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BackDie Linke wählt neuen Doppelspitze: Pantisano wird Co-Chef neben Schwerdtner
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Die Welt20.06.2026Política4 dk okumaGermany

Die Linke wählt neuen Doppelspitze: Pantisano wird Co-Chef neben Schwerdtner

En resumen

  • Die Linke hat auf ihrem Parteitag in Potsdam eine neue Doppelspitze gewählt.
  • Luigi Pantisano teilt sich nun die Parteiführung mit Ines Schwerdtner.
  • Pantisano erhielt jedoch nur knapp über 53% der Stimmen.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Auf einem Parteitag in Potsdam wurde Luigi Pantisano zum neuen Co-Vorsitzenden der Linken gewählt. Er tritt neben Ines Schwerdtner an und löst Jan van Aken ab. Pantisano kündigte an, polarisieren zu wollen und sorgte mit umstrittenen Aussagen zur CDU für Aufsehen.

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Die Linke hat eine neue Doppelspitze: Neben der bisherigen Co-Vorsitzenden Ines Schwerdtner wählte ein Parteitag in Potsdam den Bundestagsabgeordneten Luigi Pantisano zum neuen Vorsitzenden. Der 46-Jährige erzielte mit nur gut 53 Prozent ohne Gegenkandidaten allerdings ein schwaches Ergebnis.

Er wird Nachfolger von Jan van Aken, der seiner Partei zum Abschied ein ehrgeiziges Ziel setzte: Sie soll „sozialistische Volkspartei“ werden und 20 Prozent der Wählerstimmen erzielen. Für seine Nachfolger sei das eine Aufgabe, fügte er hinzu.

Der 65-jährige van Aken hatte aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Seit 2024 führte er mit Schwerdtner die Partei und hatte erheblichen Anteil an ihrem erneuten Einzug in den Bundestag 2025. Die Linke erreichte 8,8 Prozent der Stimmen und liegt inzwischen in Umfragen sogar bei 10 bis 12 Prozent.

Schwerdtner wurde mit knapp 86 Prozent im Amt bestätigt – für die Linke ein sehr gutes Ergebnis. Pantisano verfehlte sein Wunschziel von mehr als 70 Prozent hingegen deutlich.

Pantisano will polarisieren – CDU sei faschistisch

Pantisano formuliert bisher oft schärfer, als es von van Aken bekannt ist. In seiner Vorstellungsrede beim Parteitag sagte er, er „versuche auch zu polarisieren, das werdet ihr mit mir auch bekommen“.

So sagte Pantisano in einem „Bild“-Videointerview auf dem Parteitag: „Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst.“ Ziel der Linken sei es, „die Faschisten von der Macht fernzuhalten“.

Pantisano äußerte sich mit Blick auf mögliche Kooperationen mit der Union nach den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland; dort könnte es schwierig werden, in den Landtagen eine Mehrheit gegen eine erstarkte AfD zu bilden.

Auf Nachfrage stellte Pantisano klar, dass er die Formulierung selbst für unglücklich hält. „Das ist verkürzt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Es geht darum, dass Parteien wie die CDU die falsche Politik der AfD übernehmen und sie damit erst recht stark machen.“

Irritationen über Pantisanos Aussagen zur CDU

Mehrere Linken-Spitzenpolitiker aus ostdeutschen Landesverbänden zeigten sich anschließend irritiert über die Aussagen. Eva von Angern, Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, sagte dem Portal „t-online“: „Das möchte ich klarstellen: Die CDU ist eine demokratische Partei, in der sich viele Demokratinnen und Demokraten engagieren und die für die Menschen Politik machen.“ Auch wenn Kritik an vielen Stellen angebracht sei, sehe sie ganz klar einen großen Unterschied zwischen CDU und AfD.

Der Linken-Chef von Mecklenburg-Vorpommern, Hennis Herbst, sagte dem Portal: „Ich bin doch etwas irritiert über die Aussage, denn so pauschal kann man das in meinen Augen nicht sagen.“ Weiter sagte Herbst: „Wir beobachten schon, dass die CDU in Teilen auch AfD-Politik macht, aber pauschal zu sagen, dass die CDU eine faschistische Partei sei, funktioniert für mich nicht.“

Pantisano will Arbeiter mit seiner Politik ansprechen

Angekündigt hat der Sohn italienischer Einwanderer, dass er verstärkt Arbeiter in Betrieben ansprechen will. „Und wenn wir möglichst viele der Kollegen und Kolleginnen für unsere Partei gewinnen, dann sind wir in der Lage, echte Veränderung zu erreichen“, sagte der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete der dpa.

Pantisano kündigte einen scharfen Oppositionskurs gegen die Bundesregierung an. Er wolle dazu beitragen, „dass Friedrich Merz Angst hat vor uns Linken“, sagte er. „Ich finde es auch unerhört, dass ein Versager wie Friedrich Merz, der praktisch selbst der unbeliebteste Kanzler seit Jahren ist, meint, denjenigen, die hart arbeiten, die aufstehen, die als Postbote arbeiten, vorzuschreiben, was sie zu tun haben“, sagte Pantisano.

Geboren wurde Pantisano 1979 in Waiblingen in Baden-Württemberg, wo er mit seiner Frau und den beiden Kindern auch noch lebt. Seine Eltern kamen 1966 aus Italien nach Deutschland und bekamen vier Söhne. Sein Bruder Alfonso Pantisano ist „Queerbeauftragter“ in Berlin. „Meine Eltern haben ihr Leben lang hart gearbeitet, damit ihre Kinder es einmal besser haben“, sagte Pantisano. „Von ihnen habe ich das Kämpfen gelernt.“

Pantisano machte zunächst einen Hauptschulabschluss und eine Ausbildung zum Bauzeichner. Später holte er die Fachhochschulreife nach und studierte Architektur in Stuttgart und Tokio. Ein Studium der Stadtplanung folgte. Er arbeitete als Quartiersmanager und als Lehrender an Hochschulen.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Die Linke wird versuchen, Proteste gegen Sozialreformen und höhere Verteidigungsausgaben zu mobilisieren.

    Probable · En semanas

Preguntas abiertas

  • Wie wird sich Pantisanos polarisierender Stil auf die Partei auswirken?
  • Werden die Irritationen über seine Aussagen die Parteieinheit beeinträchtigen?
  • Kann Pantisano die angestrebte "sozialistische Volkspartei" etablieren?

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This article was originally published by Die Welt.

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