Tschechien: Familie muss kostbaren Mondstaub an Akademie übergeben
Hızlı Bakış
- Die Familie einer verstorbenen Wissenschaftlerin in Tschechien muss kostbaren Mondstaub und Gestein an die Akademie der Wissenschaften zurückgeben.
- Das Oberste Gericht entschied, dass die Proben, die in den 1970ern gesammelt wurden, Eigentum der Akademie sind.
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Die Familie einer Wissenschaftlerin in Tschechien hatte jahrzehntelang kostbaren Mondstaub und Mondgestein für sich behalten. Die Akademie der Wissenschaften klagte auf Herausgabe, nachdem die Familie eine Exportgenehmigung als Kulturgut beantragte, um das Material zu verkaufen.
Drei Jahrzehnte hatte eine Forschungseinrichtung nicht geahnt, dass ihr eigentlich kostbarer Mondstaub gehört hätte. Nun sollte das Material wohl verhökert werden - und der Fall flog auf.
Der Mond ist als Sichel im Nachthimmel über Tschechien zu sehen. (Symbolbild) Foto: Slavek Ruta/ZUMA Wire/dpa
Prag. Die Familie einer Wissenschaftlerin in Tschechien muss kostbaren Mondstaub an die Akademie der Wissenschaften in Prag übergeben, den sie jahrzehntelang für sich behalten hatte. Aufgeflogen war das, als eine Exportgenehmigung als Kulturgut für das Material beantragt wurde, wohl um es im Ausland an Sammler zu verkaufen. Die Akademie klagte auf Herausgabe durch die Familie der früheren Mitarbeiterin und bekam nun vom Obersten Gericht recht.
Sowjetische Mond-Sonden des Luna-Programms hatten das Material in den 1970er Jahren gesammelt. Wie aus dem Urteil hervorgeht, handelt es sich um rund ein Gramm an Mondgesteinsfragmenten sowie ein Gramm Mondstaub, der in 16 Ampullen und Probenbehältern aufbewahrt ist.
Mondstaub zu Hause aufbewahrt
Die Tochter der Wissenschaftlerin hatte argumentiert, dass niemand in der Akademie das Material in mehr als 30 Jahren vermisst habe. Die Richter stellten fest, dass die Wissenschaftlerin die Mondproben bei einer Forschungsreise in die Sowjetunion als Vertreterin der Akademie der Wissenschaften entgegengenommen habe - und nicht als Privatperson.
Dazu wurden Zeugen befragt und Dokumente wie Reiseberichte aus der damaligen Zeit gesichtet. Der Forscherin müsse angesichts ihrer Stellung klar gewesen sein, dass die Proben „in keinem Fall in ihren Besitz“ gekommen seien, hieß es.
Mondstaub und Mondgestein, die zur Erde gebracht wurden, befinden sich fast ausnahmslos in staatlichem Eigentum. Vor knapp neun Jahren wurde einmal ein Beutel mit einem Rest Mondstaub in New York für umgerechnet etwa 1,6 Millionen Euro versteigert. Mit dem Täschchen hatte der 2012 gestorbene Astronaut Neil Armstrong 1969 Steinproben vom Mond zurückgebracht.
Açık Sorular
- Wie genau die Wissenschaftlerin die Proben damals in die Sowjetunion mitnehmen konnte.
- Ob die Familie versucht hat, das Material bereits zu verkaufen.
- Welchen Wert das Mondmaterial genau hat.



