WWF schlägt fischereifreie Zonen im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor
Quick Look
- Der WWF schlägt fischereifreie Zonen im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor, um die Fischereitätigkeit der Krabbenkutter um rund 25 Prozent zu beschränken und wertvolle Naturräume zu schützen.
- Der Zukunftsdialog zwischen Fischern, Naturschützern und der Landesregierung war im Sommer 2025 gescheitert, während in Niedersachsen bereits konkrete Vorschläge für den Schutz von zehn Prozent des Küstenmeeres vorliegen.
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Why It Matters
Der Zukunftsdialog zwischen Krabbenfischern, Naturschützern und der Landesregierung über die Fischerei im Nationalpark Schleswig-Holstein Wattenmeer scheiterte im Sommer 2025 wegen Uneinigkeit über den Umfang neuer fischereifreier Gebiete. Seitdem wurden die Gespräche nicht wieder aufgenommen.
Ein gutes Jahr nach dem ergebnislosen Ende des Zukunftsdialogs Krabbenfischerei im schleswig-holsteinischen Wattenmeer legt die Umweltorganisation WWF einen Plan für fischereifreie Zonen vor. «Die Flächen sind so gewählt, dass die Fischereitätigkeit der Krabbenkutter in den schleswig-holsteinischen Küstengewässern um rund 25 Prozent beschränkt wird während zugleich besonders wertvolle Naturräume geschützt werden», teilte der WWF mit. Der WWF fordert die Landesregierung auf, Regelungen für einen verbesserten Schutz der Unterwasserwelt zu erarbeiten.
Gespräche scheiterten im Sommer 2025 vorerst
Der Zukunftsdialog zwischen Krabbenfischern, Naturschützern und Landesregierung über die Fischerei im Nationalpark war im Sommer 2025 vorerst gescheitert - obwohl alle Seiten ihn als konstruktiv bezeichnet hatten. Hauptgrund war, dass sich die beteiligten Gruppen nicht auf den erforderlichen Umfang neuer fischereifreier Gebiete im Nationalpark einigen konnten. Die Gespräche sind seitdem nicht wieder aufgenommen worden.
Das Landwirtschaftsministerium in Kiel ging im Frühjahr dieses Jahres nicht davon aus, dass in der aktuellen Legislaturperiode noch eine abschließende, von allen Beteiligten getragene Verständigung erzielt werden kann. In Schleswig-Holstein wird im Frühjahr 2027 gewählt. Das Ziel, eine tragfähige und ausgewogene Lösung im Dialog zu entwickeln, bleibe aber bestehen, hieß es.
In Niedersachsen ist man weiter
In Niedersachsen sind Fischer, Umweltgruppen und Landesregierung bereits einen Schritt weiter bei der Suche nach fischereifreien Zonen. Rund zehn Prozent des niedersächsischen Küstenmeeres sollen künftig streng geschützt und für die Fischerei gesperrt werden. Die Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft hatten dazu nach einem Fischereidialog im Juli konkrete Gebietsvorschläge vorgelegt, die nun im Landtag beraten werden sollen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Landesregierung Schleswig-Holstein wird im Frühjahr 2027 vor der Wahl eine Entscheidung über fischereifreie Zonen treffen müssen.
Likely · Within months
In Niedersachsen werden die konkreten Gebietsvorschläge für den Schutz von zehn Prozent des Küstenmeeres im Landtag beraten und wahrscheinlich verabschiedet.
Very likely · Within months
Open Questions
- Wird die Landesregierung den WWF-Vorschlag übernehmen?
- Wie reagieren die Krabbenfischer auf die vorgeschlagenen Einschränkungen?
- Wann wird eine Einigung zwischen allen Parteien erwartet?
- Welche konkreten Gebiete sollen im schleswig-holsteinischen Wattenmeer fischereifrei werden?


