Zahlen für September: Mehr Aufträge für Maschinenbauer
Vor allem aus dem Inland kommt frischer Wind für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Doch der Verband VDMA warnt vor zu viel Optimismus angesichts laufender Tarifverhandlungen.
Quick Look
- Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer verzeichneten im September 2025 ein Auftragsplus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, getrieben vor allem durch ein starkes Inlandsgeschäft.
- VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt warnt jedoch vor Risiken durch mögliche überhöhte Tarifabschlüsse.
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Why It Matters
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnet im September ein Auftragsplus von 14 Prozent, kämpft jedoch im Gesamtjahr mit einem anhaltenden Produktionsrückgang.
Frankfurt/Main. Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im September einen deutlichen Auftragszuwachs erhalten. Bereinigt um Preiseffekte waren die Bestellungen 14 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Vor allem aus dem Inland wurde mit einem Plus von 22 Prozent deutlich mehr bestellt als vor einem Jahr. Die Auslandsaufträge wuchsen um 11 Prozent.
Der hohe Gesamtzuwachs geht zum Teil auf den außerordentlich schwachen Vorjahresmonat zurück: Im September des Vorjahres waren die Bestellungen laut Verband um 19 Prozent gesunken.
Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres ergibt sich damit ein Auftragszuwachs von 5 Prozent. Schwach verlief das Neugeschäft im Euro-Raum mit einem Rückgang um 5 Prozent. Das Inland stagnierte, während aus dem Nicht-Euro-Ausland 13 Prozent mehr Aufträge hereinkamen.
„Diese Bestellungen machen Mut, dass wir im kommenden Jahr tatsächlich das erhoffte Produktionsplus von 3 Prozent erreichen können“, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt. Im laufenden Jahr erwartet der Verband aber das vierte Jahr in Folge einen Produktionsrückgang.
Gernandt warnte: „Der aktuelle Konjunkturaufschwung ist noch ein wackeliges Pflänzchen und darf jetzt nicht durch neue Belastungen, etwa einen überhöhten Tarifabschluss, gleich wieder zertreten werden.“ Das bezieht sich auf die laufenden Tarifverhandlungen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie, in der die IG Metall 5 Prozent mehr Lohn fordert und aktuell Warnstreiks veranstaltet. Die Verhandlungen auf der Arbeitgeberseite führen Gesamtmetall und die regionalen Metallverbände, nicht der VDMA.
What to Watch
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Produktionsplus von 3 Prozent im kommenden Jahr
Possible · Within months
Open Questions
- Wie enden die tariflichen Auseinandersetzungen in der Metall- und Elektroindustrie?
- Tritt das prognostizierte Produktionsplus von 3 Prozent im kommenden Jahr ein?







