
Mit dem 5,32 Meter langen X9 bringt Xpeng einen vollelektrischen Van nach Europa, der mit futuristischem Design, hoher Ladeleistung und luxuriöser Ausstattung punkten will.
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Großraumlimousinen werden in Asien zunehmend als luxuriöse Alternative zu klassischen Limousinen wahrgenommen. Xpeng versucht diesen Trend nun auf den europäischen Markt zu übertragen.
In Asien ist die noble Großraumlimousine mit Platzvorteil gerade im Höhenflug - mit dem X9 will Xpeng den Trend nach Europa bringen. Nach einer Fahrprobe muss man festhalten: Das könnte gelingen.
Der X9 ist eine Erscheinung: Schon allein wegen seiner schieren Ausmaße fällt der neue Van von Xpeng ins Auge.
Berlin. Er sieht aus wie eine Mischung aus Teslas Cybertruck und dem Space Shuttle der Nasa: Der neue Xpeng X9 ist ein Van, wie wir ihn mehr als 40 Jahre nach dem Debüt von Chrysler Voyager und Renault Espace fast vergessen haben.
Denn bei uns sind Großraumlimousinen mittlerweile oft nur noch aufgehübschte Kleintransporter. In Asien dagegen werden sie zunehmend als geräumige Alternative zur Luxuslimousine gekauft.
Und Xpeng, der Autobauer aus Guangzhou, zählt zu den ersten chinesischen Herstellern, die diesen Trend bei uns etablieren wollen.
Ein Auto ohne Ecken und Kanten
Schon äußerlich wirkt der ohne Ecken und Kanten gezeichnete X9 mit seiner Länge von 5,32 Metern gewaltig. Und auch beim Fahren merkt man es: Denn auch wenn man hinter einem konventionellen Lenkrad sitzt und auf die übliche Bildschirmlandschaft schaut, hat das Gefühl im X9 mit Autofahren wenig zu tun. So sind die Dimensionen des Autos wegen des tischtennisplattentiefen Armaturenbretts kaum abzuschätzen und man fährt eher nach den Kameraanzeigen als nach der eigenen Anschauung.
Der Antrieb leistet bis zu 370 kW/503 PS und beschleunigt das mehr als 2,7 Tonnen schwere Riesenauto in 5,9 Sekunden auf 100 km/h. Dabei hat man das Gefühl, durch die Hinterachslenkung ein sehr viel handlicheres Auto zu steuern. Die Luftfederung und die vollständige Schallisolierung sorgen dafür, dass man von der Fahrbahn genauso wenig mitbekommt wie von der Umgebung.
Die Assistenten sind nervös und deshalb nervig
Ein Manko gibt es bei den Assistenzsystemen. Die nehmen dem Fahrer zwar fast auch noch den letzten Rest Arbeit ab und machen den Griff zum Lenkrad zur reinen Formalität. Aber wie in den meisten Autos chinesischer Marken sind sie auch im X9 hypernervös und schnell so nervig, dass man sein Schicksal wieder selbst in die Hand nimmt und die Helfer in die Pause schickt.
Die Mitfahrer können sich derweil entspannt zurücklehnen. Der Fond bietet reichlich Platz und die Sitze der zweiten Reihe können im Topmodell zu Liegen mit Klimapolstern und Rückenmassagefunktion umgestellt werden. Vom Dach lässt sich bei Bedarf ein Vollformat-Bildschirm herunterfahren. In der dritten Sitzreihe geht es indes so bescheiden zu wie immer in Vans.
Groß bei Reichweite und Ladeleistung
Die für 77.600 Euro erhältliche Basisversion des X9 hat einen 94,8 kWh großen Akku für 535 Norm-Kilometer, das mindestens 10.000 Euro teurere Topmodell kommt mit 110 kWh bis zu 615 Kilometer weit.
An der Ladesäule geht es flotter als bei den meisten E-Auto-Konkurrenten: Mit bis zu 542 kW saugen sich die 800 Volt-Akkus voll. Nur zwölf Minuten vergehen von 10 bis 80 Prozent Ladestand.
Fazit: Ein Statement aus China
Nachdem Xpeng bei uns bislang eher unter dem Radar geflogen ist, dürfte der chinesische Hersteller mit dieser Luxus-Großraumlimousine weithin sichtbar werden und das elektrische Fahren auf ein neues Niveau heben.
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