
Stimmungsbarometer für deutsche Wirtschaft erreicht den höchsten Stand seit Februar.
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Das ZEW erfasst monatlich die Konjunkturerwartungen von rund 300 Finanzexperten für Deutschland.
Mannheim. In der deutschen Wirtschaft hellt sich die Stimmung auf: Die ZEW-Konjunkturerwartungen haben sich im August erneut deutlich verbessert. Das Stimmungsbarometer stieg zum Vormonat um 7,9 Punkte auf plus 34,2 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Anstieg auf 30 Punkte erwartet.
Der Konjunkturindikator, für den monatlich rund 300 Finanzexperten befragt werden, erholte sich damit den vierten Monat in Folge und erreichte den höchsten Stand seit Februar. Im Februar, und damit vor dem Iran-Krieg, hatten die Konjunkturerwartungen noch bei 58,3 Punkten gelegen.
„Der Stimmungsaufschwung in der deutschen Wirtschaft geht weiter“, sagte Elmar Völker, Analyst bei der Landesbank LBBW. „Trotz aller Störfeuer vom ungelösten Nahost-Konflikt bis zur Niedrigwasserkrise zeigen die Finanzmarktexperten zum vierten Mal in Folge eine wachsende Zuversicht, dass die Konjunktur den Widrigkeiten trotzt.“ Nicht nur die Zukunftsaussichten verbesserten sich, sondern auch die Einschätzungen der aktuellen Lage machten - von sehr niedrigem Niveau aus - mehr Fortschritte als gedacht.
ZEW-Präsident Achim Wambach verweist auf jüngste Unternehmens- und Exportzahlen und spricht von einem „positiven Trend in den Erwartungen“. Während die deutsche Wirtschaft von den Infrastrukturprogrammen der Bundesregierung profitiere, berge das Rekord-Niedrigwasser am Rhein allerdings ein akutes zusätzliches Risiko für die Konjunktur.
Die deutsche Wirtschaft war im Frühjahr um 0,2 Prozent gewachsen und hatte damit an ein leichtes Plus zu Jahresbeginn angeknüpft. Dabei halfen starke Exporte: Im Juni wurden Waren im Wert von gut 139 Milliarden Euro in alle Welt geliefert - so viel wie noch nie in einem einzelnen Monat.

Der deutsche Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg beliefert von seinem Werk in Vietnam aus US-Tech-Konzerne wie Amazon. Die Produktion in der Provinz Dong Nai dient dazu, die Abhängigkeit von China zu reduzieren und den Export in die USA zu erleichtern.

Ralf Damde, Betriebsratschef bei DB Regio, kritisiert das Konzept der Korridorsanierungen der Deutschen Bahn. Er bemängelt hohe Kosten, den Austausch funktionstüchtiger Bauteile und die Beschäftigungslage der Mitarbeiter während der monatelangen Vollsperrungen.

Nach einem Urteil des US Supreme Court gegen Trumps Zollpolitik erhalten deutsche Unternehmen wie DHL und Siemens Healthineers Rückerstattungen in Millionenhöhe. Insgesamt wurden weltweit 81,3 Milliarden US-Dollar an Zöllen zurückgezahlt.

Die Renditen für 30-jährige US-Staatsanleihen stiegen auf 5,31 Prozent, den höchsten Stand seit 2007. Finanzminister Scott Bessent plant Interventionen durch Umschuldung, um steigende Kreditkosten und konjunkturelle Belastungen zu begrenzen.

Nach einer enttäuschenden Erntebilanz des Deutschen Bauernverbands aufgrund von Hitze und Trockenheit erwarten Experten keine Versorgungsengpässe in deutschen Supermärkten. Verbraucher müssen sich jedoch auf steigende Preise für Obst, Gemüse und Kartoffeln einstellen.

Tatjana Kim, Gründerin des russischen Onlinehändlers Wildberries, steht im Zentrum eines Machtkampfes. Der Artikel beleuchtet ihren Aufstieg zur reichsten Frau Russlands und die aktuellen Herausforderungen für ihr E-Commerce-Imperium.