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SPD-Chef Klingbeil kritisiert Trump wegen Iran-Krieg
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Spiegel Deutschland·5/1/2026·🇩🇪Germany·Politics

SPD-Chef Klingbeil kritisiert Trump wegen Iran-Krieg

Schlagabtausch zwischen Merz und Trump eskaliert - Kanzler versucht Deeskalation

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SPD-Chef Lars Klingbeil hat US-Präsident Donald Trump scharf für dessen Iran-Politik kritisiert. Bei einer Veranstaltung zum Tag der Arbeit in Bergkamen im Ruhrgebiet sagte Klingbeil: »Gerade vor dem Hintergrund der letzten Tage, wo er sich dann über die deutsche Bundesregierung, über den Bundeskanzler äußert« sei es wichtig, Stellung zu beziehen. Mit Blick auf Trump fuhr er fort: »Ich glaube, der hat wirklich gedacht, das ist eine Sache von zwei, drei Tagen, und dann ist alles in Ordnung. Er trägt jetzt die Verantwortung dafür, dass dieser Krieg im Iran schnell aufhört. Vor allem soll er dafür sorgen, dass die Belastungen, die durch seinen Krieg entstanden sind, nicht bei uns, bei den Arbeitnehmern, bei den Verbrauchern und in der Wirtschaft ankommen.《 Europa müsse wirtschaftlich so stark werden, »dass wir uns von niemandem erpressen lassen müssen«, so Klingbeil. »Ich möchte nicht, dass wir davon abhängig sind, welche Laune Donald Trump heute oder morgen hat.《 Hintergrund der Kritik ist ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und Trump in den vergangenen Tagen. Der Kanzler hatte den USA vorgeworfen, »ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen« zu sein. Mit Blick auf die stockenden Friedensverhandlungen mit dem Iran sagte Merz, da werde »eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgarden«. Trump reagierte am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social mit scharfer Kritik an Merz: »Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!« Es sei kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht gehe. »Sowohl wirtschaftlich als auch sonst!« Am Tag darauf setzte Trump seine Kritik fort und forderte Merz auf, sich darauf zu konzentrieren, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden und »sein eigenes Land wieder auf Vordermann« zu bringen. Merz selbst versuchte, den Streit nicht weiter anzuheizen. Im Gespräch mit dem SPIEGEL sagte der Bundeskanzler: »Ich habe Donald Trump gesagt, warum wir den Irankrieg für falsch halten. Ich versuche trotzdem, mit dem amerikanischen Präsidenten ein gutes persönliches Verhältnis aufrechtzuerhalten. Bis jetzt gelingt das auch.《

This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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