Zu wenig Bewegung bei Kindern: „Früher konnten Kinder mit dem, was da war, etwas anfangen“
Die Jugendabteilungen von Sportvereinen verzeichnen Rekordzahlen, doch außerhalb des Trainings bewegen sich Kinder immer seltener. Etwa 80 Prozent verfehlen die WHO-Vorgaben.
Quick Look
- Trotz Rekordmitgliedschaften in Sportvereinen bewegen sich rund 80 Prozent der Kinder in Deutschland zu wenig und verfehlen das WHO-Mindestmaß.
- Expertin Katja Sturm beleuchtet die Diskrepanz zwischen Vereinsboom und mangelnder Alltagsbewegung.
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Why It Matters
Etwa 80 Prozent der Jungen und Mädchen erreichen laut Untersuchungen nicht das von der WHO geforderte Mindestmaß an täglicher Bewegung.
In vielen Städten gibt es, anders als hier, entweder nicht genügend sportliches Angebot oder aber die Kinder haben zu wenig Zeit, um Sport zu treiben. Beides ist ein Problem.
Die Jugendabteilungen der Turn- und Sportvereine sind groß wie nie, aber außerhalb von Trainingsstunden und Sporthallen bewegen sich Kinder immer seltener. Dabei bräuchte es wenig, um das zu ändern.
Früher soll alles besser gewesen sein. Kinder kraxelten furchtlos in Bäumen herum, balancierten problemlos auf der Mauer und sprangen leichtfüßig Seil. Heute gilt der Nachwuchs zu großen Teilen als unsportlich. Untersuchungen nach erreichen etwa 80 Prozent der Jungen und Mädchen nicht einmal das von der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgegebene Mindestmaß an körperlicher Bewegung von täglich einer Stunde. Andererseits verzeichnen die Turn- und Sportvereine hierzulande auch in den jüngsten Altersgruppen Mitgliedszahlen in Rekordhöhe. Wie passt das zusammen?
Open Questions
- Welche konkreten Maßnahmen planen Sportvereine und Städte?
- Wie lässt sich die Alltagsbewegung in Schulen verbessern?



