
AI-generated summary
Während einer Rekord-Hitzewelle untersuchte die Apotheken Umschau, wie Versandapotheken temperatursensible Medikamente wie Zäpfchen liefern. Die Zäpfchen sollen bei Raumtemperatur (max. 25°C) gelagert werden und schmelzen bei Körpertemperatur.
Die Redaktion habe während der Rekord-Hitzewelle testweise bei neun großen Versandapotheken Zäpfchen mit Paracetamol oder Dimenhydrinat bestellt, einem Mittel gegen Übelkeit, schreibt die Apotheken Umschau. Die Zäpfchen sollen bei Raumtemperatur, also maximal 25 Grad Celsius gelagert werden und schmelzen bei Körpertemperatur. Das Ergebnis des Versuchs fiel demnach sehr unterschiedlich aus. Einzelne Päckchen seien gut isoliert und mit einem Kühlpack versendet worden. Mehrere Versandhändler hätten bewusst ihre Logistik angepasst, um schneller zu liefern, oder auch besonders temperaturempfindliche Medikamente vorübergehend aus dem Sortiment genommen. Doch in anderen Fällen kamen Zäpfchen teils deutlich aufgeweicht an.
Auf gemeinsam mit Medikamenten bestellten Badethermometern las die Redaktion laut ihrem Bericht beim Öffnen der Pakete Werte von um die 30 Grad Celsius ab. Messgeräten in extra versendeten Begleitpaketen zufolge lagen die Temperaturen in Lieferwagen, in denen Medikamente ankamen, bei über 33 Grad Celsius. Und über das Hitzerekord-Wochenende vom 27. und 28. Juni seien Medikamente bei Logistikunternehmen liegengeblieben. In einem dieser Lager bei Berlin hätten die Messgeräte mehr als 46 Grad Celsius ergeben, so die Apotheken Umschau. Nach Auswertung von Sendungsinformationsdaten hätten sich dort mutmaßlich auch Pakete mit Zäpfchen mehrerer Versandapotheken befunden.
Einzelne Versandapotheken räumten in Einzelfällen menschliche Fehler ein
Einmal geschmolzene oder weich gewordene Zäpfchen dürfe man nicht mehr verwenden, da sich der Wirkstoff umverteilen könne, erklärte Ulrike Holzgrabe, Seniorprofessorin für Pharmazeutische und Medizinische Chemie an der Universität Würzburg, der Zeitschrift. „Das ist bei Paracetamol-Zäpfchen bei Applikation an Säuglingen und kleinen Kindern gefährlich, da sie nur geringe Dosen vertragen.“ Regina Scherließ, Professorin für Pharmazeutische Technologie an der Universität Kiel, sagte über den Versand: „Aus einem Arzneimittel, das super kontrolliert war und bei dem wir viele Vorkehrungen getroffen haben, damit es genau das tut, was wir wollen, haben wir ein Arzneimittel gemacht, bei dem wir komplett auf das Glück angewiesen sind.“
Die Apotheken Umschau konfrontierte die Versandapotheken mit den Ergebnissen ihrer Recherche. Nicht alle antworteten; einzelne bezweifelten, ob die gemessenen Temperaturen tatsächlich aussagekräftig seien. Von in anderen Paketen versandten Thermometern etwa lasse sich nicht auf die Innentemperatur von Paketen mit zu kühlendem Inhalt schließen. Andere Versandapotheken räumten menschliche Fehler in Einzelfällen ein. So seien etwa bei einer begrenzten Zahl von Sendungen Medikamente ohne die vorgesehene Kühlverpackung versandt worden.
Nach Auskunft von Behörden werden deutsche Versandapotheken laut Apotheken Umschau teils etwa alle zwei bis drei Jahre kontrolliert. Für ausländische Apotheken sind die Aufsichtsbehörden in den jeweiligen Heimatländern zuständig.
In Sachsen wurde das Shamonda-Virus erstmals bei Rindern nachgewiesen – im Vogtland und Erzgebirge. Das durch Stechmücken übertragene Virus führt zu Milchrückgang, Fieber und Durchfall bei Kühen. Eine Impfung existiert nicht, die Behandlung erfolgt tierärztlich.

Die Pflegeversicherung weist ein Defizit von 770 Millionen Euro für das erste Halbjahr 2026 auf. Bis Jahresende könnten weitere 500 Millionen Euro nötig werden, insgesamt wird ein Jahresdefizit von 1,2 Milliarden Euro erwartet. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen warnt vor finanzieller Erschöpfung und ruft Alarmstufe Rot aus. Die schwarz-rote Koalition plant eine Pflegereform für den Herbst, um Beitragserhöhungen zu vermeiden.

Der GKV-Spitzenverband warnt, dass die Einnahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung im Oktober nicht mehr ausreichen werden, um Leistungen vollständig zu finanzieren. Bis Jahresende wird ein Defizit von 1,2 Milliarden Euro erwartet, während der Bund bereits 3,2 Milliarden Euro Darlehen gegeben hat. Die Kassen fordern eine kurzfristige Stabilisierung durch Rückzahlung von Coronazeit-Schulden, Übernahme von Rentenbeiträgen für pflegende Angehörige und Investitionskosten durch die Länder, um eine strukturelle Reform zu ermöglichen.
Wegen möglicher Listerien-Verunreinigung ruft die Firma Fleischwaren Wulff drei Sorten Streichmettwurst zurück. Betroffen sind Produkte mit dem Produktionsdatum 31. Juli, die in sechs Bundesländern verkauft wurden. Kunden erhalten den Kaufpreis erstattet.

Die gesetzliche Pflegeversicherung verzeichnete im ersten Halbjahr ein Defizit von 770 Millionen Euro. Verbandschef Oliver Blatt warnt vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit ab Oktober und fordert strukturelle Reformen sowie eine Finanzspritze von zehn Milliarden Euro für 2027.
Der gesetzlichen Pflegeversicherung fehlen laut GKV-Spitzenverband bis Jahresende rund 500 Millionen Euro. Die Ausgaben steigen demnach fast dreimal stärker als die Einnahmen, für 2025 wird ein Finanzbedarf von zehn Milliarden Euro erwartet.