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EU passt Klimaschutzregeln an, um Preissprünge zu vermeiden
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Handelsblatt11.06.2026Politik2 dk okumaGermany

EU passt Klimaschutzregeln an, um Preissprünge zu vermeiden

Auf einen Blick

  • Die EU passt ihr Handelssystem für Treibhausgas-Zertifikate an, um Preissprünge bei Kraftstoffen und Heizung ab 2028 zu vermeiden.
  • Eine Reserve für Zertifikate wird länger beibehalten und bei starken Preissteigerungen mehr Zertifikate freigegeben.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ab 2028 sollen Brennstoffe wie Benzin und Erdgas in das EU-Treibhausgas-Handelssystem einbezogen werden. Dies kann zu Preissprüngen bei Tanken und Heizen führen. Die EU hat nun Regeln angepasst, um dies zu verhindern.

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Ab 2028 werden in das Handelssystem mit Treibhausgas-Zertifikaten der EU auch Brennstoffe einbezogen. Damit das nicht in Preissprüngen endet, fasst die EU Klimaschutzregeln an. 11.06.2026 - 08:47 Uhr Artikel anhören

Straßenverkehr: Abgase eines Fahrzeugs steigen während der Fahrt aus dem Auspuff auf. Foto: Marijan Murat/dpa

Brüssel, Berlin. Um Preissprünge beim Tanken und Heizen für Verbraucher künftig zu vermeiden, will die EU in das Treibhausgas-Handelssystem eingreifen und damit Klimaschutzregeln anfassen. Konkret einigten sich

Unterhändler von EU-Staaten und dem Europaparlament darauf, eine Reserve für Emissionszertifikate länger beizubehalten und bei starken Preissteigerungen mehr daraus auf den Markt bringen zu können. Das teilten beide mit. Solche Zertifikate müssen bestimmte Unternehmen für den Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid (CO2) erwerben.

Zentrales Klimaschutzinstrument der EU

Das EU-Treibhausgashandelssystem (Emission Trading System, ETS) ist ein wichtiges Klimaschutzinstrument der Europäischen Union. Es wurde 2005 eingerichtet, um Treibhausgasemissionen zu verringern.

Das soll besonders in energieintensiven Sektoren als Anreiz dienen, Treibhausgase einzusparen. Ab 2028 werden auch Brennstoffe wie Benzin und Erdgas in das EU-System einbezogen. Der Preis der Zertifikate beeinflusst dann indirekt die Kosten für Heizöl, Erdgas, Diesel oder Benzin. Bislang gilt das System vor allem für Stromerzeugung und Industrie.

Nicht genutzte Zertifikate werden in der sogenannten Marktstabilitätsreserve (MSR) gehalten. Wenn zu viele im Markt sind, werden einige in die Reserve verschoben. Wenn zu wenige Zertifikate da sind oder der Preis stark steigt, gibt die Reserve zusätzliche Zertifikate frei.

Zertifikate länger als geplant gültig

Der Einigung zufolge sollen künftig mehr Zertifikate freigegeben werden, sobald der Preis über 45 Euro pro Tonne CO2 steigt. Ursprünglich war zudem geplant, die Reserve nicht dauerhaft zu erhalten, Zertifikate sollten Ende 2030 verfallen. Nun soll sie auch danach noch erhalten bleiben, um Preisschwankungen zu vermeiden.

In Deutschland gilt neben dem EU-System für Industrie und Strom bereits der nationale Emissionshandel für alle Gebäude und Verkehr. Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese sagte, der Start des europäischen Systems auch für Verkehr und Gebäude habe in Deutschland zunächst eine dämpfende Wirkung auf den CO2-Preis.

Mehr: Fast 50 Prozent mehr Geld für EU-Lobbyarbeit

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Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Marktstabilitätsreserve wird weiterhin zur Glättung von Preisschwankungen bei CO2-Zertifikaten eingesetzt.

    Sehr wahrscheinlich · Langfristig

  • Der CO2-Preis für Kraftstoffe und Heizung wird durch die Maßnahmen gedämpft.

    Wahrscheinlich · Mittelfristig

Offene Fragen

  • Wie genau wird die Freigabe von Zertifikaten aus der Reserve bei Preissteigerungen über 45 Euro pro Tonne CO2 gesteuert?
  • Welche konkreten Auswirkungen wird die dämpfende Wirkung des europäischen Systems auf den CO2-Preis in Deutschland haben?
  • Wie wird die Marktstabilitätsreserve langfristig verwaltet, nachdem sie nicht mehr nur bis Ende 2030 Bestand haben soll?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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