amount to a second firewall that would weaken the democratic center.